EP0047902A2

Acylphosphinesulfide compounds, process for their preparation and their use.

Abstract

The invention relates to acylphosphine sulfide compounds, their preparation and use. These acylphosphine sulfide compounds have the formulawherein R 'represents an alkyl radical, a cycloalkyl radical, an optionally substituted phenyl, naphthyl or heterocyclic radical; R2 the meaning of R1 where R 'and R2 can be identical or different from one another, or represents an alkoxyl radical, an optionally substituted phenoxy radical, or a phenoxy radical, or a phenoxyalkyl radical or R 'and R2 are linked to one another to form a ring which may optionally have further alkyl radicals and fused-on benzene rings as substituents; R3 for an alkyl radical a cycloaliphatic radical, a substituted phenyl, an optionally substituted naphthyl or heterocyclic radical or for the groupingin which X represents an optionally substituted phenylene radical, or X represents an aliphatic or cycloaliphatic divalent radical; and optionally at least one of the radicals R 'to R3 can be olefinically unsaturated. These acylphosphine sulfide compounds can be prepared from acylphosphines and sulfur and used as photoinitiators in photopolymerizable compositions.

EP0047902A2, drawing sheet 1
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11 claims: 4 independent, 7 dependent

  1. 1
    Acylphosphinsulfid-Verbindungen der allgemeinen Formel (I) worin R 1 für einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, einen Cyclo- . hexyl- Cyclopentyl- Phenyl- oder Naphthylrest, einen S- oder N-haltigen fünf- oder sechsgliedrigen heterocyclischen Rest oder einen Fluor-, Chlor-, Brom-, C 1 - bis C 4 -alkyl- oder C 1 - bis C 4 -alkoxyl-substituierten Phenyl-, Naphthyl-, 0-, S- oder N-haltigen fünf- oder sechsgliedrigen heterocyclischen Rest steht;R 2 die Bedeutung von R 1 hat, wobei R 1 und R 2 untereinander gleich oder verschieden sein können, oder für einen Alkoxylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, einen Phenoxyrest, der gegebenenfalls Chlor-, C 1 - bis C 6 -alkyl- oder C 1 - bis C 6 -alkoxyl-substituiert ist, oder einen Phenoxyalkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in der Alkylgruppe steht oder R 1 und R 2 untereinander zu einem Ring verknüpft sind, der 4 bis 10 Kohlenstoffatome enthält und gegebenenfalls als Substituenten 1 bis 6 weitere Alkylreste mit je 1 bis 4 Kohlenstoffatomen sowie 1 oder 2 ankondensierte Benzolringe besitzen kann;R 3 für einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest mit 2 bis 18 Kohlenstoffatomen, einen 3 bis 12 Kohlenstoffatome enthaltenden cycloaliphatischen Rest, einen 1- bis 4-fach substituierten Phenyl-, einen gegebenenfalls 1 bis 4-fach substitulerten Naphthyl-, 0-, S- oder N-haltigen fünf- oder sechsgliedrigen heterocyclischen Rest, wobei diese Substituenten untereinander gleich oder verschieden und 1 bis 6 Kohlenstoffatome enthaltende Alkyl-, Alkylthio-oder Alkoxygruppen sowie Chlor-, Brom- oder Fluoratome sein können, oder für die Gruppierung steht, worin R 1 und R 2 die oben angegebene Bedeutung haben und X für einen gegebenenfalls bis zu 4-fach substituierten Phenylenrest steht, wobei dessen Substituenten untereinander gleich oder verschieden und 1 bis 6 Kohlenstoffatome enthaltende Alkyl-, Alkylthio- oder Alkoxygruppen sowie Halogenatome mit einem Atomgewicht bis zu 80 sein können, oder X für einen 2 bis 6 Kohlenstoffatome enthaltenden aliphatischen oder cycloaliphatischen zweiwertigen Rest steht;und wobei gegebenenfalls mindestens einer der Reste R 1 bis R 3 olefinisch ungesättigt sein kann.
  2. 2
    Acylphosphinsulfidverbindungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß R 3 ein tertiärer aliphatischer Rest ist.
  3. 3
    Acylphosphinsulfidverbindungen nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß R 3 für einen mindestens zweifach substituierten Phenyl-, Pyridyl-, Pyrrolyl-, Furyl- oder Thienylrest steht, der mindestens an den beiden zur Verknüpfungsstelle mit der Carbonylgruppe benachbarten Kohlenstoffatomen die Substituenten A und B trägt, die untereinander gleich oder verschieden sein können und für 1 bis 6 Kohlenstoffatome enthaltende Alkyl-, Alkoxy- oder Alkylthioreste, 3 bis 7 Kohlenstoffatome enthaltende Cycloalkylreste, Phenylreste oder Halogenatome mit einem Atomgewicht bis zu 80 stehen oder R 3 für einen mindestens in den 2,8-Stellungen durch A und B substituierten α-Naphthylrest, einen mindestens in 1,3-Stellungen durch A und B substituierten ß-Naphthylrest oder für die Gruppierung steht, wobei die Reste A, B, C und D untereinander gleich oder verschieden sind, C und D die gleiche Bedeutung haben wie A bzw. B und Rund R 2 die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung haben.
  4. 4
    Acylphosphinsulfidverbindungen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß R 3 ein 2,6-Dimethylphenyl-, 2,4,6-Trimethylphenyl-, 2,3,6-Trimethylphenyl-, 2,6-Dimethoxyphenyl-, 2,6-Dichlorphenyl-, 2,6-Bis(methylthio)- phenyl, ein 2,3,5,6-Tetramethylphenyl-, ein 2,4,6-Trimethylpyridyl-3-, ein 2,4-Dime- thylthienyl-3-, ein 1,3-Dimethylnaphthalin-2-, ein 2,8-Dimethylnaphthalin-l-, ein 1,3-Dimethoxynaphthalin-2- oder ein 2,8-Dimethoxynaphthalin-l-Rest ist.
  5. 5
    '5. Verfahren zur Herstellung der Acylphosphinsulfide nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man Acylphosphine der allgemeinen Formel (II) worin R 1 bis R 3 die oben angegebene Bedeutung haben, bei Temperaturen zwischen 20 und 200°C, gegebenenfalls in Anwesenheit eines inerten Lösungsmittels in einer Inertgasatmosphäre mit elementarem Schwefel - umsetzt.
  6. 6
    Verwendung der Acylphosphinsulfide nach Anspruch 1 bis 4, wobei R 3 zusätzlich ein Methyl- oder ein Phenylrest sein kann, als Photoinitiatoren in photopolymerisierbaren Massen.
  7. 7
    Verwendung der Acylphosphinsulfide nach Anspruch 6 in Kombination mit sekundären und/oder tertiären Aminen.
  8. 8
    Verwendung der Acylphosphinsulfid-Verbindungen nach einem der Ansprüche 1 bis 4 als Photoinitiatoren in photopolymerisierbaren Überzugsmitteln, Lacken, Druckfarben und Aufzeichnungsmaterialien, wobei diese den Photoinitiator in einer Konzentration von 0,01 % bis 15 % enthalten.
  9. 9
    Verwendung nach Anspruch 6 oder 7 zur Herstellung von Kunststoff-Formteilen auf Basis ungesättigter Polyesterharze, die gegebenenfalls weitere Hilfsstoffe, insbesondere Glasfasern, enthalten.
  10. 10
    Verwendung nach Anspruch 6, 7 oder 9, dadurch gekenn- zeichnet, daß als UV-Sensibilisatoren Acylphosphinsulfid-Verbindungen der allgemeinen Formel (I) in Kombination mit Verbindungen aus der Gruppe derBenzilketale, Benzoinether, Benzoinester, C 1 - bis C 4 -alkyl-, chlor- oder chlormethyl-substituierten Thioxanthone, aromatischen Disulfide, Naphthalinsulfochloride, Acylphosphine, Acylphosphinoxide und Acylphosphinsäureester eingesetzt werden.
  11. 11
    1 1. Verwendung der Acylphosphinsulfide nach Anspruch 6, 7, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Acylphosphinsulfidverbindung in Kombination mit Initiatoren für die thermische Polymerisation eingesetzt werden.
Independent claims11