WO2017190835A1

Inhalation device, inhalation set and use

Abstract

The present invention provides a powder inhalation device (1) for use with powder-containing capsules (K), comprising a substantially hollow cylindrical dispersion chamber (2) with at least one air inlet (3a, 3b) and at least one air outlet (4) on the outer surface, the air outlet (4) leading into a mouth or nose piece (5) which is connected to the cylindrical dispersion chamber (2). The powder inhalation device (1) has a capsule receptacle and a structure for opening one of the capsules (K) received by the capsule receptacle. The hollow cylindrical dispersion chamber (2) is formed by an outer surface section (21) which can be opened and locked reversibly, and a base component (22), wherein the capsule receptacle is formed by at least one support (6) in the base component (22). The structure for opening one of the capsules (K) received by the capsule receptacle is a forked structure (7), which extends outwards from the outer surface section (21) and is dimensioned and positioned such that the teeth of a forked head (71) of the forked structure (7) can engage with one of the capsules (K) laid on the support (6) when the outer surface section (21) is transferred from an open to a closed position with the base component (22). Use of the powder inhalation device for opening a capsule (K) and a powder inhalation set are also disclosed.

WO2017190835A1, drawing sheet 1
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12 claims: 7 independent, 5 dependent

  1. 1
    PATENTANSPRÜCHEPulverinhalationsvorrichtung (1 ) zur Verwendung mit pulverhaltigen Kapseln (K), mit einer einzigen im Wesentlichen hohlzylindrischen Dispersionskammer (
  2. 2
    2), die an der Mantelfläche zumindest einen Lufteinlass (3a, 3b) und zumindest einen Luftaus- lass (4) aufweist, der in ein Mund- oder Nasenstück (5) mündet, das sich an die zylindrische Dispersionskammer (2) anschließt,wobei die Pulverinhalationsvorrichtung (1)eine Kapselaufnahme undeine Struktur zum Öffnen einer von der Kapselaufnahme aufgenommenen Kapsel (K) aufweist,dadurch gekennzeichnet, dass - die hohlzylindrische Dispersionskammer (2) durch einen reversibel offen- und verschließbaren Mantelflächenabschnitt (21 ) und ein Basisteil (22) gebildet wird, und- die Kapselaufnahme in dem Basisteil (22) vorliegt und durch zumindest ein Auflager (6,6') gebildet wird, und - die Struktur zum Öffnen der von der Kapselaufnahme aufgenommenen Kapsel (K) eine Gabelstruktur (7) mit Gabelkopf (71 ) und Zinken ist, die sich von dem Mantelflächenabschnitt (21 ) weg erstreckt und derart dimensioniert und positioniert ist, dass die Zinken des Gabelkopfs (71 ) bei Überführung des Mantelflächenabschnitts (21) von einer geöffneten Position in eine das Basisteil verschließende Position (22) mit einer auf dem Auflager (6,6') aufliegenden Kapsel (K) derart in Eingriff bringbar sind, dass die auf dem Auflager (6,6') aufliegende Kapsel (K) durch den Gabelkopf (71) in ihre zwei Hälften aufgedrückt wird. Pulverinhalationsvorrichtung (1) nach Anspruch 1 ,dadurch gekennzeichnet, dassdie Kapselaufnahme in dem Basisteil (22) durch zumindest zwei voneinander beab- standete Auflager (6,6') gebildet wird, wobei die Gabelstruktur (7) derart dimensioniert und positioniert ist, dass der Gabelkopf (71) der Gabelstruktur (7) bei der Überführung des Mantelflächenabschnitts (21) von der geöffneten Position in die das Basisteil (22) verschließende Position zwischen den zwei voneinander beab- standeten Auflagern (6,6') durchtritt.
  3. 3
    Pulverinhalationsvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantelflächenabschnitt (21) selbst und/oder die Mantelwand (29b) des Basisteils (22) benachbart zu dem Mantelflächenabschnitt (21) jeweils zumindest einen Lufteinlass (3a, 3b) aufweisen/aufweist, - der sich bevorzugt schlitzartig über die im Wesentlichen gesamte Breite der Mantelfläche erstreckt, und/oder - dessen Querschnitt sich von außen nach innen verjüngt, wobei die engste Querschnittsstelle durch eine in die Dispersionskammer (2) ragende Lufteintrittskante (32) definiert wird, und/oder - in einem Eintrittswinkel (α,β) im Bereich von 45° bis 85° in Bezug auf den Radius der hohlzylindrischen Dispersionskammer (2) in die Dispersionskammer (2) mündet, wobei eine Neigungsrichtung des Eintrittswinkels (ct,ß) des zumindest einen Lufteinlasses (3a, 3b) gegenüber dem Radius so gewählt ist, dass zumindest eine Richtungsumkehr eines in der Dispersionskammer (2) erzeugten Luftstroms (Lw) vorliegt, und/oder dass Luftführungsrillen (31) in einer äußeren Oberfläche des Mantelflächenabschnitts (21) und/oder der Mantelwand (29b) des Basisteils (22) senkrecht zu den schlitzartigen Lufteinlässen (3a, 3b) vorliegen, wobei die Luftführungsrillen (31) an benachbarten Lufteinlässen (3a, 3b) über die Breite der Mantelfläche versetzt angeordnet sind oder wobei zumindest eine Luftführungsrille (31) an den Lufteinlässen (3a) des Basisteils (22) oder den Lufteinlässen (3b) des Mantelflächenabschnitts (21 ) und zumindest zwei versetzt dazu angeordnete Luftführungsrillen (31) an den jeweils anderen Lufteinlässen (3a, 3b) vorliegen.
  4. 4
    Pulverinhalationsvorrichtung (1) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Basisteil (22) das Mund- oder Nasenstück (5) aufweist, wobei die Dispersionskammer (2) im Basisteil (22) zum Mund- oder Nasenstück (5) hin durch eine Auflagerwand (43) begrenzt wird, in der der zumindest eine Luftauslass (4) vorliegt, der fluidisch mit einem Auslasskanal (41) im Mund- oder Nasenstück (5) in Verbindung steht, der bevorzugt Querschnittsänderungen mit zumindest einer Engstelle (41a) und zumindest einer Aufweitung (41 b) aufweist, und/oder in dem bevorzugt zumin- dest eine Desagglomerationsstruktur (42) angeordnet ist.
  5. 5
    Pulverinhalationsvorrichtung (1) nach zumindest einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest zwei voneinander beabstandeten Auflager (6,6') durch miteinander fluchtende U-Profilabschnitte (61) gebildet werden, deren Öffnung zum Mantelflächenabschnitt (21) weist und zur Aufnahme der Enden einer Kapsel (K) dimensioniert ist, und/oder jedes der zumindest zwei voneinander beabstandeten Auflagern (6,6') zumindest eine Auflagerkante (62) aufweist, und/oder den zumindest zwei voneinander beabstandeten Auflagern (6,6') zur Zentrierung einer eingelegten Kapsel (K) jeweils an einer Seitenwand (29a) der Dispersionskammer (2) Abstandshalter (63) zugeordnet sind, die mit einer Symmetrielängsachse einer eingelegten Kapsel (K) fluchten.
  6. 6
    Pulverinhalationsvorrichtung (1 ) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Gabelhals (73) eine Biegung entsprechend einer Krümmung der Auflagerwand (43) aufweist, und der Gabelkopf (71) aus zwei Zinkenpaaren, einem der Auflagerwand (43) nahen Zinkenpaar (72a, 72a') und einem wandfernen Zinkenpaar (72b, 72b'), gebildet wird, wobei ein Formverlauf (R1 ,R1 ') und ein Abstand zwischen dem wandnahen Zinkenpaar (72a, 72a') und dem wandfernen Zinkenpaar (72b, 72b') sowie ein Formverlauf (R2) und ein Abstand der beiden Zinken (72) jedes Paars (72a, 72b, 72a', 72b') entsprechend den Abmessungen und Materialien einer einzulegenden Kapsel (K) vorbestimmbar festgelegt ist.
  7. 7
    Pulverinhalationsvorrichtung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gabelstruktur (7) von einer Mittenlängsebene (M) der Pulverinhalationsvorrichtung (1) versetzt ist, wobei eine erste Gabel aus einer wandnahen und einer wandfernen Zinke (72a', 72b') näher zu einer der Seitenwände (29a) und eine zweite Gabel aus einer wandnahen und einer wandfernen Zinke (72a, 72b) beabstandeter zu der anderen Seitenwand (29a) angeordnet ist, und/oder der Formverlauf (R1 '), der zwischen der wandnahen und der wandfernen Zinke (72a',72b') einer der Gabeln definiert ist, um einen Vorlaufabschnitt (v) länger ist als der Formverlauf (R1), der zwischen den Zinken (72a, 72b) der anderen Gabel definiert ist, und/oder das Auflager (6'), das benachbart zu der Gabel mit dem Vorlaufabschnitt (v) ist, um einen Absatz (v) gegenüber dem Auflager (6), das benachbart zu der anderen Gabel ist, erhöht ist, wobei bevorzugt der Absatz (v) in seiner Höhe der des Vorlaufabschnitts (v) entspricht.
  8. 8
    Pulverinhalationsvorrichtung (1 ) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantelflächenabschnitt (21 ) gelenkig mit dem Basisteil (22) verbunden ist, wobei der Mantelflächenabschnitt (21) bevorzugt ein Abschnitt eines Deckelteils (20) mit einem Hebelabschnitt (23) ist, der sich an den Mantelflächenabschnitt (21) distal zu der gelenkigen Verbindung mit dem Basisteil (22) anschließt und der in der geschlossenen Anordnung auf dem Mund- oder Nasenstück (5) anliegt, wobei das Deckelteil (20) bevorzugt Führungselemente (25) und/oder Rastmittel (26) aufweist, wobei die Führungselemente (25) ausgebildet sind, bei der Überführung des Deckelteils (20) mit dem Mantelflächenabschnitt (21 ) von der geöffneten Position in die geschlossene Anordnung mit dem Basisteil (22) die Anlage des Deckelteils (20) am Basisteil (22) zu führen, wobei die Rastmittel (26) des Deckelteils (20) mit korrespondierenden Gegenrastmitteln (27), die am Basisteil (22) bereitgestellt sind, bei Anlegen des Deckelteils (20) am Basisteil (22) in der das Basisteil (22) verschließenden Position in Eingriff treten.
  9. 9
    Pulverinhalationsvorrichtung (1 ) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Pulverinhalationsvorrichtung (1 ) im Wesentlichen eine Trillerpfeifenform aufweist und dreiteilig im Spritzguss aus Kunststoff herstellbar ist, wobei ein erstes Teil den offenbaren Mantelflächenabschnitt (21) aufweist und das Basisteil (22) durch Trennung entlang einer Längsebene zweiteilig ist, wobei die beiden Hälften (22a, 22b) des Basisteils (22) lösbar oder unlösbar miteinander verbunden sind.
  10. 10
    Pulverinhalationsvorrichtung (1) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zinken des Gabelkopfs (71) der Gabelstruktur (7) zum Öffnen der von der Kapselaufnahme aufgenommenen Kapsel (K) als Schneidklingen (75) ausgebildet sind oder eine Schneidklinge (80) aufweisen.
  11. 11
    Verwendung einer Pulverinhalationsvorrichtung (1 ) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 9 zum zerstörungsfreien Öffnen oder nach Anspruch 10 zum definierten nicht zerstörungsfreien Öffnen einer Kapsel (K) mit einer inhalierbaren Substanz und zur Bereitstellung der Substanz zur Inhalation.
  12. 12
    Inhalationsset, umfassend eine Pulverinhalationsvorrichtung (1) und zumindest eine Kapsel (K) mit einer inhalierbaren Substanz, dadurch gekennzeichnet, dass die Pulverinhalationsvorrichtung eine Pulverinhalationsvorrichtung (1) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 10 ist.
Independent claims12