EP3243368B2

Traction machine device combination with driver assistance system

Abstract

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EP3243368B2, drawing sheet 1
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Expires 14 December 2036.

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19 claims: 6 independent, 13 dependent

  1. 1
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung mit zumindest einer Zugmaschine und zumindest einem an die Zugmaschine adaptierten Anbaugerät und mit einem den Betrieb der Zugmaschine und des jeweiligen Anbaugerätes optimierenden Fahrerassistenzsystem, welches über eine Recheneinheit und zumindest eine Anzeigeeinheit verfügt, wobei die Recheneinheit von maschineninternen Sensorsystemen generierte Informationen, externe Informationen und in der Recheneinheit hinterlegbare Informationen verarbeitet und wobei die Zugmaschine und das zumindest eine Anbaugerät eine Steuervorrichtung zur Steuerung und Regelung der Zugmaschine und des Anbaugerätes umfassen, wobei das Anbaugerät (5) als Bodenbearbeitungsgerät (4) ausgeführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrerassistenzsystem (6) so strukturiert ist, dass es einen Zugmaschineneinstellautomaten (15) und einen Anbaugeräteinstellautomaten (16) bildet und die jeweiligen Einstellautomaten (15, 16) unabhängig voneinander oder in Abhängigkeit voneinander eine Optimierung der Arbeitsweise der Zugmaschine (3) und des zumindest einen Bodenbearbeitungsgerätes (4) bewirken, wobei der jeweilige Einstellautomat (15, 16) Steuersignale (A, B) generiert, die einer jeweiligen Steuereinheit (12, 13) zugeführt werden und dort jeweils die Ansteuerung bestimmter Arbeitsorgane (17, 18) der Zugmaschine (3) und des Anbaugerätes (5) durch Generierung entsprechender Steuersignale (C, D) bewirken. und wobei das Fahrerassistenzsystem (6) auswählbare Optimierungsstrategien (29) umfasst und die auswählbaren Optimierungsstrategien (29) zugmaschinenspezifische Strategien, anbaugerätspezifische Strategien und/oder eine Kombination aus beiden sind ,
  2. 2
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Optimierung der Arbeitsweise der Zugmaschine (3) und/oder des zumindest einen Bodenbearbeitungsgerätes (4) in Abhängigkeit von der ausgewählten Optimierungsstrategie (29) eine Optimierung (62) von Arbeitsparametern (37, 46) der Zugmaschine (3) und/oder des an die Zugmaschine (3) adaptierten Bodenbearbeitungsgerätes (4) umfasst.
  3. 3
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach einem der Ansprüche 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass die auswählbaren Optimierungsstrategien (29) eine oder mehrere der Optimierungsstrategien "Power Hop" (66), "Stoppelbearbeitung" (67), "Bodenlockerung" (68), "Ebenheit" (69), "Durchmischung" (70), "Saatbettbereitung" (71), "Krümelung" (72) und "Rückverfestigung" (73) umfassen.
  4. 4
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass die auswählbare Optimierungsstrategie "Power Hop" (66) das belastungsabhängige Aufschaukeln der Maschinenanordnung (1) reduziert und die Arbeitsparameter (46) einer oder mehrere der folgenden Parameter sind:Reifenluftdruck an einer Vorderachse (74), Reifenluftdruck an einer Hinterachse (75), Ballastierung (76).
  5. 5
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass die auswählbare Optimierungsstrategie "Stoppelbearbeitung" (67) eine niedrige Stoppelhöhe (77) und/oder eine Einstellung des sogenannten Stoppelsturzes bewirkt und die Arbeitsparameter (46) zumindest die Einstellung eines minimalen Abstandes (78) der Werkzeuge (80a) zum Boden (79) umfassen.
  6. 6
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass die auswählbare Optimierungsstrategie "Bodenlockerung" (68) eine Auflockerung des Bodens (79) bewirkt und die Arbeitsparameter (46) zumindest die Eindringtiefe (81) der Werkzeuge (80b) in den Boden (79) und/oder die Arbeitsgeschwindigkeit (84) umfassen.
  7. 7
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass die auswählbare Optimierungsstrategie "Ebenheit" (69) eine Reduzierung von Bodenunebenheiten durch Vergleichmäßigung der Bodenoberflächenstruktur bewirkt und die Arbeitsparameter (46) das Führen der Werkzeuge (80a-c) über den Boden und/oder die Einstellung der Werkzeuge (80a-c) und/oder die Arbeitsgeschwindigkeit (84) umfassen.
  8. 8
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass die auswählbare Optimierungsstrategie "Durchmischung" (70) eine Optimierung der Durchmischung von Boden und Ernterückständen bewirkt und die Arbeitsparameter (46) zumindest der sogenannte Stoppelsturz (91) und/oder die Arbeitstiefe (83) umfassen.
  9. 9
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass die auswählbare Optimierungsstrategie "Saatbettbereitung" (71) eine Optimierung der Bodenstruktur für ein Saatbeet in Abhängigkeit von der auszusäenden Fruchtart bewirkt und die Arbeitsparameter zumindest die Krümelstruktur (85) und/oder die Saatbetttiefe (86) und/oder die Rückverfestigung (87) des Bodens (79) umfassen.
  10. 10
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass die auswählbare Optimierungsstrategie "Krümelung" (72) eine Optimierung der Bodenstruktur, insbesondere eine Bodentiefe-abhängige Größe der Bodenbestandteile bewirkt un die Arbeitsparameter zumindest die Krümelstruktur (85) und/oder die Saatbetttiefe (86) und/oder die Rückverfestigung (87) des Bodens (79) umfassen.
  11. 11
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass die auswählbare Optimierungsstrategie "Rückverfestigung" (73) eine Optimierung der Bodendichte in Abhängigkeit von der Bodentiefe bewirkt und die Arbeitsparameter zumindest die Rückverfestigung (87) des Bodens (79) umfassen.
  12. 12
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass die auswählbaren Optimierungsstrategien (29) zusätzlich oder alternativ eine oder mehrere der Strategien "Effizienz" (39), "Leistung" (40), "Arbeitsqualität" (41), "Balance" (42), "Bodenschonung" (43), "Komfort" (44) und/oder "Benutzerdefiniert" (45) umfasst und wobei die Optimierungsstrategie "Effizienz" (39) den Maschinenkraftstoffverbrauch und/oder die Maschinenbetriebsstunden der Maschinenanordnung (1) und/oder die für sogenannte Vorgewendemanöver benötigten Zeit optimiert;die Optimierungsstrategie "Leistung" (40) auf die Steigerung der bearbeiteten Fläche und/oder verarbeiteten Masse landwirtschaftlicher Güter und/oder der Betriebsstunden der Maschinenanordnung (1) gerichtet ist;die Optimierungsstrategie "Arbeitsqualität" (41) die Optimierung von Einstellparametern (46) der Zugmaschine (3) und/oder des Bodenbearbeitungsgerätes (5) bewirkt;die Optimierungsstrategie "Balance" (42) die Einstellung eines variablen Verhältnisses zwischen "Leistung" (40) und "Effizienz" (39) ermöglicht;die Optimierungsstrategie "Bodenschonung" (43) den von der Maschinenanordnung (1) verursachten Bodendruck und/oder die Bodenverdichtung reduziert und/oder den Reifenluftdruck, die Ballastierung und das Gewicht der Maschinenanordnung, die Art der Bereifungen, den Lenkmodus und/oder den Fahrwerkschlupf optimiert;die Optimierungsstrategie "Komfort" (44) eine benutzerdefinierte Einstellung des Schwingverhaltens und/oder Beschleunigungsverhaltens und/oder der Lautstärke der Maschinenanordnung (1) bewirkt;die Optimierungsstrategie "Benutzerdefiniert" (45) das manuelle Verstellen der in den Optimierungsstrategien (29) hinterlegten Parameter ermöglicht.
  13. 13
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der Zugmaschineneinstellautomat (15) und der Anbaugeräteinstellautomat (16) einen gemeinsamen Einstellautomaten (19) bilden.
  14. 14
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach Anspruch 13 dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrerassistenzsystem (6) ein dem Zugmaschineneinstellautomaten (15) zugeordnetes Regelwerk (20) umfasst und wobei das dem Zugmaschineneinstellautomaten (15) zugeordnete Regelwerk (20) eine Optimierung der Arbeitsweise der Zugmaschine (3) unabhängig von der Arbeitsweise des Bodenbearbeitungsgerätes (4) bewirkt, wobei vorzugsweise das dem Zugmaschineneinstellautomaten (15) zugeordnete Regelwerk (21) ein Regelwerk (21) zur Optimierung der Arbeitsweise des Bodenbearbeitungsgerätes (4) umfasst und das Fahrerassistenzsystem (6) die Arbeitsweise der Zugmaschine (3) und/oder des Bodenbearbeitungsgerätes (4) optimiert, wobei insbesondere das Regelwerk (21, 22) zur Optimierung der Arbeitsweise des Bodenbearbeitungsgerätes (4) auf im Zugmaschineneinstellautomaten (15) hinterlegten Regelwerk (21) oder einem von dem Bodenbearbeitungsgerät (4) bereitgestellten Regelwerk (22) basiert.
  15. 15
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach Anspruch 13 dadurch gekennzeichnet, dass das Regelwerk (21, 22) zur Optimierung der Arbeitsweise des Bodenbearbeitungsgerätes (4) in einer der Zugmaschine (3) zugeordneten, vorzugsweise als Jobrechner (23) ausgeführten Steuervorrichtung (12) oder einer dem Bodenbearbeitungsgerät (4) zugeordneten, vorzugsweise als Jobrechner (24) ausgeführten Steuereinrichtung (13) hinterlegt ist und die Zugmaschine (3) und das zumindest eine an diesem adaptierte Bodenbearbeitungsgerät (4) ISO-basierte Steuereinrichtungen (26, 27) umfassen und das Fahrerassistenzsystem (6) die von den Steuereinrichtungen (26, 27) gebildeten Einstellautomaten (15, 16) als Supervisor (28) steuert, sodass sich eine Optimierung des gesamten Arbeitsprozesses einstellt.
  16. 16
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrerassistenzsystem (6) einen Modul "Einsatzzweck" (30) umfasst, indem vom Bediener (31) dialoggeführt ein Einsatzzweck (32) bestimmt wird und wobei das Modul "Einsatzzweck" (30) einen oder mehrere der Einsatzzwecke "Bodenbearbeitung" (33), "Zapfwellenarbeit" (34), "Transportarbeit" (35) und "Frontladearbeit" (36) umfassen kann und wobei insbesondere die vom Bediener im Modul "Einsatzzweck" (30) definierten Parameter (37) und die nach Abarbeitung einer Optimierungsstrategie (29) generierten Arbeitsparameter (46) als separate oder gemeinsamer Ergebnisdatensatz (38, 49) gespeichert werden und der oder die Datensätze (38, 49) wiederholt abrufbar und editierbar sind, wobei der oder die Datensätze (38, 49) insbesondere personalisiert speicherbar und wiederabrufbar sind.
  17. 17
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der oder die speicherbaren Datensätze (38, 49) spezifische Datensätze für "Arbeiten auf Feld" und "Straßenfahrt" umfassen und die spezifischen Datensätze (38, 49) für "Arbeiten auf Feld" und "Straßenfahrt" direkt abrufbar sind.
  18. 18
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der Dialog zwischen Fahrerassistenzsystem (6) und Bediener (31) natürlichsprachig erfolgt.
  19. 19
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der Dialog zwischen Fahrerassistenzsystem (6) und Bediener (31) zumindest die Schritte a) Aktivierung des Fahrerassistenzsystems (6) durch den Bediener (31) oder automatisch bei Identifikation einer kritischen Situation (51) b.) Aktivierung Modul "Einsatzzweck" (30), wobei der Bediener (31) die Editierung des Einsatzzwecks (32) bewirkt c.) Aktivierung eines Moduls "Feld/Straße" (55), wobei der Bediener (31) den Einsatz "Feld" oder "Straße" vorgibt oder das Fahrerassistenzsystem (6) den Einsatz selbsttätig erkennt d.) Start des Moduls "Optimierung" (57), wobei der Bediener (31) zur Auswahl der Optimierungsstrategie (29) aufgefordert wird e.) in Abhängigkeit von der ausgewählten Optimierungsstrategie (29) Aktivierung einer dialoggeführten Optimierung (62) von Arbeitsparametern (37, 46) der Zugmaschine (3) und/oder des an die Zugmaschine (3) adaptierten Bodenbearbeitungsgerätes (5) umfasst.
Independent claims19