EP3679983A1

Implantable assembly for stimulating a human or animal heart

Abstract

The invention relates to an implantable arrangement for stimulating a human or animal heart, comprising a processor (340), a memory unit (350), a stimulation unit (320) for stimulating a His bundle of a human or animal heart and a detection unit (330) for Detect an electrical signal from the same heart. According to the invention, the memory unit (350) has a computer-readable program that causes the processor (340) to carry out the following steps when it is executed on the processor (340): a) performing a cardiac stimulation by means of the stimulation unit (320), b) detecting a cardiac electrical signal, which was generated by cardiac excitation as a result of the cardiac stimulation previously carried out, by means of the detection unit (330), c) determining an excitation state of one by the cardiac stimulation of the stimulated heart based on the electrical signal, d) classification of the state of excitation into one of at least three classes, and e) automatic adaptation of at least one control parameter of the arrangement (300) depending on the classification carried out.

EP3679983A1, drawing sheet 1
Sheet 1 of 5

Term

Projected expiry 2 May 2039.

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  5. Projected expiry

15 claims: 8 independent, 7 dependent

  1. 1
    Implantierbare Anordnung zur Stimulation eines menschlichen oder tierischen Herzens, aufweisend einen Prozessor (340), eine Speichereinheit (350), eine Stimulationseinheit (320) zum Stimulieren eines His-Bündels eines menschlichen oder tierischen Herzens und eine Detektionseinheit (330) zum Detektieren eines elektrischen Signals desselben Herzens, dadurch gekennzeichnet, dass die Speichereinheit (350) ein computerlesbares Programm aufweist, das den Prozessor (340) dazu veranlasst, die folgenden Schritte auszuführen, wenn es auf dem Prozessor (340) ausgeführt wird:a) Ausführen einer kardialen Stimulation mittels der Stimulationseinheit (320), b) Detektieren eines kardialen elektrischen Signals, das durch eine kardiale Erregung infolge der zuvor durchgeführten kardialen Stimulation erzeugt wurde, mittels der Detektionseinheit (330), c) Ermittlung eines Erregungszustands eines durch die kardiale Stimulation stimulierten Herzens anhand des elektrischen Signals, d) Klassifikation des Erregungszustands in eine von mindestens drei Klassen, wobei die mindestens drei Klassen eine erste Klasse für einen ersten Erregungszustand, eine zweite Klasse für einen von dem ersten Erregungszustand unterschiedlichen zweiten Erregungszustand und eine dritte Klasse für eine erfolglose Stimulation ohne detektierbaren Erregungszustand umfassen, e) automatische Anpassung mindestens eines Steuerparameters der Anordnung (300) in Abhängigkeit der durchgeführten Klassifikation, wobei der Steuerparameter ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus einer His-Bündel-Stimulationsenergie, einem His-Bündel-Stimulationsvektor, einer Betriebsart der Anordnung (300), mindestens einem Parameter eines Zeitgebers der Anordnung (300) und einem für eine kardiale Resynchronisationstherapie geeigneten Stimulationssteuerparameter.
  2. 2
    Implantierbare Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Klasse und die zweite Klasse sowie eine optionale weitere Klasse mit Ausnahme der dritten Klasse ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus einer Klasse, die einen Erregungszustand betrifft, für den ausschließlich eine Stimulation des His-Bündels des stimulierten Herzens erfolgt ist, einer Klasse, die einen Erregungszustand betrifft, für den sowohl eine Stimulation des His-Bündels des stimulierten Herzens als auch eine Stimulation des ventrikulären Myokards erfolgt ist, einer Klasse, die einen Erregungszustand betrifft, für den ausschließlich eine Stimulation des ventrikulären Myokards des stimulierten Herzens erfolgt ist, einer Klasse, die einen Erregungszustand betrifft, bei dem eine His-Bündel-Stimulation und eine Stimulation linksventrikulärer Leitungsbahnen erfolgt ist, und einer Klasse, die einen Erregungszustand betrifft, bei dem eine His-Bündel-Stimulation ohne Stimulation linksventrikulärer Leitungsbahnen erfolgt ist.
  3. 3
    Implantierbare Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Programm den Prozessor (340) dazu veranlasst, jede mittels der Stimulationseinheit (320) ausgeführte kardiale Stimulation zu klassifizieren.
  4. 4
    Implantierbare Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung (300) einen einzigen Elektrodenanschluss für eine Stimulations- und Detektionselektrode aufweist, wobei die Detektionseinheit (330) sowohl zur Detektion einer intrinsischen Erregung eines Atriums als auch zur Detektion His-Bündel-spezifischer kardialer Signale des zu stimulierenden Herzens vorgesehen und eingerichtet ist.
  5. 5
    Implantierbare Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung (300) mindestens zwei Elektrodenanschlüsse aufweist, die zum Anschluss mindestens zweier Stimulations- und Detektionselektroden dienen.
  6. 6
    Implantierbare Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Programm den Prozessor (340) dazu veranlasst, mindestens zwei Reizschwellenmesswerte zum selben Zeitpunkt zu bestimmen und in einem Messwertspeicher abzuspeichern, wobei ein erster Reizschwellenmesswert eine Reizschwelle eines ersten Erregungszustands des stimulierten Herzens und ein zweiter Reizschwellenmesswert eine Reizschwelle eines zweiten Erregungszustands des stimulierten Herzens angibt.
  7. 7
    Implantierbare Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Erregungszustand und der zweite Erregungszustand ausgewählt sind aus einem Erregungszustand, für den ausschließlich eine Stimulation des His-Bündels des stimulierten Herzens erfolgt ist, einem Erregungszustand, für den sowohl eine Stimulation des His-Bündels des stimulierten Herzens als auch eine Stimulation des ventrikulären Myokards erfolgt ist, und einem Erregungszustand für den ausschließlich eine Stimulation des ventrikulären Myokards des stimulierten Herzens erfolgt ist.
  8. 8
    Implantierbare Anordnung nach einem der Ansprüche 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Programm den Prozessor (340) dazu veranlasst, einen zeitlichen Verlauf der mindestens zwei Reizschwellenmesswerte abzuspeichern.
  9. 9
    Implantierbare Anordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung (300) die Möglichkeit eröffnet, für jeden der mindestens zwei Reizschwellenmesswerte einen Warnschwellenwert festzulegen, wobei das Programm den Prozessor (340) dazu veranlasst, einen Warnhinweis auszugeben, wenn zumindest einer der Warnschwellenwerte überschritten wird.
  10. 10
    Implantierbare Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Programm den Prozessor (340) dazu veranlasst, vor der Ermittlung des Erregungszustands eine Signalqualitätsüberprüfung durchzuführen, um zu ermitteln, ob die zur Ermittlung des Erregungszustands vorgesehenen Signale zur Auswertung geeignet sind.
  11. 11
    Implantierbare Anordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Programm den Prozessor (340) dazu veranlasst, in Abhängigkeit der durchgeführten Signalqualitätsüberprüfung automatisch einen Signalverarbeitungsparameter der Anordnung anzupassen.
  12. 12
    Implantierbare Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Programm den Prozessor (340) dazu veranlasst, ein morphologisches Analysekriterium aus einem abgeleiteten Elektrokardiogramm oder ein morphologisches Analysekriterium aus einem mittels einer der Stimulationseinheit (330) zugehörigen Elektrode gewonnenen Elektrokardiogramm zur Klassifikation des Erregungszustands heranzuziehen.
  13. 13
    Implantierbare Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Programm den Prozessor (340) dazu veranlasst, einen zeitlichen Versatz zwischen der Ausführung der kardialen Stimulation und der Detektion des kardialen elektrischen Signals zur Klassifikation des Erregungszustands heranzuziehen.
  14. 14
    Computerprogrammprodukt mit einem computerlesbaren Code, der einen Prozessor (340) dazu veranlasst, die folgenden Schritte auszuführen, wenn er auf dem Prozessor (340) ausgeführt wird:a) Ausführen einer kardialen Stimulation mittels einer Stimulationseinheit (320), b) Detektieren eines kardialen elektrischen Signals, das durch eine kardiale Erregung infolge der zuvor durchgeführten kardialen Stimulation erzeugt wurde, mittels einer Detektionseinheit (330), c) Ermittlung eines Erregungszustands eines durch die kardiale Stimulation stimulierten Herzens anhand des elektrischen Signals, d) Klassifikation des Erregungszustands in eine von mindestens drei Klassen, wobei die mindestens drei Klassen eine erste Klasse für einen ersten Erregungszustand, eine zweite Klasse für einen von dem ersten Erregungszustand unterschiedlichen zweiten Erregungszustand und eine dritte Klasse für eine erfolglose Stimulation ohne detektierbaren Erregungszustand umfassen, e) automatische Anpassung mindestens eines Steuerparameters einer implantierbaren Anordnung (300) zur Stimulation eines menschlichen oder tierischen Herzens in Abhängigkeit der durchgeführten Klassifikation, wobei der Steuerparameter ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus einer His-Bündel-Stimulationsenergie, einem His-Bündel-Stimulationsvektor, einer Betriebsart der Anordnung (300), mindestens einem Parameter eines Zeitgebers der Anordnung (300) und einem für eine kardiale Resynchronisationstherapie geeigneten Stimulationssteuerparameter.
  15. 15
    Verfahren zur Behandlung eines menschlichen oder tierischen Patienten, der eine solche Behandlung benötigt, mittels einer implantierbaren Anordnung (300) zur Stimulation des Herzens des Patienten, wobei die Anordnung einen Prozessor (340), eine Speichereinheit (350), eine Stimulationseinheit (320) zum Stimulieren des His-Bündels des Herzens des Patienten und eine Detektionseinheit (330) zum Detektieren eines elektrischen Signals des Herzens des Patienten aufweist, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:a) Ausführen einer kardialen Stimulation des Herzens des Patienten mittels der Stimulationseinheit (320), b) Detektieren eines kardialen elektrischen Signals, das durch eine kardiale Erregung infolge der zuvor durchgeführten kardialen Stimulation erzeugt wurde, mittels der Detektionseinheit (330), c) Ermittlung eines Erregungszustands des durch die kardiale Stimulation stimulierten Herzens mittels des elektrischen Signals, d) Klassifikation des Erregungszustands in eine von mindestens drei Klassen, wobei die mindestens drei Klassen eine erste Klasse für einen ersten Erregungszustand, eine zweite Klasse für einen von dem ersten Erregungszustand unterschiedlichen zweiten Erregungszustand und eine dritte Klasse für eine erfolglose Stimulation ohne detektierbaren Erregungszustand umfassen, e) automatische Anpassung mindestens eines Steuerparameters der Anordnung (300) in Abhängigkeit der durchgeführten Klassifikation, wobei der Steuerparameter ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus einer His-Bündel-Stimulationsenergie, einem His-Bündel-Stimulationsvektor, einer Betriebsart der Anordnung (300), mindestens einem Parameter eines Zeitgebers der Anordnung (300) und einem für eine kardiale Resynchronisationstherapie geeigneten Stimulationssteuerparameter.
Independent claims15