WO9513249A1

Process for producing functional vitreous layers

Abstract

To produce functional vitreous, preferably colored or colloid-dyed layers, a composition produced by hydrolysis and polycondensation of (A) at least one hydrolyzable silane of general formule (I): SiX4, where the X radicals are the same or different and represent hydrolyzable groups or hydroxyl groups, or an oligomer derived therefrom, and (B) at least one organosilane of general formula (II): R<1>aR<2>bSiX(4-a-b), wherein R<1> is a non-hydrolyzable radical, R<2> is a radical carrying a functional group, X is as above and a and b have the values, 0, 1, 2 or 3, the sum of a + b having the value 1, 2 or 3 or an oligomer derived therefrom, with an (A):(B) substance ratio of 5-50:50-95, and optionally (C) one or more compounds of glass-forming elements, is mixed with at least one function carrier from the group of temperature-stable dyes or pigments, metallic or nonmetallic oxides, coloring metallic ions, metallic or metallic-compound colloids and metallic ions that react under reduction conditions to form metallic colloids; the composition mixed with the function carrier is applied to a substrate, and the coating is thermally condensed to form a vitreous layer.

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10 claims: 3 independent, 7 dependent

  1. 1
    95/13249 16 P A T E N T A N S P R Ü C H E 1. Verfahren zur Herstellung von funktionellen glasartigen Schichten auf Substraten, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Zusammensetzung, die erhältlich ist durch Hydrolyse und Polykondensation von (A) mindestens einem hydrolysierbaren Silan der allgemeinen Formel (I) SiX, in der die Reste X gleich oder verschieden sind und hydrolysierbare Gruppen oder Hydroxylgruppen bedeuten, oder einem davon abgeleiteten Oligomer, und (B) mindestens einem Organosilan der allgemeinen Formel (II) Rl a R2 b SiX (4-a-b) (II) in der R eine nicht hydrolysierbare Gruppe ist, 2 R einen eine funktionelle Gruppe tragenden Rest bedeutet, X die vorstehende Bedeutung hat und a und b den Wert 0, 1, 2 oder 3 haben, wobei die Summe (a+b) den Wert 1, 2 oder 3 hat, oder einem davon abgeleiteten Oligomer in einem Stoffmengenverhältnis (A) :(B) von 5-50 : 50-95, sowie (C) gegebenenfalls einer oder mehreren Verbindungen von glasbildenden Elementen, mit mindestens einem Funktionstrager aus der Gruppe der temperaturbeständigen Farbstoffe oder Pigmente, Metall- oder Nichtmetalloxide, färbenden Metallionen, Metall- oder Metallverbindungs-Kolloide und Metallionen, die unter Reduktionsbedingungen zu Metall-Kolloiden reagieren, vermischt, die mit dem Funktionsträger vermischte Zusammensetzung auf ein Substrat aufbringt und den Überzug thermisch zu einer glasartigen Schicht verdichtet .
  2. 2
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als hydrolysierbare Silane (A) Tetraalkoxysilane verwendet .
  3. 3
    Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Organosilane (B) Epoxysilane oder Aminosilane verwendet.
  4. 4
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , daß man die Hydrolyse und Polykondensation unter den Bedingungen des Sol-Gel-Prozesses durchführt.
  5. 5
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, daß man die Hydrolyse und Polykondensation in Gegenwart eines Komplexbildners durchführt .
  6. 6
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man als Funktionsträger einen temperaturbeständigen Farbstoff aus der Gruppe der Azofarbstoffe, Dispersionsfarbstoffe, Perylen- farbstoffe, Triphenylmethanfarbstoffe, Küpen¬ farbstoffe und Fluoreszenzfarbstoffe;oder ein Pigment aus der Gruppe der Phthalocyanin- oder Rußpigmente verwendet.
  7. 7
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, daß man als Funktionsträger färbende Metallionen in der Form von wasserlöslichen Metallsalzen verwendet. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, daß man als Funktionsträger Nanopartikel mit einem Teilchendurchmesser von 1 bis 100 nm verwendet.
  8. 8
    9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man als Funktionsträger Metall- oder Nichtmetalloxide, Metall- oder Metallverbindungskolloide von Metallen, Metallhalogeniden, Metallcarbiden, Metallnitriden, Metallarseniden, Metallphosphiden oder Metallchalkogeniden verwendet.
  9. 9
    10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, daß das Substrat aus Metall, Glas oder Keramik besteht.
  10. 10
    11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, daß man den Überzug, gegebenenfalls nach vorherigem Trocknen, bei Temperaturen über 250°C, vorzugsweise über 400°C thermisch verdichtet .