EP2481391A2

Dental provisional superstructures and materials for producing same and corresponding method

Abstract

Beschrieben wird ein dentaler Stoff, ein dentales Gemisch oder ein dentales Mehrkomponentensystem zur Herstellung des Materials einer provisorischen Suprakonstruktion oder eines Kerns für eine provisorische Suprakonstruktion für ein dentales Implantat durch Polymerisationshärtung, bestehend aus ein, zwei oder mehr polymerisierbaren (Meth)Acrylaten, sowie optional weiteren Bestandteilen, wobei der dentale Stoff, das dentale Gemisch bzw. das Mehrkomponentensystem zu einem Produkt härtbar ist, zur Anwendung in einer therapeutischen Behandlung zur Beschleunigung der Osseointegration dentaler Implantate, insbesondere nach der Methode des progressive bone loading. Die Anmeldung betrifft zudem die provisorischen Suprakonstruktionen und Kerne selbst, sowie einen provisorischen Zahnersatz, ein Kit zur Herstellung einer Mehrzahl provisorischen Suprakonstruktionen für ein dentales Implantat oder einer Mehrzahl von Kernen für provisorische Suprakonstruktionen für ein dentales Implantat. Ein entsprechendes Verfahren zur Herstellung einer provisorischen Suprakonstruktion oder eines Kerns ist ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Anmeldung.

EP2481391A2, drawing sheet 1
Sheet 1 of 4

Term

5.2 yearsto projected expiry

Projected expiry 20 December 2031, counted from filing; an application has no term until it is granted.

  1. Priority
  2. Filed
  3. Published
  4. Today
  5. Projected expiry

15 claims: 2 independent, 13 dependent

  1. 1
    Dentaler Stoff, dentales Gemisch oder dentales Mehrkomponentensystem zur Herstellung des Materials einer provisorischen Suprakonstruktion für ein dentales Implantat oder eines Kerns für eine provisorische Suprakonstruktion für ein dentales Implantat durch Polymerisationshärtung, bestehend aus (a) ein, zwei oder mehr polymerisierbaren (Meth)Acrylaten, sowie optional weiteren Bestandteilen, wobei der dentale Stoff, das dentale Gemisch bzw. das Mehrkomponentensystem zu einem Produkt härtbar ist, wobei der durch (Polymerisations-)Härtung maximal erreichbare Druckmodul 420 MPa oder weniger beträgt, zur Anwendung in einer therapeutischen Behandlung zur Beschleunigung der Osseointegration dentaler Implantate, insbesondere nach der Methode des progressive bone loading.
  2. 2
    Dentaler Stoff, dentales Gemisch oder dentales Mehrkomponentensystem nach Anspruch 1 zur Anwendung in einer therapeutischen Behandlung zur Beschleunigung der Osseointegration dentaler Implantate nach der Methode des progressive bone loading, wobei - aus dem dentalen Stoff, dem dentalen Gemisch bzw. dem Mehrkomponentensystem eine provisorische Suprakonstruktion für ein dentales Implantat oder ein Kern für eine provisorische Suprakonstruktion für ein dentales Implantat durch Polymerisationshärtung hergestellt wird oder - im Rahmen der Behandlung mehrere provisorische Suprakonstruktionen bestehend aus bzw. als Kernmaterial umfassend Materialien mit unterschiedlichen Druckmoduln hergestellt und in der Reihenfolge ansteigender Druckmoduln zeitlich nacheinander mit dem dentalen Implantat verbunden werden.
  3. 3
    Dentales Gemisch oder dentales Mehrkomponentensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 2, bestehend aus:(a) ein, zwei oder mehr polymerisierbaren (Meth)Acrylaten, (b) einem oder mehreren Katalysatoren und/oder Initiatoren für die Polymerisation, (c) optional einem oder mehreren anorganischen und/oder organischen Füllstoffen, (d) optional einem oder mehrerem Stabilisatoren, für die gilt: der oder die Stabilisatoren sind keine polymerisierbaren (Meth)Acrylate, sowie (e) optional einem oder mehreren weiteren Additiven.
  4. 4
    Dentales Gemisch oder dentales Mehrkomponentensystem nach Anspruch 3, umfassend in oder als Komponente (c) einen oder mehrere partikuläre anorganische und/oder organische Füllstoffe, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Siliciumdioxid, Metalloxiden und Poly(meth)acrylaten und/oder umfassend in oder als Komponente (d) oberflächenmodifizierte oder nichtoberflächenmodifizierte SiO 2 -Partikel eines mittleren Teilchendurchmessers von unter 200 nm sowie optional weitere partikuläre anorganische oder organische Füllstoffe.
  5. 5
    Dentales Gemisch oder dentales Mehrkomponentensystem, nach einem der Ansprüche 3 bis 4, insgesamt umfassend (a) insgesamt 20,0 bis 99,9 Gewichtsprozent an polymerisierbaren (Meth)Acrylaten, (b) insgesamt 0,1 bis 10,0 Gewichtsprozent an Katalysatoren und Initiatoren für die Polymerisation, (c) insgesamt 0,0 bis 60,0 Gewichtsprozent an anorganischen und organischen Füllstoffen, (d) insgesamt 0,0 bis 5,0 Gewichtsprozent Stabilisatoren, für die gilt:der oder die Stabilisatoren sind keine polymerisierbaren (Meth)Acrylate, sowie (e) insgesamt 0,0 bis 50,0 Gewichtsprozent an weiteren Additiven.
  6. 6
    Provisorische Suprakonstruktion oder Kern für eine provisorische Suprakonstruktion nach Anspruch 5, wobei das Material der Suprakonstruktion bzw. das Material des Kerns einen Druckmodul von weniger als 420 MPa besitzt.
  7. 7
    Provisorische Suprakonstruktion nach einem der Ansprüche 5 bis 6, bestehend aus einem Kern und einer Kappe für den Kern, wobei die Außenfläche des Kerns teilweise frei liegt, so dass der Kern bei Druckbelastung zumindest abschnittsweise unabhängig von der Kappe deformierbar ist, wobei das Material der Kappe vorzugsweise einen höheren Druckmodul aufweist als das Material des Kerns.
  8. 8
    Provisorische Suprakonstruktion nach einem der Ansprüche 5 bis 7, herstellbar durch eine einzelne Polymerisationshärtung eines einzelnen dentalen Gemisches wie in einem der Ansprüche 1 bis 5 definiert.
  9. 9
    Provisorischer Zahnersatz umfassend - eine provisorische Suprakonstruktion nach einem der Ansprüche 5 bis 8, - ein dentales Implantat und - ein vorzugsweise metallisches Abutment, das zwischen provisorischer Suprakonstruktion und dentalem Implantat angeordnet ist und deren Verbindung gewährleistet sowie optional - einen Haftvermittler, der zwischen provisorischer Suprakonstruktion und Abutment angeordnet ist.
  10. 10
    Provisorischer Zahnersatz nach Anspruch 9, wobei die provisorische Suprakonstruktion und das Abutment verbunden sind ohne Formschluss in Kraftrichtung entlang der Längsachse des dentalen Implantats vom Kieferknochen weg, in den das Implantat eingesetzt oder einzusetzen ist.
  11. 11
    Kit zur Herstellung einer Mehrzahl von provisorischen Suprakonstruktionen für ein dentales Implantat oder einer Mehrzahl von Kernen für provisorische Suprakonstruktionen für ein dentales Implantat, umfassend - eine entsprechende Anzahl dentaler Stoffe, dentaler Gemische oder dentaler Mehrkomponentensysteme wie in einem der Ansprüche 1 bis 6 definiert, wobei jede(r/s) der dentalen Stoffe, Gemische oder Mehrkomponentensysteme zu einem Produkt härtbar ist, wobei der Druckmodul der Produkte bei gleichen Härtungsbedingungen unterschiedlich ist oder - eine entsprechende Anzahl von Rohlingen aus einem gehärteten bzw. durch Härtung herstellbar aus einem dentalen Stoff oder Gemisch wie in einem der Ansprüche 1 bis 6 definiert, wobei der Druckmodul des Materials jedes der Rohlinge unterschiedlich ist und jeweils 420 MPa oder weniger beträgt, sowie - optional ein oder mehrere weitere Bestandteile ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Haftvermittler, Abutments, Implantate, Formwerkzeuge (Formen), Abformmaterialien.
  12. 12
    Kit nach Anspruch 11, umfassend - einen ersten dentalen Stoff, ein erstes dentales Gemisch oder ein erstes dentales Mehrkomponentensystem wie in einem der Ansprüche 1 bis 6 definiert, wobei der erste dentale Stoff bzw. das erste dentale Gemisch bzw. das erste dentale Mehrkomponentensystem zu einem Produkt härtbar ist, wobei der durch Härtung (Polymerisationshärtung) maximal erreichbare Druckmodul im Bereich von 25 MPa bis kleiner 100 MPa liegt, - einen zweiten dentalen Stoff, ein zweites dentales Gemisch oder ein zweites dentales Mehrkomponentensystem wie in einem der Ansprüche 1 bis 6 definiert, wobei der zweite dentale Stoff bzw. das zweite dentale Gemisch bzw. das zweite dentale Mehrkomponentensystem zu einem Produkt härtbar ist, wobei der durch Härtung (Polymerisationshärtung) maximal erreichbare Druckmodul im Bereich von 100 MPa bis 420 MPa liegt, - optional einen dritten dentalen Stoff, ein drittes dentales Gemisch oder ein drittes dentales Mehrkomponentensystem wie in einem der Ansprüche 1 bis 6 definiert, wobei der dritte dentale Stoff bzw. das dritte dentale Gemisch bzw. das dritte dentale Mehrkomponentensystem zu einem Produkt härtbar ist, wobei der durch Härtung (Polymerisationshärtung) maximal erreichbare Druckmodul kleiner ist als 25 MPa, - optional einen weiteren dentalen Stoff, ein weiteres dentales Gemisch oder ein weiteres dentales Mehrkomponentensystem, wobei der weitere dentale Stoff bzw. das weitere dentale Gemisch bzw. das weitere dentale Mehrkomponentensystem zu einem Produkt härtbar ist, wobei der durch Härtung (Polymerisationshärtung) maximal erreichbare Druckmodul größer ist als 420 MPa.
  13. 13
    Verfahren zur Herstellung einer provisorischen Suprakonstruktion für ein dentales Implantat oder eines Kerns für eine provisorische Suprakonstruktion für ein dentales Implantat nach einem der Ansprüche 6 bis 8 oder eines provisorischen Zahnersatzes nach einem der Ansprüche 9 bis 10, mit folgenden Schritten:- Bereitstellen oder Herstellen eines dentalen Stoffs, eines dentalen Gemisches oder eines dentalen Mehrkomponentensystems nach einem der Ansprüche 1 bis 6, - Härten des dentalen Stoffs, des dentalen Gemisches oder des dentalen Mehrkomponentensystems, vorzugsweise in einer Form, - optional weitere Schritte, oder - Bereitstellen eines Kits nach Anspruch 11 umfassend Rohlinge, - Anpassen der Form eines der Rohlinge, so dass die provisorische Suprakonstruktion, der Kern oder der provisorische Zahnersatz resultiert.
  14. 14
    Verfahren zur provisorischen Versorgung eines dentalen Implantats für kosmetische Zwecke, umfassend die Schritte:(a) Bereitstellen einer provisorischen Suprakonstruktion nach einem der Ansprüche 6 bis 8 oder Bereitstellen mehrerer provisorischer Suprakonstruktionen nach einem der Ansprüche 6 bis 8 und Auswählen einer provisorischen Suprakonstruktion, (b) Verbinden der provisorischen Suprakonstruktion mit dem dentalen Implantat und danach (c) Verstreichenlassen einer gewissen Zeitspanne und danach (d) Lösen der (vorzugsweise mittels eines Abutments hergestellten) Verbindung zwischen der provisorischen Suprakonstruktion und dem dentalen Implantat (wobei das vorzugsweise eingesetzte Abutment vorteilhafterweise mit dem Implantat verbunden bleibt) und gegebenenfalls danach die folgenden Schritte: (e) Auswählen einer weiteren in Schritt (a) bereitgestellten provisorischen Suprakonstruktion, (f) Verbinden der in Schritt (e) ausgewählten provisorischen Suprakonstruktion mit dem dentalen Implantat und danach (g) Verstreichenlassen einer gewissen Zeitspanne und danach (h) Lösen der (vorzugsweise mittels eines Abutments hergestellten) Verbindung zwischen der provisorischen Suprakonstruktion und dem dentalen Implantat (wobei das vorzugsweise eingesetzte Abutment vorteilhafterweise mit dem Implantat verbunden bleibt), (i) Wiederholen der Schritte (e) bis (h), bis mehrere oder sämtliche der in Schritt (a) bereitgestellten provisorischen Suprakonstruktionen mit dem Implantat verbunden worden sind und die jeweilige Verbindung wieder gelöst worden ist.
  15. 15
    Verfahren nach Anspruch 14, - wobei mehrere provisorische Suprakonstruktionen bestehend aus bzw. als Kernmaterial umfassend Materialien mit unterschiedlichen Druckmoduln bereitgestellt oder hergestellt und in der Reihenfolge ansteigender Druckmoduln zeitlich nacheinander mit dem dentalen Implantat verbunden werden und/oder - wobei die, mehrere oder sämtliche der provisorischen Suprakonstruktionen so mit dem dentalen Implantat verbunden wird bzw. werden, dass die jeweilige provisorische Suprakonstruktion bei Kieferschluss in Okklusion mit der Antagonistenbezahnung steht.
Independent claims15