EP3243367B2

Traction machine device combination with driver assistance system

Abstract

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EP3243367B2, drawing sheet 1
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Expires 14 December 2036.

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17 claims: 7 independent, 10 dependent

  1. 1
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung mit zumindest einer Zugmaschine und mit zumindest einem an die Zugmaschine adaptierten Anbaugerät und mit einem den Betrieb der Zugmaschine und des jeweiligen Anbaugerätes optimierenden Fahrerassistenzsystem, welches über eine Recheneinheit und zumindest eine Anzeigeeinheit verfügt, wobei die Recheneinheit von maschineninternen Sensorsystemen generierte Informationen, externe Informationen und in der Recheneinheit hinterlegbare Informationen verarbeitet und wobei die Zugmaschine und das zumindest eine Anbaugerät eine Steuervorrichtung zur Steuerung und Regelung der Zugmaschine und des Anbaugerätes umfassen, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrerassistenzsystem (6) so strukturiert ist, dass es einen Zugmaschineneinstellautomaten (15) und einen Anbaugeräteinstellautomaten (16) bildet wobei die jeweiligen Einstellautomaten (15, 16) unabhängig voneinander oder in Abhängigkeit voneinander eine Optimierung der Arbeitsweise der Zugmaschine (3) und des zumindest einen Anbaugerätes (5) bewirken, wobei der jeweilige Einstellautomat (15, 16) Steuersignale (A, B) generiert, die einer jeweiligen Steuereinheit (12, 13) zugeführt werden und dort jeweils die Ansteuerung bestimmter Arbeitsorgane (17, 18) der Zugmaschine (3) und des Anbaugerätes (5) durch Generierung entsprechender Steuersignale (C, D) bewirken.
  2. 2
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Zugmaschineneinstellautomat (15) und der Anbaugeräteinstellautomat (16) einen gemeinsamen Einstellautomaten (19) bilden.
  3. 3
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrerassistenzsystem (6) ein dem Zugmaschineneinstellautomaten (15) zugeordnetes Regelwerk (20) umfasst und wobei das dem Zugmaschineneinstellautomaten (15) zugeordnete Regelwerk (20) eine Optimierung der Arbeitsweise der Zugmaschine (3) unabhängig von der Arbeitsweise des Anbaugerätes (5) bewirkt.
  4. 4
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass das dem Zugmaschineneinstellautomaten (15) zugeordnete Regelwerk (21) ein Regelwerk (21) zur Optimierung der Arbeitsweise des Anbaugerätes (5) umfasst und das Fahrerassistenzsystem (6) die Arbeitsweise der Zugmaschine (3) und/oder des Anbaugerätes (5) optimiert.
  5. 5
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet, dass das Regelwerk (21, 22) zur Optimierung der Arbeitsweise des Anbaugerätes (5) auf im Zugmaschineneinstellautomaten (15) hinterlegten Regelwerk (21) oder einem von dem jeweiligen Anbaugerät bereitgestellten Regelwerk (22) basiert.
  6. 6
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, dass das Regelwerk (21, 22) zur Optimierung der Arbeitsweise des Anbaugerätes (5) in einer der Zugmaschine (3) zugeordneten, vorzugsweise als Jobrechner (23) ausgeführten Steuervorrichtung (12) oder einer dem Anbaugerät (5) zugeordneten, vorzugsweise als Jobrechner (24) ausgeführten Steuereinrichtung (13) hinterlegt ist.
  7. 7
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Zugmaschine (3) und das zumindest eine an diesem adaptierte Anbaugerät (5) ISO-basierte Steuereinrichtungen (26, 27) umfassen und das Fahrerassistenzsystem (6) die von den Steuereinrichtungen (26, 27) gebildeten Einstellautomaten (15, 16) als Supervisor (28) steuert, sodass sich eine Optimierung des gesamten Arbeitsprozesses einstellt.
  8. 8
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrerassistenzsystem (6) zur Optimierung der Arbeitsweise der Zugmaschine (3) und/oder des an ihr adaptierten Anbaugerätes (5) auswählbare Strategien (29) umfasst, wobei die auswählbaren Strategien (29) zugmaschinenspezifische Strategien, anbaugerätspezifische Strategien und/oder eine Kombination aus beiden sind.
  9. 9
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach Anspruch 8 dadurch gekennzeichnet, dass die auswählbaren Strategien (29) zumindest eine oder mehrere der Strategien "Effizienz" (39), "Leistung" (40), "Arbeitsqualität" (41), "Balance" (42), "Bodenschonung" (43), "Komfort" (44) und/oder "Benutzerdefiniert" (45) umfasst.
  10. 10
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach Anspruch 9 dadurch gekennzeichnet, dass die Optimierungsstrategie "Effizienz" (39) den Kraftstoffverbrauch und/oder die Betriebsstunden der Maschinenanordnung (1) und/oder die für sogenannte Vorgewendemanöver benötigten Zeit optimiert;die Optimierungsstrategie "Leistung" (40) auf die Steigerung der bearbeiteten Fläche und/oder verarbeiteten Masse landwirtschaftlicher Güter und/oder die Betriebsstunden der Maschinenanordnung (1) gerichtet ist;die Optimierungsstrategie "Arbeitsqualität" (41) die Optimierung von Einstellparametern (46) der Zugmaschine (3) und/oder des Anbaugerätes (5) bewirkt;die Optimierungsstrategie "Balance" (42) die Einstellung eines variablen Verhältnisses zwischen "Leistung" (40) und "Effizienz" (39) ermöglicht;die Optimierungsstrategie "Bodenschonung" (43) reduziert den von der Maschinenanordnung (1) verursachten Bodendruck und/oder die Bodenverdichtung und/oder optimiert den Reifenluftdruck, die Ballastierung und das Gewicht der Maschinenanordnung, die Art der Bereifungen, den Lenkmodus und/oder den Fahrwerkschlupf;die Optimierungsstrategie "Komfort" (44) bewirkt eine benutzerdefinierte Einstellung des Schwingverhaltens und/oder Beschleunigungsverhalten und/oder der Lautstärke der Maschinenanordnung (1);die Optimierungsstrategie "Benutzerdefiniert" (45) ermöglicht alle verfügbaren Strategien 29 mit variablen Anteilen miteinander zu verbinden.
  11. 11
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrerassistenzsystem (6) einen Modul "Einsatzzweck" (30) umfasst, indem vom Bediener (31) dialoggeführt ein Einsatzzweck (32) bestimmt wird und wobei das Modul "Einsatzzweck" (30) einen oder mehrere der Einsatzzwecke "Bodenbearbeitung" (33), "Zapfwellenarbeit" (34), "Transportarbeit" (35) und "Frontladearbeit" (36) umfassen kann.
  12. 12
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach Anspruch 11 dadurch gekennzeichnet, dass die vom Bediener im Modul "Einsatzzweck" (30) definierten Parameter (37) und die nach Abarbeitung einer Optimierungsstrategie (29) generierten Arbeitsparameter (46) als separate oder gemeinsamer Datensatz (38, 49) gespeichert werden und der oder die Datensätze (38, 49) wiederholt abrufbar und editierbar sind, wobei der oder die Datensätze (38, 49) insbesondere personifiziert speicherbar und wiederabrufbar sind.
  13. 13
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der oder die speicherbaren Datensätze (38, 49) spezifische Datensätze für "Arbeiten auf Feld" und "Straßenfahrt" umfassen und die spezifischen Datensätze (38, 49) für "Arbeiten auf Feld" und "Straßenfahrt" direkt abrufbar sind.
  14. 14
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der Dialog zwischen Fahrerassistenzsystem (6) und Bediener (31) natürlichsprachig erfolgt.
  15. 15
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der Dialog zwischen Fahrerassistenzsystem (6) und Bediener (31) zumindest die Schritte a) Aktivierung des Fahrerassistenzsystems (6) durch den Bediener (31) oder automatisch bei Identifikation einer kritischen Situation (51) b.) Aktivierung eines Moduls "Einsatzzweck" (30), wobei der Bediener (31) die Editierung des Einsatzzwecks (32) bewirkt c.) Aktivierung eines Moduls "Feld/Straße" (55), wobei der Bediener (31) den Einsatz "Feld" oder "Straße" vorgibt oder das Fahrerassistenzsystem (6) den Einsatz selbsttätig erkennt d.) Start des Moduls "Optimierung" (57), wobei der Bediener (31) zur Auswahl einer Optimierungsstrategie (29) aufgefordert wird e.) in Abhängigkeit von der ausgewählten Optimierungsstrategie (29) Aktivierung einer dialoggeführten Optimierung (62) von Arbeitsparametern (37, 46) der Zugmaschine (3) und/oder des an die Zugmaschine (3) adaptierten Anbaugerätes (5) umfasst.
  16. 16
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach Anspruch 15 dadurch gekennzeichnet, dass die editierbaren Arbeitsparameter (37, 46) der Zugmaschine (3) einer oder mehrere der folgenden Parameter sind:die Motordrückung;die Beschleunigung;die Wahl des geeigneten Fahrbereichs sofern der Antrieb der Zugmaschine (3) das Betreiben in Fahrbereichen zulässt;die Fahrgeschwindigkeit und die Vorgabe von Geschwindigkeitswerten für einen an sich bekannten Tempomat;die Aktivierung und Deaktivierung eines Allradantriebs;die Aktivierung und Deaktivierung eines an sich bekannten Differentials;die Reifenstatusbestimmung, einen Vorschlag für eine geeignete Bereifung umfassend;Definition geeigneter Ballastierungsgewichte (64) für Front- und/oder Heckanbau;die Kabinenfederung;die Vorderachsfederung;das Verhalten und die Art der Anbindung des Anbaugerätes an die Zugmaschine (3);Anpassung von Hydraulikeinstellungen, zu verwendende Ventile, erforderliche Ölmenge und Ölförderzeiten;ein optimierter Reifenluftdruck;die Zapfwellendrehzahl;die Art und Ausführung der Zapfwelle;der zu wählende Lenkungsmodus etwa der an sich bekannte Hundegang, Standardlenkung, Rückwärtsfahrt, Lenkung nach GPS - Daten und /oder Fahrprogrammen.
  17. 17
    Landwirtschaftliche Maschinenanordnung nach Anspruch 15 dadurch gekennzeichnet, dass das Anbaugerät (5) als Bodenbearbeitungsgerät (4, 65) ausgeführt ist und die editierbaren Arbeitsparameter (37, 46) des Anbaugerätes (5) einer oder mehrere der folgenden Parameter sind:Arbeitstiefe der Werkzeuge;Arbeitsbreite des Anbaugerätes (5);die Vorspannung von Traktionszylindern;die Anzahl und Art der verbauten Werkzeuge;die Arbeitsgeschwindigkeit des Anbaugerätes (5);die Einstellung der vorhandenen Werkzeuge;die Art der Anhängung des Anbaugerätes (5) an der Zugmaschine (3);Art und Status einer ans ich bekannten Steinsicherung;Art und Status einer Transporteinrichtung;Art und Status einer Stütz- und/oder Führungseinheit.
Independent claims17