EP3679982A1

Implantable assembly for stimulating a human or animal heart

Abstract

The invention relates to an implantable arrangement (100) for stimulating a human or animal heart, comprising a first stimulation unit (103) and a first detection unit (104), wherein the first stimulation unit (103) serves to stimulate at least one heart region of a human or animal heart and wherein the first detection unit (104) serves to detect an electrical signal of at least one heart region of the same human or animal heart. The arrangement (100) is characterized in that it has a second stimulation unit (120) which is specifically designed and prepared to stimulate a His bundle of the same human or animal heart, the second stimulation unit (120) for its specific training and preparation has a maximum stimulation energy which is at least 10% higher than the maximum stimulation energy of the first stimulation unit (103).

EP3679982A1, drawing sheet 1
Sheet 1 of 5

Term

Projected expiry 2 May 2039.

  1. Priority
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  4. Today
  5. Projected expiry

12 claims: 3 independent, 9 dependent

  1. 1
    Implantierbare Anordnung zur Stimulation eines menschlichen oder tierischen Herzens, aufweisend eine erste Stimulationseinheit (103) und eine erste Detektionseinheit (104), wobei die erste Stimulationseinheit (103) einer Stimulation mindestens einer Herzregion eines menschlichen oder tierischen Herzens dient und wobei die erste Detektionseinheit (104) einer Detektion eines elektrischen Signals mindestens einer Herzregion desselben menschlichen oder tierischen Herzens dient, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung eine zweite Stimulationseinheit (120) aufweist, die spezifisch dafür ausgebildet und hergerichtet ist, eine Stimulation eines His-Bündels desselben menschlichen oder tierischen Herzens durchzuführen, wobei die zweite Stimulationseinheit (120) für ihre spezifische Ausbildung und Herrichtung eine maximale Stimulationsenergie aufweist, die mindestens 10 % höher als die maximale Stimulationsenergie der ersten Stimulationseinheit (103) ist.
  2. 2
    Implantierbare Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung eine zweite Detektionseinheit (130) aufweist, die spezifisch dafür ausgebildet und hergerichtet ist, ein elektrisches Signal des His-Bündels desselben menschlichen oder tierischen Herzens zu detektieren, wobei die zweite Detektionseinheit (130) für ihre spezifische Ausbildung und Herrichtung mindestens eines der nachfolgenden Merkmale aufweist:a) eine um mindestens 10 % höhere Sensitivität als die Sensitivität der ersten Detektionseinheit (104);b) eine um mindestens 10 % größere Detektionsbandbreite als die Detektionsbandbreite der ersten Detektionseinheit (104);c) eine um mindestens 10 % höhere Abtastrate als die Abtastrate der ersten Detektionseinheit (104).
  3. 3
    Implantierbare Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung einen ersten Zeitgeber (105) aufweist, der einer zeitlich definierten Abgabe von Stimulationsimpulsen durch die erste Stimulationseinheit (103) dient, und dass die Anordnung einen zweiten Zeitgeber (140) aufweist, der dafür vorgesehen und eingerichtet ist, einen Zeitpunkt der Abgabe mindestens eines von der zweiten Stimulationseinheit (120) abzugebenden Impuls mit einem Zeitpunkt der Abgabe mindestens eines von der ersten Stimulationseinheit (103) abzugebenden Impuls abzustimmen.
  4. 4
    Implantierbare Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Zeitgeber (140) auch dafür dient, einen Zeitpunkt der Abgabe mindestens eines von der ersten Stimulationseinheit (103) abzugebenden Impuls mit einem Zeitpunkt der Abgabe mindestens eines von der zweiten Stimulationseinheit (120) abzugebenden Impuls abzustimmen.
  5. 5
    Implantierbare Anordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung eine erste Reizschwellentestvorrichtung (180) aufweist, mit der eine Reizschwelle des His-Bündels eines menschlichen oder tierischen Herzens, das durch die Vorrichtung stimuliert werden soll, ermittelt werden kann, wobei eine Stimulationsenergie der zweiten Stimulationseinheit (120) in Abhängigkeit der ermittelten Reizschwelle eingestellt werden kann.
  6. 6
    Implantierbare Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung eine Speichereinheit aufweist, die einen Speicherbereich (190) umfasst, der ausschließlich einer Speicherung von Daten, die von der zweiten Detektionseinheit (130) erfasst wurden, und/oder von Daten, die eine von der zweiten Stimulationseinheit (120) abgegebenen Stimulation betreffen, dient.
  7. 7
    Implantierbare Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung eine Fernkommunikationseinheit (200) aufweist, die einer Übertragung von Daten, die von der zweiten Detektionseinheit (130) erfasst wurden, und/oder von Daten, die eine Aktivität der zweiten Stimulationseinheit (120) betreffen, und/oder einer Überwachung der zweiten Detektionseinheit (130) und/oder der zweiten Stimulationseinheit (120) und/oder einer Anpassung einer von der zweiten Stimulationseinheit (120) abzugebenden Stimulation dient.
  8. 8
    Implantierbare Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung einen Prozessor und eine Speichereinheit aufweist, wobei die Speichereinheit ein computerlesbares Programm aufweist, das den Prozessor dazu veranlasst, die folgenden Schritte auszuführen, wenn es auf dem Prozessor ausgeführt wird:a) Versetzen der Anordnung in einen His-Bündel-Stimulationsmodus, in dem nur mittels der zweiten Stimulationseinheit (120) eine His-Bündel-Stimulation durchgeführt werden kann;b) Abgeben einer His-Bündel-Stimulation mittels der zweiten Stimulationseinheit (120), wenn mittels der zweiten Detektionseinheit (130) ein die Abgabe rechtfertigendes Ereignis detektiert wurde.
  9. 9
    Implantierbare Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung einen Prozessor und eine Speichereinheit aufweist, wobei die Speichereinheit ein computerlesbares Programm aufweist, das den Prozessor dazu veranlasst, die folgenden Schritte auszuführen, wenn es auf dem Prozessor ausgeführt wird:a) Versetzen der Anordnung in einen Sicherheitsmodus, in dem mindestens eine Stimulation mindestens einer Herzkammer mittels der ersten Stimulationseinheit (103) oder eine His-Bündel-Stimulation mittels der zweiten Stimulationseinheit (120) durchgeführt werden kann;b) Abgeben einer Herzkammer-Stimulation mittels der ersten Stimulationseinheit (103) und/oder Abgeben einer His-Bündel-Stimulation mittels der zweiten Stimulationseinheit (120), wenn mittels der ersten Detektionseinheit (104) und/oder der zweiten Detektionseinheit (130) ein die Abgabe rechtfertigendes Ereignis detektiert wurde.
  10. 10
    Implantierbare Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung einen Markerkanal (150) aufweist, über den ein Elektrokardiogramm oder ein intrakardiales Elektrogramm ausgelesen werden kann, wobei das Elektrokardiogramm oder das intrakardiale Elektrogramm mindestens eine Markierung aufweist, die spezifisch für eine His-Bündel-Stimulation mittels der zweiten Stimulationseinheit (120) und/oder spezifisch für eine Detektion eines Signals des His-Bündels mittels der zweiten Detektionseinheit (130) ist.
  11. 11
    Computerprogrammprodukt mit einem computerlesbaren Code, der einen Prozessor dazu veranlasst, die folgenden Schritte auszuführen, wenn er auf dem Prozessor ausgeführt wird:a) Erfassen mittels einer ersten Detektionseinheit (104) und/oder einer zweiten Detektionseinheit (130), ob in einem menschlichen oder tierischen Herz eine zu behandelnde Herzrhythmusstörung vorliegt, wobei die erste Detektionseinheit (104) zur Detektion eines elektrischen Signals mindestens einer Herzregion des menschlichen oder tierischen Herzens vorgesehen ist und die zweite Detektionseinheit (130) spezifisch dafür ausgebildet und hergerichtet ist, ein elektrisches Signal des His-Bündels desselben menschlichen oder tierischen Herzens zu detektieren, b) wenn eine zu behandelnde Herzrhythmusstörung vorliegt, Ausführen einer atrialen oder ventrikulären Stimulation mittels einer ersten Stimulationseinheit (103) und/oder Ausführen einer His-Bündel-Stimulation mittels einer zweiten Stimulationseinheit (120).
  12. 12
    Verfahren zur Behandlung eines menschlichen oder tierischen Patienten, der eine solche Behandlung benötigt, mittels einer implantierbaren Anordnung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Anordnung eine erste Stimulationseinheit (103) und eine erste Detektionseinheit (104) aufweist, wobei die erste Stimulationseinheit (103) einer Stimulation mindestens einer Herzregion des Herzens des Patienten dient und wobei die erste Detektionseinheit (104) einer Detektion eines elektrischen Signals mindestens einer Herzregion des Herzens dient, wobei die Anordnung (100) eine zweite Stimulationseinheit (120) aufweist, die spezifisch dafür ausgebildet und hergerichtet ist, eine Stimulation eines His-Bündels des Herzens des Patienten durchzuführen, wobei die zweite Stimulationseinheit (120) für ihre spezifische Ausbildung und Herrichtung eine maximale Stimulationsenergie aufweist, die mindestens 10 % höher als die maximale Stimulationsenergie der ersten Stimulationseinheit (103) ist, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:a) Detektieren mittels der ersten Detektionseinheit (104) und/oder einer optional vorgesehenen zweiten Detektionseinheit (130), die spezifisch dafür ausgebildet und hergerichtet ist, ein elektrisches Signal des His-Bündels des Herzens des Patienten zu detektieren, ob ein behandlungspflichtiges Ereignis im Herzen des Patienten erfolgt ist, b) Durchführen einer Stimulation einer Herzregion des Patienten mittels der ersten Stimulationseinheit (103) und/oder Durchführen einer Stimulation des His-Bündels des Herzens des Patienten mittels der zweiten Stimulationseinheit (120).
Independent claims12