WO2014040717A1

Wallet-to-wallet transmission of an electronic amount of money (coin)

Abstract

The invention provides a method for transmitting an electronic amount of money (G), wherein the amount of money (G) is transmitted from a first electronic wallet (A) to a second electronic wallet (B), wherein the amount of money (G) is deducted from the first electronic wallet (A) and is credited to the second electronic wallet (B). The amount of money is locked before transmission and is deducted from the first wallet after transmission. A release token is generated in response to the deduction, which release token is sent to the second wallet and is used to unlock the amount of money there.

WO2014040717A1, drawing sheet 1
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13 claims: 2 independent, 11 dependent

  1. 1
    P a t e n t a n s p r ü c h e 1. Verfahren zur Übertragung eines elektronischen Geldbetrags (G), wobei der Geldbetrag (G) von einer ersten elektronischen Geldbörse (A) an eine zweite elektronische Geldbörse (B) übertragen wird, wobei der Geldbetrag (G) bei der ersten elektronischen Geldbörse (A) abgebucht wird, indem er gelöscht wird, und bei der zweiten elektronischen Geldbörse (B) auf gebucht wird, dadurch gekennzeichnet, dass a) der Geldbetrag (G) vor dem Übertragen an die zweite elektronische Geldbörse (B) gesperrt wird, so dass der Geldbetrag (G) durch die zweite Geldbörse (B) nicht zu einer Zahlung verwendet werden kann;b) der gesperrte Geldbetrag (G) von der ersten elektronischen Geldbörse (A) an die zweite elektronische Geldbörse (B) übertragen wird;c) der gesperrte Geldbetrag (G) in der zweiten elektronischen Geldbörse (B) gespeichert wird;d) eine Empfangsbestätigung (EB) von der zweiten elektronischen Geldbörse (B) an die erste elektronische Geldbörse (A) übertragen wird;e) die Empfangsbestätigung (EB) bei der ersten elektronischen Geldbörse (A) empfangen wird;f) in Reaktion auf den Empfang der Empfangsbestätigung (EB) der Geldbetrag (G) bei der ersten elektronischen Geldbörse (A) gelöscht wird;g) in Reaktion auf das Löschen des Geldbetrags (G) ein Freigabetoken (FT) bei der ersten elektronischen Geldbörse (A) zur Übertragung an die zweite elektronische Geldbörse (B) freigegeben wird;h) das Freigabetoken (FT) von der ersten elektronischen Geldbörse (A) an die zweite elektronische Geldbörse (B) übertragen wird;i) das Freigabetoken (FT) bei der zweiten elektronischen Geldbörse (B) empfangen wird;und j) bei der zweiten elektronischen Geldbörse (B) mit dem Freigabetoken (FT) der gesperrte Geldbetrag (G) entsperrt wird, so dass der Geldbetrag (G) durch die zweite Geldbörse (B) zu einer Zahlung verwendet werden kann.
  2. 2
    Verfahren nach Anspruch 1, wobei, falls die Empfangsbestätigung (EB) nicht oder nicht nach Ablauf eines vorbestimmten Zeitintervalls gemäß Schritt e) bei der ersten elektronischen Geldbörse (A) empfangen wird, bei der ersten Geldbörse (A) der Schritt b) des Sendens des gesperrten Geldbetrags (G) wiederholt wird.
  3. 3
    Verfahren nach Anspruch 2, wobei, nachdem das Senden nach Schritt b) einmal oder mehrmals wiederholt worden ist, nur zu dem zuletzt gesendeten Geldbetrag (G) ein Freigabetoken (FT) gemäß Schritt g) erzeugbar ist.
  4. 4
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei, falls das Freigabetoken (FT) nicht oder nicht nach Ablauf eines vorbestimmten Zeitintervalls gemäß Schritt i) bei der zweiten elektronischen Geldbörse (B) empfangen wird, bei der zweiten elektronischen Geldbörse (B) veranlasst wird, dass bei der ersten Geldbörse (A) der Schritt h) des Übertragens des Freigabetokens (FT) wiederholt wird.
  5. 5
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei - in der ersten Geldbörse (A) eine gesicherte Laufzeitumgebung unter Verwaltung eines ersten sicheren Betriebssystems eingerichtet ist, - in der zweiten Geldbörse (B) eine gesicherte Laufzeitumgebung unter Verwaltung eines zweiten sicheren Betriebssystems eingerichtet ist, und - zwischen der gesicherten Laufzeitumgebung der ersten Geldbörse (A) und der gesicherten Laufzeitumgebung der zweiten Geldbörse (B) ein krypto- graphisch gesicherter Übertragungskanal eingerichtet ist, wobei durch die gesicherte Laufzeitumgebung der ersten Geldbörse (A), die gesicherte Laufzeitumgebung der zweiten Geldbörse (B) und den krypto- graphisch gesicherten Übertragungskanal ein gesichertes Übertragungssystem gebildet ist;wobei weiter die Vorgänge des Sperrens des Geldbetrags (G) in Schritt a), des Freigebens des Freigabetokens (FT) in Schritt g) und des Entsperrens in Schritt j) innerhalb des gesicherten Übertragungssystems durchgeführt werden, insbesondere ohne Einwirkungsmöglichkeit eines Nutzers der ersten Geldbörse und ohne Einwirkungsmöglichkeit eines Nutzers der zweiten Geldbörse.
  6. 6
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Geldbetrag (G) individualisiert wird, indem der Geldbetrag (G) mit einem eindeutigen Iden- tifikator (ID), insbesondere einer Zufallszahl (RND), markiert wird, der für jeden Vorgang des Übertragens eines Geldbetrags (G) gemäß Schritt b) neu erzeugt wird.
  7. 7
    Verfahren nach Anspruch 2 in Verbindung mit Anspruch 6, wobei für jedes Wiederholen des Sendens nach Schritt b) der Geldbetrag (G) neu indivi- dualisiert wird und noch vorhandene zuvor individualisierte Geldbeträge (G) gelöscht werden, ohne dass ein Freigabetoken (FT) zur Übertragung an die zweite Geldbörse (B) freigegeben wird.
  8. 8
    Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, wobei der Geldbetrag (G) und das Freigabetoken (FT) derart aufeinander abgestimmt individualisiert werden, dass mit dem entsprechend individualisierten Freigabetoken (FT) nur der gemäß Schritt a) gesperrte individualisierte Geldbetrag (G) entsperrt werden kann.
  9. 9
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei in Schritt a) der Geldbetrag (G) durch operative Verarbeitung, insbesondere ver-XOR-ung, mit dem Identifikator (ID) gesperrt und gleichzeitig individualisiert wird zu einem gesperrten, individualisierten Geldbetrag (GxID);in Schritt b) der gesperrte, individualisierte Geldbetrag (GxID) gesendet wird;in Schritt d) als Empfangsbestätigung der gesperrte, individualisierte Geldbetrag (GxID) gesendet wird;in Schritt f) zusätzlich der individualisierte Geldbetrag (GxID) gelöscht wird;in Schritt g) der Identifikator (ID) als Freigabetoken (FT) freigegeben wird;und in Schritt j) der gesperrte, individualisierte Geldbetrag (GxID) durch operative Verarbeitung, insbesondere erneute ver-XOR-ung, mit dem Identifikator (ID) entsperrt wird.
  10. 10
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei anlässlich des Sperrens eines Geldbetrags (G) gemäß Schritt a) oder anlässlich des Übertragens eines Geldbetrags (G) gemäß Schritt b) überprüft wird, ob in der ersten Geldbörse (A) ein oder mehrere Freigabetoken (FT) gespei- chert sind, und in der ersten Geldbörse (A) gespeicherte Freigabetoken (FT) gelöscht werden.
  11. 11
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei in der ersten Geldbörse (A) ein symmetrisches oder asymmetrisches Schlüsselpaar mit einem Verschlüsselungsschlüssel (K;PuK;PrK) und einem Entschlüsselungsschlüssel (K;PrK;PuK) erzeugt wird, wobei - in Schritt a) der Geldbetrag (G) mittels des Verschlüsselungsschlüssels (K;PuK;PrK) gesperrt wird, insbesondere durch Verschlüsselung des Geldbetrags (G) mit dem Verschlüsselungsschlüssel (K;PuK;PrK);- in Schritt g) in Reaktion auf das Abbuchen des Geldbetrags (G) der Entschlüsselungsschlüssel als Freigabetoken (FT) bei der ersten elektronischen Geldbörse (A) zur Übertragung an die zweite elektronische Geldbörse (B) freigegeben wird;und - in Schritt h) bei der zweiten elektronischen Geldbörse (B) mit dem Entschlüsselungsschlüssel der gesperrte Geldbetrag (G) entsperrt, insbesondere entschlüsselt, wird.
  12. 12
    Verfahren nach Anspruch 11, wobei das Schlüsselpaar in einem gesicher- ten Übertragungssystem nach Anspruch 5 bereitgehalten wird, insbesondere ohne Zugriffsmöglichkeit eines Nutzers der ersten Geldbörse und ohne Zugriffsmöglichkeit eines Nutzers der zweiten Geldbörse auf das Schlüsselpaar.
  13. 13
    Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, wobei für jeden Vorgang des Sper- rens eines Geldbetrags gemäß Schritt a) ein neues Schlüsselpaar erzeugt wird, so dass das gemäß Schritt g) erzeugte Freigabetoken (FT) nur höchstens für das Entsperren des zugehörigen, zuvor gemäß Schritt b) übertragenen Geldbetrags (G) verwendbar ist.