EP1539267A2

Medical device for dispensing medicaments

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Projected expiry passed 19 September 2023, 3 years ago.

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30 claims: 30 independent, 0 dependent

  1. 1
    Claims of equivalent WO 2004028610 A2 Patentansprüche 1. Medizinische Vorrichtung zur Arzneimittelabgabe für die selektive Therapie bestimmter erkrankter Gewebeabschnitte oder Organteile, dadurch gekennzeichnet, dass an der Oberfläche von zumindest kurzzeitig das erkrankte Gewebe unter Druck kontaktierenden Vorrichtungen lipophile, weitgehend wasserunlöslichen, an beliebige Gewebebestandteile bindende Arzneistoffe mit nach Gewebekontakt sofortiger Wirkstofffreigabe haften, wobei als Wirkstoffträger mindestens ein Ballonkatheter (12) vorgesehen ist und der Ballonkatheter (12) mindestens eine aus mindestens einem Ballon (14) herausragende oder auf der Oberfläche des Ballons (14) aufsitzende Vorrichtung (24) zur Schlitzung von Stenosen zumindest im Bereich der erkrankten Gewebsabschnitte oder Organteile aufweist.
  2. 2
    Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (24) zur Schlitzung von Stenosen aus mindestens einer drahtartigen Vorrichtung (16) besteht, wobei die drahtartige Vorrichtung (16) parallel zur Längsachse des Ballons (14) angeordnet ist.
  3. 3
    Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (24) aus mindestens zwei drahtartigen Vorrichtungen (16) aufgebaut ist und eine gitterartige Konstruktion bildet, wobei die Längsachse der gitterartigen Konstruktion parallel oder achsparallel zur Längsachse des Ballons (14) angeordnet ist.
  4. 4
    Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die drahtartige Vorrichtung aus Metall, aus einer Metall-Legierung oder aus Kunststoff besteht.
  5. 5
    Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Metall-Legierung eine Formgedächtnislegierung ist.
  6. 6
    Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Schlitzung von Stenosen aus mindestens einer klingenartigen Vorrichtung besteht.
  7. 7
    Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Schlitzung von Stenosen aus mindestens einem aus dem Ballon (14) herausragenden oder auf der Oberfläche des Ballons (14) aufsitzenden Vorsprung besteht.
  8. 8
    Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die klingenartige Vorrichtung oder der Vorsprung aus Metall, aus einer Metall-Legierung oder aus Kunststoff besteht.
  9. 9
    Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der Ballonkatheter (12) in Verbindung mit Stents, Katheter und/oder Teile von diesen, Nadeln und Führungsdrähte sowie Stents vorgesehen sind.
  10. 10
    Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für die Beschichtung mit Arzneistoff Ballone mit vorgeformten Längsfalten vorgesehen sind, deren Neigung zur Rückfaltung durch das Aufdehnen nicht verloren geht.
  11. 11
    Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Ballone aus sehr glattem Material bestehen, auf dem die Arzneistoffe ausreichend gut halten, um den für die Einfaltung notwendigen Kräften im Wesentlichen unbeschadet zu widerstehen.
  12. 12
    Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in fertig gefaltetem Zustand durch Tauchen in einer niedrig viskosen Wirkstofflösung beschichtete Ballone vorgesehen sind.
  13. 13
    Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass nur der von den Falten abgedeckte Bereich mit dem nach dem Auftragen getrockneten Arzneistoff bedeckt ist.
  14. 14
    Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die lipophilen Arzneistoffe Substanzen zur Hemmung der Zeilproliferation oder entzündlicher Prozesse sind oder Antioxidation sind.
  15. 15
    Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Arzneistoffe Paclitaxel und andere Taxane, Rapamycin und verwandte Substanzen, Tacrolismus und verwandte Substanzen, Corticoide, Sexualhormone und verwandte Substanzen, Statine, Epothilone, Probucol, Prostacycline oder Angiogeneseinduktoren sind.
  16. 16
    Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die lipophilen Arzneistoffe als trockene Festsubstanz oder öl auf der Oberfläche des betreffenden Erzeugnisses vorliegen.
  17. 17
    Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die wirksame Dosis der Arzneistoffe amorphe Strukturen in einer Partikelgröße zwischen <0,1 μm und 5 μm umfassen, die wegen ihrer großen Oberfläche trotz geringer Wasserlöslichkeit der Wirkstoffe schnell in Lösung gehen.
  18. 18
    Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die lipophilen Arzneistoffe zur Erzielung einer guten Haftwirkung an der Oberfläche der Vorrichtung und zur Verbesserung der Aufnahme in das Gewebe in eine leicht wasserlösliche Matrixsubstanz eingebettet sind.
  19. 19
    Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Matrixsubstanz aus einem niedermolekularen hydrophilen Stoff mit einem Molekulargewicht <5000 D besteht.
  20. 20
    Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die lipophilen Arzneistoffe an Partikel absorbiert oder mit niedermolekularer Matrix auf die Oberfläche der Vorrichtung aufgebracht sind.
  21. 21
    Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächen zusätzlich mit Substanzen zur Beeinflussung bestimmter Eigenschaften, wie der Gleitfähigkeit der Vorrichtung oder der Verringerung der Blutgerinnung, beschichtet sind.
  22. 22
    Verfahren zur Herstellung der Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 21 , dadurch gekennzeichnet, dass die lipophilen Arzneistoffe und die Hilfsstoffe in einem Lösungs-, Suspendier- oder Emulsionsmedium durch Tauchen, Streichen, Sprühen oder mittels Volumenmesseinrichtung auf die Oberfläche der Vorrichtung aufgebracht, wobei überschüssige Medien und lose an der Oberfläche haftende Substanzen entfernt werden.
  23. 23
    Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschichtungsvorgang bei reproduzierbarer Erhöhung des Wirkstoffgehalts mit gleichen oder verschiedenen Lösungs-, Suspendieroder Emulsionsmedien und/oder Hilfsstoffen mehrfach durchgeführt wird.
  24. 24
    Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass als Lösungs-, Suspendier- und Emulsionsmedien Ethanol, Isopropanol, Ethylacetat, Diethylether, Aceton, Dimethylsulfoxid, Dimethylformamid, Glycerin, Wasser oder Mischungen derselben eingesetzt werden.
  25. 25
    Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass als Wirkstoffträger weitgehend anwendungsbereite gefaltete Ballone vorgesehen sind, die vor oder nach der Sterilisation ohne oder mit aufgebrachtem Stent beschichtet werden.
  26. 26
    Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Ballone in entfaltetem Zustand mit den betreffenden lipophilen Arzneistoffen beschichtet werden und das Falten der Ballone mit besonders gleitfähigem, ggf. mit biokompatiblen Gleitmedien benetztem Werkzeug durchgeführt wird.
  27. 27
    Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass mit einem Ballonkatheter verbundene Stents vor oder nach einem Beschichtungsvorgang montiert werden.
  28. 28
    Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die fertig beschichtete Vorrichtung mittels Ethylenoxid sterilisiert wird.
  29. 29
    Verwendung der gemäß den Ansprüchen 1 bis 28 ausgebildeten und hergestellten medizinischen Vorrichtungen zur Behandlung von Gefäßerkrankungen oder Durchblutungsstörungen.
  30. 30
    Verwendung der gemäß den Ansprüchen 1 bis 28 ausgebildeten und hergestellten medizinischen Vorrichtungen zur Schaffung von offenen Passagen im Körper.
Independent claims30