EP0321442A2

Biologically absorbable implant material, and method for its preparation.

Abstract

Es wird ein biologisches resorbierbares Implantationsmaterial und ein Verfahren zur Herstellung desselben beschrieben, welches zur Füllung bzw. Schließung von Weichgewebehöhlen und zum Ersatz von Weichteilgeweben bestimmt ist. Das Implantationsmaterial besteht aus Knochengewebe menschlicher bzw. tierischer Herkunft, ist entkalkt und der ursprüngliche Proteingehalt der Knochenhartsubstanz ist belassen; durch Vernetzung dieser nativen Proteine mit einem Proteinvernetzungsmittel wird eine hohe Elastizität, eine gute Beständigkeit und ein ausgeprägter "Memory-­Effekt" erzielt. Das Verfahren zu seiner Herstellung umfaßt die Entfettung, Entkalkung und Vernetzung der ursprünglich vorhandenen Proteine, worauf das Material getrocknet und sterilisiert wird.

EP0321442A2, drawing sheet 1
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11 claims: 6 independent, 5 dependent

  1. 1
    Biologisches resorbierbares Implantationsmaterial zur Füllung bzw. Schließung von Weichgewebehöhlen und zum Ersatz von Weichteilgeweben, dadurch gekennzeichnet, daß es - aus zu Formkörpern geformtem Knochengewebe menschlicher bzw. tierischer Herkunft besteht, welches - entkalkt ist, - dessen native Proteine mit einem Proteinvernetzungsmittel vernetzt sind, um eine osteoinduktive Wirkung zu vermeiden, - wobei die Formkörper eine hohe Elastizität bei niedriger Hysterese zwischen belastetem und unbelastetem Zustand aufweisen.
  2. 2
    Implantationsmaterial nach Anspruch 1 zum Ersatz von röhrenförmigen Weichteilen, wie Trachea-Stücken, dadurch gekennzeichnet, daß es aus Corticalis-Knochenteilen hergestellt ist.
  3. 3
    Implantationsmaterial nach Anspruch 1 zur Füllung bzw. Schließung von Gewebehöhlen, dadurch gekennzeichnet, daß es aus Spongiosa-Knochenteilen hergestellt ist und schwammartige Konsistenz aufweist, wobei das Porenvolumen des Materials 55 - 95 % beträgt.
  4. 4
    Implantationsmaterial nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es mit pharmazeutisch wirksamen Stoffen imprägniert ist.
  5. 5
    Implantationsmaterial nach den Ansprüchen 1 bzw. 4, dadurch gekennzeichnet, daß es in trockenem Zustand komprimierbar ist, jedoch in Gegenwart von Feuchtigkeit die ursprüngliche Form wieder einnimmt, d. h. einen ausgeprägten "Memory-Effekt¨ besitzt.
  6. 6
    Implantationsmaterial nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Restkalziumgehalt max. 80 mMol/g Feuchtgewicht beträgt.
  7. 7
    Implantationsmaterial nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß es einen Gewebeklebstoff auf Fibrinogen- oder Kollagenbasis enthält.
  8. 8
    Verfahren zur Herstellung eines Implantationsmaterials nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß natives, proteinhältiges Knochenmaterial mit einem Entkalkungsmittel entkalkt, vom Entkalkungsmittel freigewaschen, sodann mit einem Proteinvernetzungsmittel behandelt, zur Entfernung des Proteinvernetzungsmittels wiederholt gewaschen, gegebenenfalls mit pharmazeutischen Lösungen, wie Lösungen von Gewebeklebstoffen auf Fibrinogen- oder Kollagenbasis zusammengebracht, schließlich getrocknet und sterilisiert wird.
  9. 9
    Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Vernetzungsmittel Aldehyde, insbesondere Glutar-­Aldehyd, Polyepoxidverbindungen, Isodicyanatderivate oder Carbodiimide verwendet werden.
  10. 10
    Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Knochenmaterial vor oder nach der Entkalkung mit einem organischen Lösungsmittel, wie Chloroform-Methanol entfettet wird.
  11. 11
    Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Knochenmaterial vor oder nach der Proteinvernetzung mit Mitteln, wie Detergentien oder Enzymen, behandelt wird, um einen Gehalt an unerwünschten Antigenen zu verringern.
Independent claims11