WO03006291A1

Method and device for initiating and executing a deceleration of a vehicle

Abstract

The invention relates to a method and device for initiating and executing a deceleration of a vehicle in order to avoid a collision. According to the invention, objects in a sensor detection range are detected by means of a device for regulating distance and speed of the vehicle, and measured quantities are established for each detected object. The detected objects are assigned to different object classes based on the established associated measured quantities, and the movement trajectories of the objects are predicted based on the assignment of the detected objects to the respective class. In addition, a risk of collision is determined from these predicted movement trajectories of the objects and from the associated detected object classes. In the event of a predeterminable risk of collision, the deceleration devices of the vehicle are actuated according to the degree of the risk of collision.

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15 claims: 2 independent, 13 dependent

  1. 1
    Ansprüche 1. Verfahren zum Auslösen und Durchführen einer Verzögerung eines Fahrzeugs zur Vermeidung einer Kollision bzw. Verminderung der Aufprallschwere mit einem Objekt, dadurch gekennzeichnet , - dass mittels einer Vorrichtung zur Abstands- und Geschwindigkeitsregelung des Fahrzeugs Objekte im Sensorerfassungsbereich erkannt (1) und für jedes erkannte Objekt Meßgrößen ermittelten werden (2), - dass die erkannten Objekte aufgrund der ermittelten, zugehörigen Meßgrößen verschiedenen Objektklassen zugeordnet werden (3), - dass aufgrund der Zuordnung der erkannten Objekte zur jeweiligen Klasse eine Schar Bewegungstrajektorien für mindestens ein Objekt prädiziert wird (4) , - dass aufgrund der prädizierten Schar an Bewegungstrajektorien und der erkannten Objektklassen ein Kollisionsrisiko ermittelt wird (5) - dass aufgrund der prädizierten Schar an Bewegungstrajektorien und der erkannten Objektklassen ein Gefährdungsmaß ermittelt wird (5) und - dass die Verzögerungseinrichtungen (19,20) des Fahrzeugs bei einem vorgebbaren Kollisionsrisiko und/oder einem vorgebbaren Gefährdungsmaß aktiviert werden (6, 7) .
  2. 2
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit des ermittelten Kollisionsrisikos weitere Fahrzeugfunktionen aktivierbar sind.
  3. 3
    Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den weiteren, aktivierbaren Fahrzeugfunktionen um mindestens eine der folgenden Funktionen handelt :- akustische, optische oder kinästhetische Information des Fahrers über das aktuelle Kollisionsrisiko, - Vorbereitung bzw. Aktivierung von Rückhaltesystemen für Fahrzeuginsassen, - Absenkung der Motordrehzahl auf Leerlaufdrehzahl - Getriebe in Neutralstellung bringen, so dass keine Kraftübertragung mehr stattfindet, - Speicherung der Messdaten in einem nicht-flüchtigen Speichermedium.
  4. 4
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Abstands- und Geschwindigkeitsregelung des Fahrzeugs eine Radarsensor, ein Lidarsensor, ein Videosensor oder eine Kombination ist.
  5. 5
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den ermittelten Meßgrößen um mindestens eine der Größen Relativgeschwindigkeit des Objektes, Abstand des Objektes, horizontale Ausdehnung des Objektes, vertikale Ausdehnung des Objektes, Geometrie des Objektes, Oberflächenbeschaffenheit der Reflexionsfläche handelt.
  6. 6
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für jedes der Objekte Person, Motorrad, kleiner Personenkraftwagen, großer Personenkraftwagen, Lastkraf wagen, Bus, Leitplanke, Verkehrsschild, Gebäude eine Objektklasse vorgesehen ist.
  7. 7
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einordnung der erkannten Objekte in Objektklassen in Abhängigkeit erfolgt, von welchem Sensor oder welcher Sensorkombination das Objekt detektierbar ist und/oder welcher Sensor bzw. welche Sensorkombination das Objekt nicht detektieren kann.
  8. 8
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Objektklasse ein fahrdynamischen Modell hinterlegt ist, aus dem für jedes erkannte Objekt, unter Zuhilfenahme der für dieses Objekt ermittelten Meßgrößen, eine Schar von Bewegungstrajektorien prädiziert wird.
  9. 9
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kollisionsrisiko die Wahrscheinlichkeit eines nicht verhinderbaren Zusammenstoßes darstellt.
  10. 10
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das vorgebbare Kollisionsrisiko, bei dem die Verzögerungseinrichtungen des Fahrzeugs aktiviert werden, ein Schwellenwert ist.
  11. 11
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gefährdungsmaß die zu erwartende Aufprallwucht eines nicht verhinderbaren Zusammenstoßes beschreibt.
  12. 12
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das vorgebbare Gefährdungsmaß, bei dem die Verzögerungseinrichtungen des Fahrzeugs aktiviert werden, ein Schwellenwert ist.
  13. 13
    Verfahren nach Anspruch 10 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwellenwerte (SW1,SW2) zur Aktivierung der Verzögerungseinrichtungen in Abhängigkeit der Verkehrssituation veränderbar ist.
  14. 14
    Verfahren Nach Anspruch 1 oder 8 , dadurch- gekennzeichnet, dass bei der Vorausberechnung der Bewegungstrajektorien des eigenen Fahrzeugs sowie der erkannten Objekte nur die Trajektorien berücksichtigt werden, bei denen infolge einer Kombination aus Lenk- und Bremseingriff die an den Rädern des Fahrzeugs auftretenden Kräfte nicht größer sind, als die maximal vom Rad auf die Straße übertragbare Kraft .
  15. 15
    Vorrichtung (10) zum Auslösen und Durchführen einer Verzögerung eines Fahrzeugs zur Vermeidung einer Kollision bzw. Verminderung der Aufprallschwere mit einem Objekt, dadurch gekennzeichnet, - dass dieser Vorrichtung Meßgrößen einer Vorrichtung (12,13) zur Abstands- und Geschwindigkeitsregelung zugeführt werden, die Objekte im Sensorerfassungsbereich repräsentieren, - dass Objektklassifizierungsmittel vorgesehen sind, die eine Zuordnung der erkannten Objekte in verschiedene Objektklassen vornimmt, - dass Prädiktionsmittel vorgesehen sind, die für jedes erkannte Objekt in Abhängigkeit der zugeordneten Objektklasse eine Schar möglicher Bewegungstrajektorien ermitteln, - dass Kollisionsrisikoermittlungsmittel zur Ermittlung einer Wahrscheinlichkeit eines Zusammenstoßes mit einem der erkannten Objekte vorgesehen sind und - dass Gefährdungsmaßermittlungsmittel zur Ermittlung einer Wahrscheinlichkeit der Verletzung der Insassen infolge eines Zusammenstoßes mit einem der erkannten Objekte vorgesehen sind und - dass Mittel vorgesehen sind, die eine Ansteuerung der Verzögerungseinrichtungen des Fahrzeugs ermöglichen (19,20) .
Independent claims15