WO2012000806A1

Method for controlling a hybrid vehicle

Abstract

The invention relates to a method for controlling a hybrid vehicle (1), in which at least two assemblies (2, 3) provide torque for a hybrid vehicle drive, wherein the current driving state and the current operating configuration (K) of the components of the drive train are detected. An evaluation variable (R) is respectively calculated at least for all the operating modes (M1, M2, M3, M4) of the hybrid vehicle (1) which are relevant in the current driving state, wherein two operating modes (MA, MB) of the hybrid vehicle (1) which are relevant in the current driving state are selected. The first operating mode (MA) has the highest value of all the evaluation variables R, and the second operating mode (MB) has the highest value of all the evaluation variables R of those operating modes (M1, M2) whose necessary operating configuration (K1) corresponds to the current operating configuration (K). On the basis of the selection, requirements (AK) for a new operating configuration (K) for implementing the selected first operating mode (MA), and requirements (AD) of dynamic variables, preferably torque requirements for the respectively selected, second operating mode (MB), are determined, preferably by means of calculation rules for dynamic variables.

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13 claims: 1 independent, 12 dependent

  1. 1
    P A T E N T A N S P R Ü C H E 1. Verfahren zur Steuerung eines Hybridfahrzeuges (1), bei dem zumindest zwei Aggregate (2, 3) Drehmoment für einen Hybridfahrzeugantrieb bereitstellen, wobei der aktuelle Fahrzustand und die aktuelle Betriebskonfiguration (K) der Komponenten des Antriebsstranges erfasst wird, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest für alle im aktuellen Fahrzustand relevanten Betriebsmodi (Ml, M2, M3, M4) des Hybridfahrzeuges (1) jeweils eine Bewertungsgröße R berechnet wird, und dass zwei im aktuellen Fahrzustand relevante Betriebsmodi (M A , M B ) des Hybridfahrzeuges (1) ausgewählt werden, wobei der erste Betriebsmodus (M A ) den höchsten Wert aller Bewertungsgrößen R und der zweite Betriebsmodus (M B ) den höchsten Wert aller Bewertungsgrößen R derjenigen Betriebsmodi (M l, M2) hat, deren erforderliche Betriebskonfiguration (Kl) mit der aktuellen Betriebskonfiguration (K) übereinstimmt, und dass basierend auf der Auswahl Anforderungen (A K ) für eine neue Betriebskonfiguration (K) zur Realisierung des ausgewählten ersten Betriebsmodus (M A ), und Anforderungen (A D ) an dynamischen Größen, vorzugsweise Drehmomentanforderungen für den jeweils ausgewählten zweiten Betriebsmodus (M B ), vorzugsweise mittels Berechnungsvorschriften für dynamische Größen, ermittelt werden.
  2. 2
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Berechnung der Bewertungsgrößen R zumindest ein aktueller Wert Wl für den Fahrerwunsch, vorzugsweise die Fahrpedalstellung, der Bremspedalstellung, die Gangwahl, ein Einschaltzustand einer Klimaanlage und/oder der Einschaltzustand einer Ökonomiefunktion, berücksichtigt wird .
  3. 3
    Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Berechnung der Bewertungsgrößen R zumindest ein aktueller Wert W2 für die Randbedingungen des Fahrbetriebes, vorzugsweise der aktuelle elektrische Energiebedarf, berücksichtigt wird .
  4. 4
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Berechnung der Bewertungsgrößen R zumindest ein aktueller Wert W3 für den aktuellen Zustand der Komponenten des Antriebsstranges, vorzugsweise die Temperatur und/oder das zulässige maximale Moment der Aggregate (2, 3), berücksichtigt wird.
  5. 5
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Berechnung der Bewertungsgrößen R zumindest ein aktueller Wert W4 für das aktuelle Fahrmanöver, vorzugsweise die Fahrgeschwindigkeit, die Fahrzeugbeschleunigung und/oder die Fahrzeugneigung, berücksichtigt wird .
  6. 6
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Berechnung der Bewertungsgrößen R zumindest ein aktueller Wert W5 für den Zustand zumindest eines Energiespeichers (14), vorzugsweise die verfügbare Energiemenge und/oder die maximal erlaubte Leistung, berücksichtigt wird.
  7. 7
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Berechnung der Bewertungsgrößen R zumindest ein Wert W6 für den Wirkungsgrad des gesamten Systems oder ein Wirkungsgrad eines Teilsystems, vorzugsweise der Gesamtwirkungsgrad des Fahrzeuges für den Leistungsfluss vom Kraftstofftank bis zu den Antriebsrädern, berücksichtigt wird .
  8. 8
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Berechnung der Bewertungsgrößen R zumindest ein Wert W7 für Vorgaben an das Hybridfahrzeug (1), vorzugsweise hinsichtlich Kraftstoffverbrauch, Schadstoffemissionen, Geräusch und/oder Fahrbarkeit, berücksichtigt wird .
  9. 9
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Umschalten der Antriebsstrangkonfiguration anforderungsorientiert erfolgt.
  10. 10
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewertungsgrößen R für die Betriebsmoden (Ml, M2, M3, M4, M5, M6) als Produkt von aktuellen Werten Wl, W2, W3, W4, W5, W6, W7 für den Fahrerwunsch, für die Randbedingungen des Fahrbetriebes, für den aktuellen Zustand des Antriebsstranges, für das aktuelle Fahrmanöver, für den Zustand des Energiespeichers, für den Wirkungsgrad des Gesamtsystems und/oder für Vorgaben an das Hybridfahrzeug berechnet werden :R = W1 - W2 - W3 - W4 - W5 - W6 - W7
  11. 11
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewertungsgrößen R für die Betriebsmoden (Ml, M2, M3, M4, M5, M6) als gewichtete Summe von aktuellen Werten Wl, W2, W3, W4, W5, W6, W7 für den Fahrerwunsch, für die Randbedingungen des Fahrbetriebes, für den aktuellen Zustand des Antriebsstranges, für das aktuelle Fahrmanö- ver, für den Zustand des Energiespeichers, für den Wirkungsgrad des Gesamtsystems und/oder für Vorgaben an das Hybridfahrzeug berechnet werden :wobei K n ein Wichtungsfaktor ist.
  12. 12
    Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zur Steuerung eines Hybridfahrzeuges (1), mit zumindest zwei Drehmoment für einen Hybridfahrzeugantrieb bereitstellenden Aggregaten (2, 3), insbesondere einer Brennkraftmaschine und zumindest einer elektrischen Maschine, nach einem der Ansprüche 1 bis 11, mit zumindest einer Steuereinheit (13), zur Erfassung des aktuellen Fahrzustandes und der aktuellen Betriebskonfiguration (K) der Komponenten des Antriebsstranges, dadurch gekennzeichnet, dass in der zumindest einen Steuereinheit (13) zumindest ein Steuerungsalgorithmus implementiert ist, welcher vorsieht, dass zumindest für alle im aktuellen Fahrzustand relevanten Betriebsmodi (Ml, M2, M3, M4) des Hybridfahrzeuges (1) jeweils eine Bewertungsgröße R berechnet wird, und wobei zwei im aktuellen Fahrzustand relevante Betriebsmodi (M A , M B ) des Hybridfahrzeuges ausgewählt werden, wobei der erste Betriebsmodus (M A ) den höchsten Wert aller Bewertungsgrößen R und der zweite Betriebsmodus (M B ) den höchsten Wert aller Bewertungsgrößen R derjenigen Betriebsmodi hat, deren erforderliche Betriebskonfiguration (Kl) mit der aktuellen Betriebskonfiguration (K) übereinstimmt, und dass basierend auf der Auswahl Anforderungen (A K ) für eine neue Betriebskonfiguration (K) zur Realisierung des ausgewählten ersten Betriebsmodus (M A ), und Anforderungen (A D ) an dynamischen Größen, vorzugsweise Drehmomentanforderungen für den jeweils ausgewählten zweiten Betriebsmodus (M B ), vorzugsweise mittels Berechnungsvorschriften für dynamische Größen, ermittelt werden.
  13. 13
    Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsalgorithmen in mehreren elektronischen Steuergeräten aufgeteilt implementiert sind, wobei vorzugsweise die Bewertungsgrößen R und Anforderungen der Betriebsmodi (M) parallel in mehreren Steuergeräten zugleich berechnet werden. 2011 06 17 Fu