EP1539266B1

Medical device for dispensing medicaments

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Expired 26 August 2023, 3.1 years ago.

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22 claims: 5 independent, 17 dependent

  1. 1
    Ballonkatheter, dadurch gekennzeichnet, dass an der Oberfläche des Ballons lipophile, weitgehend wasserunlösliche, an beliebige Gewebebestandteile bindende Arzneistoffe mit nach Gewebekontakt sofortiger Wirkstofffreigabe haften, wobei der von den Falten abgedeckte Bereich mit dem nach dem Auftragen getrockneten Arzneistoff bedeckt ist.
  2. 2
    Ballonkatheter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er ohne oder in Verbindung mit Stents, Katheter und/oder Teile von diesen, Nadeln und Führungsdrähte sowie Stents vorgesehen ist.
  3. 3
    Ballonkatheter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass er einen in fertig gefaltetem Zustand durch Tauchen, Streichen, Sprühen oder Aufbringen mittels Volumenmesseinrichtung in einer niedrig viskosen Wirkstofflösung beschichteten Ballon enthält.
  4. 4
    Ballonkatheter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die lipophilen Arzneistoffe Substanzen zur Hemmung der Zellproliferation oder entzündlicher Prozesse sind oder Antioxidatien sind.
  5. 5
    Ballonkatheter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Arzneistoffe Paclitaxel und andere Taxane, Rapamycin und verwandte Substanzen, Tacrolimus und verwandte Substanzen, Corticoide, Sexualhormone und verwandte Substanzen, Statine, Epothilone, Probucol, Prostacycline oder Angiogeneseinduktoren sind.
  6. 6
    Ballonkatheter nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die lipophilen Arzneistoffe als trockene Festsubstanz oder Öl auf der Oberfläche des Ballons vorliegen.
  7. 7
    Ballonkatheter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die wirksame Dosis der Arzneistoffe amorphe Strukturen in einer Partikelgröße zwischen < 0,1 µm und 5 µm umfassen, die wegen ihrer großen Oberfläche trotz geringer Wasserlöslichkeit der Wirkstoffe schnell in Lösung gehen.
  8. 8
    Ballonkatheter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die lipophilen Arzneistoffe zur Erzielung einer guten Haftwirkung an der Oberfläche des Ballons und zur Verbesserung der Aufnahme in das Gewebe in eine leicht wasserlösliche Matrixsubstanz eingebettet sind.
  9. 9
    Ballonkatheter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Matrixsubstanz aus einem niedermolekularen hydrophilen Stoff mit einem Molekulargewicht < 5000 D besteht.
  10. 10
    Ballonkatheter nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Matrixsubstanz ein Kontrastmittel, insbesondere ein jodiertes Röntgenkonstrastmittel, ist.
  11. 11
    Ballonkatheter nach Anspruch 10 dadurch gekennzeichnet, dass der Wirkstoff Paclitaxel und das Röntgenkonstrastmittel Ultravist ist.
  12. 12
    Ballonkatheter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die lipophilen Arzneistoffe an Partikel absorbiert oder mit niedermolekularer Matrix auf die Oberfläche der Vorrichtung aufgebracht sind.
  13. 13
    Ballonkatheter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächen zusätzlich mit Substanzen zur Beeinflussung der Gleitfähigkeit der Vorrichtung oder der Verringerung der Blutgerinnung beschichtet sind.
  14. 14
    Verfahren zur Herstellung eines beschichteten Ballonkatheters nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die lipophilen Arzneistoffe und die Hilfsstoffe in einem Lösungs-, Suspendier- oder Emulsionsmedien durch Tauchen, Streichen, Sprühen oder mittels Volumenmesseinrichtung auf die Oberfläche eines gefalteten Ballons aufgebracht, wobei überschüssige Medien und lose an der Oberfläche haftende Substanzen entfernt werden.
  15. 15
    Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschichtungsvorgang bei reproduzierbarer Erhöhung des Wirkstoffgehalts mit gleichen oder verschiedenen Lösungs-, Suspendier- und Emulsionsmedien und/oder Hilfsstoffen mehrfach durchgeführt wird.
  16. 16
    Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass als Lösungs-, Suspendier- und Emulsionsmedien Ethanol, Isopropanol, Ethylacetat, Diethylether, Aceton, Dimethylsulfoxid, Dimethylformamid, Glycerin, Wasser oder Mischungen derselben eingesetzt werden.
  17. 17
    Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass als Wirkstoffträger weitgehend anwendungsbereite gefaltete Ballone vorgesehen sind, die vor oder nach der Sterilisation ohne oder mit aufgebrachtem Stent beschichtet werden.
  18. 18
    Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass mit einem Ballonkatheter verbundene Stents vor oder nach einem Beschichtungsvorgang montiert werden.
  19. 19
    Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die fertig beschichteten Ballonkatheter mittels Ethylenoxid sterilisiert werden.
  20. 20
    Verwendung der gemäß den Ansprüchen 1 bis 19 ausgebildeten und hergestellten beschichteten Ballonkatheter zur Herstellung eines Mittels für die Behandlung von Gefäßerkrankungen oder Durchblutungsstörungen.
  21. 21
    Verwendung der gemäß den Ansprüchen 1 bis 19 ausgebildeten und hergestellten beschichteten Ballonkatheter zur Herstellung eines Mittels für die Schaffung von offenen Passagen im Körper.
  22. 22
    Verwendung der gemäß den Ansprüchen 1-19 ausgebildeten und hergestellten beschichteten Ballonkatheter zur Herstellung eines Mittels zur Tumorbehandlung.
Independent claims22