EP1598291B1

Apparatus and method for automatically storing articles

Abstract

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EP1598291B1, drawing sheet 1
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Expired 10 May 2025, 1.4 years ago.

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28 claims: 3 independent, 25 dependent

  1. 1
    Verfahren zur Einlagerung von Waren (13), die als im wesentlichen quaderförmige Packungseinheiten ausgebildet sind, insbesondere von Arzneimittelpackungen, in eine automatisierte Lagervorrichtung mit einer Mehrzahl von im Abstand übereinander angeordneten Regalböden (2), auf denen die Waren (13) jeweils in der Fläche nebeneinander, insbesondere in virtuellen Kanälen (14), mittels mindestens eines Regalbediengeräts (3) ablegbar sind, wobei zumindest in einem Teil der Flächen der Regalböden (2), insbesondere innerhalb mehrerer Kanäle (14) jeweils mehrere Waren (13) - in Querrichtung zur Längserstreckung der Regalböden (2) gesehen - hintereinanderliegend angeordnet werden und die einzulagernden Waren (13) dem mindestens einen Regalbediengerät (3) in jeweils definierter Zwischenablageposition und mit ihren Kanten ausgerichtet in einem Zwischenspeicher (15), insbesondere in einem Zwischenspeicher (15) mit ebener Zwischenablagefläche vorgegebener Breite nebeneinander liegend, abgelegt zugeführt werden, so dass das mindestens eine Regalbediengerät (3) gezielt auf die neu einzulagernden Waren (13) zugreifen kann, und wobei die Waren (13) vor der Einlagerung identifiziert und direkt oder indirekt ihre Dimensionen ermittelt werden und Daten zur Identifizierung der von einer Steuerung gewählten Lagerstelle für die spätere automatisierte Auslagerung durch das Regalbediengerät (3) gespeichert werden, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der neu einzulagernden Waren (13) in der Weise in dem Zwischenspeicher (15) gruppenweise geordnet abgelegt wird, dass jeweils mit einem einzigen Zugriff gleichzeitig mehrere Waren (13) hintereinanderliegend von dem mindestens einen Regalbediengerät (3) aufnehmbar und mit einem einzigen Ablagevorgang auf einer freien Fläche eines Regalboden (2), insbesondere in jeweils einen der Kanäle (14) auf den Regalböden (2), einlagerbar sind.
  2. 2
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gruppenweise Ordnung der Waren (13) im Zwischenspeicher (15) entsprechend den gleichen vorgegebenen geometrischen Anordnungskriterien erfolgt, die bei der Einlagerung der Waren (13) in die Kanäle (14) berücksichtigt werden.
  3. 3
    Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Anordnungskriterium berücksichtigt wird, dass innerhalb eines Kanals (14) - von dem Regalbediengerät (3) aus gesehen - eine weiter hinten liegende Ware (13) stets gleich breit oder breiter sein muss als jede davor liegende Ware (13).
  4. 4
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Bildung einer Gruppe in dem Zwischenspeicher (15) berücksichtigt wird, das Waren (13), die erfahrungsgemäß mit größerer Häufigkeit im Falle eines Auslagerungsauftrags gemeinsam angefordert werden, bevorzugt jeweils in der Weise in dieselbe Gruppe gegeben werden, so dass bei der Auslagerung von dem jeweiligen Regalboden (2), insbesondere aus dem jeweiligen Kanal (14) diese Waren (13) durch einen einzigen Zugriff des mindestens einen Regalbediengeräts (3), auslagerbar sind.
  5. 5
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass besonders häufig auszulagernde Waren (13) bevorzugt jeweils in der vordersten Ablageposition eines Regalbodens (2) eingelagert werden.
  6. 6
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass Waren (13), die nicht mit der unmittelbar vorher oder unmittelbar nachher in dem Zwischenspeicher (15) abgelegten bzw. abzulegenden Ware (13), in einer Gruppe zusammenfassbar sind, jeweils auf einem Einzelplatz des Zwischenspeichers (15) abgelegt werden.
  7. 7
    Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass einzeln auf dem Zwischenspeicher (15) abgelegte Waren (13) bevorzugt in einen noch teilweise freien Kanal (14) eingelagert werden, in dem bereits eine Ware (13) gelagert ist, die erfahrungsgemäß besonders häufig zusammen mit der jeweiligen neu zulagernden Ware (13) in einem Auslagerungsauftrag angefordert wird.
  8. 8
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Regalbediengerät (3) die Waren (13) jeweils mittels eines Backengreifers aufnimmt.
  9. 9
    Verfahren nach Anspruch 1 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die einzulagernden Waren (13) in der Reihenfolge, wie sie aufgegeben werden, in der Weise in Gruppen auf der Zwischenablagefläche abgelegt werden, dass entsprechend den gegebenen Abmessungen der jeweiligen Waren (13) unter weitgehender Ausnutzung der Breite der Zwischenablagefläche möglichst mehrere Waren (13) in Richtung der Breite der Zwischenablage hintereinander liegend eine Gruppe bilden und die einzelnen Gruppen in Richtung der Länge der Zwischenablagefläche nebeneinander liegend angeordnet sind, wobei unmittelbar benachbarte Gruppen jeweils innerhalb von Umschließungsrechtecken liegen, die sich nicht überlappen, insbesondere voneinander beabstandet sind.
  10. 10
    Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Regalbediengerät (3) zumindest bei einem Teil der Einlagerungsvorgänge eine Gruppe, bei der ein näher zum Regalbediengerät (3) liegende Ware (13) genau so breit oder schmaler ist als jeweils alle vom Regalbediengerät (3) weiter entfernt liegenden Waren (13) dieser Gruppe, mit einem einzigen Zugriff des Backengreifers des Regalbediengeräts (3) aufnimmt und in einem einzigen Ablagevorgang auf einer freien Lagerstelle des Regals (1) einlagert.
  11. 11
    Verfahren nach einem der Ansprüche 9 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Regalbediengerät (3) zumindest bei einem Teil der Einlagerungsvorgänge bei einer Gruppe, in der eine näher zum Regalbediengerät (3) liegende Ware (13) breiter ist als die nächstweiter entfernt liegende Ware (13), diese Gruppe in mehreren Teilschritten einlagert, wobei zunächst die vor des nächstweiter entfernten Ware (13) liegenden Waren mit einem einzigen Zugriff des Backengreifers des Regalbediengeräts (3) aufgenommen und eingelagert werden und danach mit den auf der Zwischenablage noch verbliebenen Waren (13) dieser Gruppe entsprechend verfahren wird.
  12. 12
    Verfahren nach einem der Ansprüche 9 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenablagefläche auf mehrere unabhängig voneinander bewegbare Tablare (5) aufgeteilt ist und mehrere mit Waren (13) beladene Tablare (5) gleichzeitig zur Einlagerung dieser Waren (13) zur Verfügung stehen, wobei das Regalbediengerät (3) bei der Einlagerung wahlfrei auf die Gruppen mehrerer, insbesondere aller noch mit Waren (13) beladenen Tablare (5) zugreifen kann.
  13. 13
    Verfahren nach einem der Ansprüche 9 - 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung beim Zugreifen auf zwischengelagerte Waren (3) und bei deren Einlagerung auf den Regalböden (2) mindestens ein vorgegebenes Sortierkriterium berücksichtigt.
  14. 14
    Verfahren nach einem der Ansprüche 9 - 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenablagefläche auf mehrere unabhängig voneinander bewegbare Tablare (5) aufgeteilt ist und zumindest zeitweilig zwei Regalbediengeräte (3) zeitlich parallel die Einlagerung zwischengelagerter Waren (13) von einem oder mehreren Tablaren (5) vornehmen, währenddessen auf einem anderen Tablar (5) neu zugegangene Waren (13) zur Zwischenlagerung aufgelegt werden.
  15. 15
    Verfahren nach einem der Ansprüche 12 - 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ware (13), für die von der Steuerung noch keine geeignete Lagerstelle auf den Regalböden (2) ermittelt werden konnte, im Zwischenspeicher (15) auf einem Tablar (5) verbleibt, während andere Waren (13) ohne Unterbrechung des Aufgebens neu zugegangener Waren (13) auf einem anderen Tablar (5) zwischengelagert und anschließend eingelagert werden.
  16. 16
    Verfahren nach einem der Ansprüche 9 - 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung im Bedarfsfall eine angeforderte, aber lediglich zwischengelagerte Ware (13) ohne Vornahme einer regulären Einlagerung auf einem Regalboden (2) durch das Regalbediengerät (3) gezielt von dem jeweiligen Tablar (5) aufnehmen und auslagern lässt.
  17. 17
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Identifizierung einer Ware (13) während eines manuellen Aufgabevorgangs zu Beginn des Verfahrens erfolgt.
  18. 18
    Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführung einer neu aufgegebenen Ware (13) zur Zwischenlagerung im Zwischenspeicher (15) automatisiert erfolgt.
  19. 19
    Vorrichtung zur Durchführung des Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 18, mit - mindestens einem Regal (1) mit mehreren übereinander angeordneten Regalböden(2), - mindestens einem Regalbediengerät (3), das zum Ein- und Auslagern der Waren horizontal und vertikal entlang der Regalböden (2) bewegbar ist, - mindestens einem Zwischenspeicher (15) im Arbeitsbereich des mindestens einen Regalbediengeräts (3), in dem die neu einzulagernden Waren (13) zur Einlagerung bereitstellbar sind, - einer Übergabevorrichtung (4) zur Positionierung der einzulagernden Waren in dem Zwischenspeicher (15), - einer Identifizierungseinrichtung zur Identifizierung der neu einzulagernden Waren (13), - einer Vermessungseinrichtung zur Ermittlung der für die Einlagerung benötigten Längenabmessungen der Waren (13) und - einer Steuereinheit für das mindestens eine Regalbediengerät (3), das mit einem Datenspeicher für mindestens folgende Daten versehen ist:- vertikale Position der Regalböden (2), - Positionsdaten in Längsrichtung des jeweiligen Regalbodens (2) für den jeweiligen Kanal (14), in dem eine Ware (13) abgelegt ist, - erfasste Längenabmessungen der Waren (13), - Position der Ware (13) innerhalb des jeweiligen Kanals (14) quer zur Längsrichtung der Regalböden (2), dadurch gekennzeichnet, dass die Übergabevorrichtung (4) steuerungstechnisch mit der Steuereinheit verbunden ist und von der Steuereinheit in der Weise führbar ist, dass zumindest einzelne der neu einzulagernden Waren (13) gruppenweise angeordnet in dem Zwischenspeicher (15) so ablegbar sind, dass mit einem einzigen Zugriff des mindestens einen Regalbediengeräts (3) gleichzeitig mehrere Waren (13) hintereinanderliegend von dem Regalbediengerät (3) aufnehmbar und mit einem einzigen Ablagevorgang auf einem freien Lagerplatz eines Regalbodens (3), insbesondere in jeweils einen der Kanäle (14) auf den Regalböden (2), einlagerbar sind.
  20. 20
    Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenspeicher (15) als Förderband, insbesondere als zwischen zwei Regalböden (2) verlaufendes Förderband, ausgebildet ist.
  21. 21
    Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenspeicher (15) in Form mindestens eines, insbesondere mehrerer in Längsrichtung der Regalböden (2), insbesondere zwischen zwei Regalböden (2), hin- und herbewegbarer Übergabetische oder Tablare (5) ausgebildet ist.
  22. 22
    Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 - 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergabevorrichtung (4) als Schieber ausgebildet ist.
  23. 23
    Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 - 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergabevorrichtung (4) als Umsetzer (12) insbesondere als einachsiger Roboter mit einem Backengreifer ausgebildet ist.
  24. 24
    Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 - 23, dadurch gekennzeichnet, dass ein Förderer (8), insbesondere ein Förderband vorgesehen ist, mit dem die neu einzulagernden Waren (13) von einer außerhalb des mindestens einen Regals (2) liegenden Aufgabestation (9) in den Zugriffsbereich der Übergabevorrichtung (4) förderbar sind.
  25. 25
    Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 - 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergabevorrichtung (4) die neu einzulagernden Waren (13) in den Arbeitsbereich des mindestens einen Regalbediengeräts (3) bringt.
  26. 26
    Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderband des Zwischenspeichers (15) die neu einzulagernden Waren von einer Aufgabestation (9) außerhalb des mindestens einen Regals (2) in den Arbeitsbereich des mindestens einen Regalbediengeräts (3) fördert.
  27. 27
    Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 - 26, dadurch gekennzeichnet, dass zwei sich im parallelen Abstand gegenüberliegende Regale (1, 1') vorgesehen sind.
  28. 28
    Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass in der zwischen den Regalen (1, 1') gebildeten Lagergasse zwei unabhängig voneinander betreibbare Regalbediengeräte (3a, 3b) vorgesehen sind.
Independent claims28