EP3881802A1

Device and method for producing knee spacer components

Abstract

The invention relates to a device for producing a knee spacer component by hardening comprising bone cement dough a mold; a valve seat (3) which is connected to the casting mold, the valve seat (3) having a partially closed head side (4) with at least one first passage (5), the at least one first passage (5) opening into the casting mold; a valve body (6) which is rotatably mounted against the valve seat (3) and which has a sealing surface, wherein the sealing surface is oriented in the direction of the partially closed head side (4) of the valve seat (3), with at least one second passage ( 8) is arranged; wherein the valve seat (3) and the valve body (6) together form a valve, the valve being transferable into an open and a closed position, the at least one first passage (5) of the valve seat (3) in the open position of the valve. and the at least one second passage (8) of the valve body (6) are at least partially above one another and provide a connection through the valve that is permeable to bone cement dough, wherein in the closed position of the valve the at least one first passage (5) of the valve seat (3) is covered by the sealing surface of the valve body (6), the casting mold being closed in a liquid-tight manner in the closed position of the valve for bone cement paste. The invention also relates to two methods of manufacturing knee spacer components with such a device.

EP3881802A1, drawing sheet 1
Sheet 1 of 34

Term

13.5 yearsto projected expiry

Projected expiry 20 March 2040, counted from filing; an application has no term until it is granted.

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15 claims: 8 independent, 7 dependent

  1. 1
    Vorrichtung zum Herstellen einer Kniespacer-Komponente (110, 210, 410) durch Aushärten von Knochenzementteig (50, 51), wobei die Kniespacer-Komponente (110, 210, 410) dazu vorgesehen ist, im medizinischen Bereich einen Teil eines Kniegelenks umfassend eine artikulierende Oberfläche des Kniegelenks temporär zu ersetzen, die Vorrichtung aufweisend eine Gießform zum Formen der Kniespacer-Komponente (110, 210, 410) aus Knochenzementteig (50, 51);einen Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363), der mit der Gießform verbunden ist, wobei der Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363) eine bereichsweise geschlossene Kopfseite (4, 64, 164, 264, 364) mit mindestens einer ersten Durchführung (5, 65, 165, 265, 365) aufweist, wobei die mindestens eine erste Durchführung (5, 65, 165, 265, 365) in die Gießform hinein mündet;einen Ventilkörper (6, 18, 78, 178, 266, 366), der drehbar gegen den Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363) gelagert ist und der eine Dichtfläche (7, 67, 167, 267) aufweist, wobei die Dichtfläche (7, 67, 167, 267) in Richtung der bereichsweise geschlossenen Kopfseite (4, 64, 164, 264, 364) des Ventilsitzes (3, 63, 163, 263, 363) ausgerichtet ist, wobei in der Dichtfläche (7, 67, 167, 267) mindestens eine zweite Durchführung (8, 21, 68, 168, 268) angeordnet ist;wobei der Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363) und der Ventilkörper (6, 18, 78, 178, 266, 366) zusammen ein Ventil bilden, wobei das Ventil durch Drehen des Ventilkörpers (6, 18, 78, 178, 266, 366) gegen den Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363) reversibel in eine geöffnete Stellung und reversibel in eine geschlossene Stellung überführbar ist, wobei in der geöffneten Stellung des Ventils die mindestens eine erste Durchführung (5, 65, 165, 265, 365) des Ventilsitzes (3, 63, 163, 263, 363) und die mindestens eine zweite Durchführung (8, 21, 68, 168, 268) des Ventilkörpers (6, 18, 78, 178, 266, 366) zumindest bereichsweise übereinanderliegen und eine für Knochenzementteig (50, 51) durchlässige Verbindung durch das Ventil bereitstellen, wobei in der geschlossenen Stellung des Ventils die mindestens eine erste Durchführung (5, 65, 165, 265, 365) des Ventilsitzes (3, 63, 163, 263, 363) durch die Dichtfläche (7, 67, 167, 267) des Ventilkörpers (6, 18, 78, 178, 266, 366) abgedeckt ist, wobei die Gießform in der geschlossenen Stellung des Ventils für Knochenzementteig (50, 51) flüssigkeitsdicht verschlossen ist.
  2. 2
    Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363) nicht verdrehbar gegen die Gießform mit der Gießform verbunden ist, bevorzugt der Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363) fest und/oder starr mit der Gießform verbunden ist oder einteilig mit der Gießform ausgeführt ist, und/oder das Ventil manuell bedienbar ist, bevorzugt manuell von außerhalb der Vorrichtung manuell bedienbar ist, wobei besonders bevorzugt der Ventilkörper (6, 18, 78, 178, 266, 366) manuell gegen den Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363) drehbar ist und durch die Drehung das Ventil von der geschlossenen Stellung in die geöffnete Stellung und von der geöffneten Stellung in die geschlossene Stellung überführbar ist.
  3. 3
    Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine erste Durchführung (5, 65, 165, 265, 365) des Ventilsitzes (3, 63, 163, 263, 363) in der geschlossenen Stellung des Ventils mit der Dichtfläche (7, 67, 167, 267) des Ventilkörpers (6, 18, 78, 178, 266, 366) abgedeckt ist, wobei bevorzugt die bereichsweise geschlossene Kopfseite (4, 64, 164, 264, 364) des Ventilsitzes (3, 63, 163, 263, 363) und die Dichtfläche (7, 67, 167, 267) des Ventilkörpers (6, 18, 78, 178, 266, 366) maximal 2 mm voneinander beabstandet sind, besonders bevorzugt maximal 1 mm voneinander beabstandet sind, ganz besonders bevorzugt maximal 0,5 mm voneinander beabstandet sind, und/oder der Ventilkörper (6, 18, 78, 178, 266, 366) um eine Drehachse gegen den Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363) drehbar gelagert ist, wobei die Drehachse senkrecht zur Dichtfläche (7, 67, 167, 267) des Ventilkörpers (6, 18, 78, 178, 266, 366) verläuft oder wobei die Drehachse entlang einer Rotationssymmetrieachse der Dichtfläche (7, 67, 167, 267) des Ventilkörpers (6, 18, 78, 178, 266, 366) verläuft.
  4. 4
    Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkörper (6, 18, 78, 178, 266, 366) einen Anschluss (11, 271) zum flüssigkeitsdichten Verbinden einer Knochenzementkartusche (10) oder eines Griffstücks der Vorrichtung aufweist oder mit einem solchen Anschluss (11, 271) fest verbunden ist, wobei vorzugsweise die Vorrichtung ein Adapterelement (9) aufweist, das mit einer Knochenzementkartusche (10) verbunden ist oder verbindbar ist, wobei das Adapterelement (9) lösbar und formschlüssig mit dem Anschluss (11, 271) verbunden oder verbindbar ist, so dass ein Innenraum einer Knochenzementkartusche (10) über das Adapterelement (9) für Knochenzementteig (50, 51) durchlässig mit der mindestens einen zweiten Durchführung (8, 21, 68, 168, 268) im Ventilkörper (6, 18, 78, 178, 266, 366) verbunden oder verbindbar ist, und/oder der Anschluss (11, 271) zum flüssigkeitsdichten Verbinden einer Knochenzementkartusche (10) oder eines Griffstücks (14, 74, 174) ein Innengewinde (24, 84, 184) im Ventilkörper (6, 18, 78, 178, 266, 366) oder ein Außengewinde am Ventilkörper (6, 18, 78, 178, 266, 366) umfasst, wobei vorzugsweise ein Adapterelement (9) der Knochenzementkartusche (10) oder an der Knochenzementkartusche (10) ein zu dem Innengewinde (24, 84, 184) oder zu dem Außengewinde passendes Gegengewinde (26) aufweist oder das Griffstück (14, 74, 174) der Vorrichtung ein zu dem Innengewinde (24, 84, 184) oder zu dem Außengewinde passendes Gegengewinde (19, 79, 179) aufweist.
  5. 5
    Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Knochenzementkartusche (10) zum Mischen von Knochenzement-Ausgangskomponenten und zum Austragen von gemischtem Knochenzementteig (50, 51) aus der Knochenzementkartusche (10) heraus aufweist, bevorzugt eine Knochenzementkartusche (10) zum Mischen von Polymethylmethacrylat-Knochenzement-Ausgangskomponenten und zum Austragen von gemischtem Polymethylmethacrylat-Knochenzementteig (50, 51) aus der Knochenzementkartusche (10) heraus aufweist, wobei besonders bevorzugt die Knochenzementkartusche (10) die Knochenzement-Ausgangskomponenten zur Herstellung des Knochenzementteigs (50, 51) in voneinander getrennten Bereichen beinhaltet, und/oder die Vorrichtung ein Griffstück (14, 74, 174) aufweist, das mit dem Ventilkörper (6, 18, 78, 178, 266, 366) verbindbar ist und mit dem der Ventilkörper (6, 18, 78, 178, 266, 366) gegen den Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363) drehbar ist, wobei bevorzugt das Griffstück (14, 74, 174) einen Hohlraum zur Aufnahme von Knochenzementteig (50, 51) aufweist, der mit der mindestens einen zweiten Durchführung (8, 21, 68, 168, 268) flüssigkeitsdurchlässig verbunden ist, und/oder die Summe aller freien Öffnungen der mindestens einen ersten Durchführung (5, 65, 165, 265, 365) in der geschlossenen Kopfseite (4, 64, 164, 264, 364) höchstens so groß ist wie die geschlossene Oberfläche der Kopfseite (4, 64, 164, 264, 364) und dass die Summe aller freien Öffnungen der mindestens einen zweiten Durchführung (8, 21, 68, 168, 268) in der Dichtfläche (7, 67, 167, 267) höchstens so groß ist wie die geschlossene Oberfläche der Dichtfläche (7, 67, 167, 267), und der Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363) ein Innengewinde (20, 80, 180) an der Innenseite aufweist und der Ventilkörper (6, 18, 78, 178, 266, 366) ein passendes Außengewinde (22, 82, 182) an der Außenseite aufweist, so dass der Ventilkörper (6, 18, 78, 178, 266, 366) in den Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363) schraubbar ist.
  6. 6
    Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gießform eine trogförmige Form (1, 61, 161, 361) mit einem Hohlraum und einen Stempel (2, 62, 162, 362) aufweist, wobei der Stempel (2, 62, 162, 362) in den Hohlraum der trogförmigen Form (1, 61, 161, 361) einsetzbar oder eingesetzt ist und der Stempel (2, 62, 162, 362) in dem Hohlraum axial verschiebbar ist, und wobei vorzugsweise die trogförmige Form (1, 61, 161, 361) einen Hohlraumboden (32, 92, 192, 392) aufweist, wobei der Hohlraumboden (32, 92, 192, 392) die Kontur einer oder mehrerer artikulierender Gleitflächen (112, 212) der Kniespacer-Komponente (110, 210, 410) bildet, und der Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363) in dem Stempel (2, 62, 162, 362) angeordnet ist, vorzugsweise am Ende eines einen Schaft der Kniespacer-Komponente (110, 210, 410) formenden Teils des Stempels (2, 62, 162, 362) angeordnet ist.
  7. 7
    Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine erste Durchführung (5, 65, 165, 265, 365) in der bereichsweise geschlossenen Kopfseite (4, 64, 164, 264, 364) die gleiche Größe und Gestalt hat wie die mindestens eine zweite Durchführung (8, 21, 68, 168, 268) in der Dichtfläche (7, 67, 167, 267) und/oder die mindestens eine erste Durchführung (5, 65, 165, 265, 365) in der bereichsweise geschlossenen Kopfseite (4, 64, 164, 264, 364) zwei erste Durchführungen (5, 65, 165, 265, 365) sind und die mindestens eine zweite Durchführung (8, 21, 68, 168, 268) in der Dichtfläche (7, 67, 167, 267) zwei zweite Durchführungen (8, 21, 68, 168, 268) sind, wobei bevorzugt die zwei ersten Durchführungen (5, 65, 165, 265, 365) in gegenüberliegend angeordneten Kreissegmentvierteln bezüglich der Drehachse des Ventilkörpers (6, 18, 78, 178, 266, 366) im Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363) angeordnet sind und die zwei zweiten Durchführungen (8, 21, 68, 168, 268) in gegenüberliegend angeordneten Kreissegmentvierteln bezüglich der Drehachse des Ventilkörpers (6, 18, 78, 178, 266, 366) in der Dichtfläche (7, 67, 167, 267) angeordnet sind.
  8. 8
    Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Dichtfläche (7, 67, 167, 267) des Ventilkörpers (6, 18, 78, 178, 266, 366) ein Bund angeordnet ist, der sich auf einem Rand des Ventilsitzes (3, 63, 163, 263, 363) abstützt oder an der bereichsweise geschlossenen Kopfseite (4, 64, 164, 264, 364) des Ventilsitzes (3, 63, 163, 263, 363) ein Bund angeordnet ist, der sich auf einem Rand des Ventilkörpers (6, 18, 78, 178, 266, 366) abstützt, und/oder an dem Ventilkörper (6, 18, 78, 178, 266, 366) ein Griff (16, 38, 76, 176, 298) befestigt oder befestigbar ist, der zumindest eine radiale Erstreckung bezüglich der Drehachse des Ventilkörpers (6, 18, 78, 178, 266, 366) aufweist, wobei vorzugsweise der Griff (16, 38, 76, 176, 298) an einer der Dichtfläche gegenüberliegenden Seite des Ventilkörpers befestigt oder befestigbar ist, wobei besonders bevorzugt sich der Ventilkörper (6, 18, 78, 178, 266, 366) maximal um 90° gegen den Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363) drehen lässt, und/oder der Ventilkörper (6, 18, 78, 178, 266, 366) und der Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363) aus Kunststoff gefertigt sind, insbesondere aus thermoplastischem Kunststoff gefertigt sind, wobei bevorzugt der Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363) mit der Gießform einteilig ausgeführt ist.
  9. 9
    Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rastelement an der Dichtfläche des Ventilkörpers (6, 18, 78, 178, 266, 366) angeordnet ist und an der Kopfseite (4, 64, 164, 264, 364) des Ventilsitzes (3, 63, 163, 263, 363) ein Gegenrastelement angeordnet ist, wobei das Rastelement mit dem Gegenrastelement in Eingriff bringbar ist, wobei das Rastelement am Ventilkörper (6, 18, 78, 178, 266, 366) so positioniert ist, dass ein Drehen oder ein Herausdrehen des Ventilkörpers (6, 18, 78, 178, 266, 366) aus dem Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363) auf einen Drehwinkel von maximal 90° begrenzt ist, wenn der Ventilkörper (6, 18, 78, 178, 266, 366) maximal in den Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363) eingesteckt oder eingeschraubt ist, und/oder die Gießform zweitteilig oder mehrteilig ist, wobei zwischen zumindest zwei der Teile der zusammengesetzten Gießform ein Spalt vorhanden ist, durch den Luft oder Gas aus dem Inneren der Gießform entweichen kann, und/oder die Vorrichtung einen Auffangbehälter aufweist, wobei das Ventil auf der von der Gießform abgewandten Seite mit dem Auffangbehälter zur Aufnahme von durch das Ventil in der geöffneten Stellung aus der Gießform austretenden überschüssigem Knochenzementteig (50, 51) verbunden oder verbindbar ist oder das Ventil einteilig mit dem Auffangbehälter ausgeführt ist.
  10. 10
    Verfahren zur Herstellung einer Kniespacer-Komponente (110, 210, 410) zum temporären Ersetzen eines Teils eines Kniegelenks umfassend eine artikulierende Oberfläche des Kniegelenks, wobei das Verfahren mit einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 durchgeführt wird, das Verfahren aufweisend die folgenden chronologischen Schritte:A) Flüssigkeitsdichtes Verbinden einer Knochenzementkartusche (10) mit der Vorrichtung;B) Einpressen von Knochenzementteig (50, 51) aus der Knochenzementkartusche (10) durch das Ventil in der geöffneten Stellung hindurch in die Gießform;C) Drehen des Ventilkörpers (6, 18, 78, 178, 266, 366) gegen den Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363) und dadurch Überführen des Ventils in die geschlossene Stellung und Abscheren des Knochenzementteigs (50, 51) an der mindestens einen ersten Durchführung (5, 65, 165, 265, 365) in der bereichsweise geschlossenen Kopfseite (4, 64, 164, 264, 364) des Ventilsitzes (3, 63, 163, 263, 363) durch die Drehung des Ventilkörpers (6, 18, 78, 178, 266, 366) gegen den Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363);D) Lösen der Knochenzementkartusche (10) von der Gießform;E) Aushärten des Knochenzementteigs (50, 51) in der Gießform;und F) Entnehmen der so geformten und ausgehärteten Kniespacer-Komponente (110, 210, 410) aus der Gießform.
  11. 11
    Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass nach Schritt D) und vor Schritt E) die folgenden Zwischenschritte erfolgen:D2) Flüssigkeitsdichtes Verbinden einer neuen Knochenzementkartusche (10) mit der Vorrichtung, wobei in der neuen Knochenzementkartusche (10) Knochenzementteig (50, 51) oder Ausgangskomponenten zur Herstellung des Knochenzementteigs (50, 51) enthalten ist oder sind;D3) Drehen des Ventilkörpers (6, 18, 78, 178, 266, 366) gegen den Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363) und dadurch Überführen des Ventils in die geöffnete Stellung;D4) Einpressen des Knochenzementteigs (50, 51) aus der neuen Knochenzementkartusche (10) durch das Ventil in der geöffneten Stellung hindurch in die Gießform;D5) Drehen des Ventilkörpers (6, 18, 78, 178, 266, 366) gegen den Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363) und dadurch Überführen des Ventils in die geschlossene Stellung und Abscheren des Knochenzementteigs (50, 51) an der mindestens einen ersten Durchführung (5, 65, 165, 265, 365) in der bereichsweise geschlossenen Kopfseite (4, 64, 164, 264, 364) des Ventilsitzes (3, 63, 163, 263, 363) durch die Drehung des Ventilkörpers (6, 18, 78, 178, 266, 366) gegen den Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363);und D6) Lösen der neuen Knochenzementkartusche (10) von der Gießform;wobei vorzugsweise die Schritte D2) bis D6) einmal oder mehrfach mit jeweils neuen Knochenzementkartuschen (10), die Knochenzementteig (50, 51) oder dessen Ausgangskomponenten enthalten, wiederholt werden, bis die Gießform vollständig oder nach Bedarf mit Knochenzementteig (50, 51) gefüllt ist.
  12. 12
    Verfahren nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass zum flüssigkeitsdichten Verbinden der Knochenzementkartusche (10) und/oder der neuen Knochenzementkartusche (10) diese mit einem Anschluss (11, 271) an dem Ventilkörper (6, 18, 78, 178, 266, 366) der Vorrichtung verbunden wird, wobei die Knochenzementkartusche (10) oder die neue Knochenzementkartusche (10) in den Anschluss (11, 271) hineingedreht oder eingeschraubt wird und zum Lösen der Knochenzementkartusche (10) und/oder der neuen Knochenzementkartusche (10) von dem Anschluss (11, 271) die Knochenzementkartusche (10) oder die neue Knochenzementkartusche (10) aus dem Anschluss (11, 271) herausgedreht oder herausgeschraubt wird, und/oder das Einpressen des Knochenzementteigs (50, 51) aus der Knochenzementkartusche (10) oder der neuen Knochenzementkartusche (10) durch Eindrücken eines Kolbens (46) in einen Innenraum der Knochenzementkartusche (10) erfolgt, und/oder die Gießform eine trogförmige Form (1, 61, 161, 361) und einen Stempel (2, 62, 162, 362) aufweist, wobei vor Schritt E) der Stempel (2, 62, 162, 362) in die trogförmige Form (1, 61, 161, 361) gepresst wird und dadurch die Kniespacer-Komponente (110, 210, 410) aus dem Knochenzementteig (50, 51) in der Gießform geformt wird, wobei bevorzugt beim Einpressen des Stempels (2, 62, 162, 362) in die trogförmige Form (1, 61, 161, 361) ein Teil des Knochenzementteigs (50, 51) durch das Ventil in der geöffneten Stellung aus der Gießform herausgedrückt wird und wobei besonders bevorzugt der Teil des Knochenzementteigs (50, 51) in einen Auffangbehälter gedrückt wird, der mit dem zumindest einen zweiten Durchgang des Ventils verbunden ist.
  13. 13
    Verfahren zur Herstellung einer Kniespacer-Komponente (110, 210, 410) zum temporären Ersetzen eines Teils eines Kniegelenks umfassend eine artikulierende Oberfläche des Kniegelenks, wobei das Verfahren mit einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 durchgeführt wird, das Verfahren aufweisend die folgenden chronologischen Schritte:A) Herstellen eines Knochenzementteigs (50, 51);B) Einfüllen eines gemischten Knochenzementteigs (50, 51) in die Gießform;C) Komprimieren der Gießform und dadurch Herausdrücken eines Teils des Knochenzementteigs (50, 51) aus der Gießform durch das Ventil in der geöffneten Stellung hindurch;D) Drehen des Ventilkörpers (6, 18, 78, 178, 266, 366) gegen den Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363) und dadurch Überführen des Ventils in die geschlossene Stellung und Abscheren des Knochenzementteigs (50, 51) an der mindestens einen ersten Durchführung (5, 65, 165, 265, 365) in der bereichsweise geschlossenen Kopfseite (4, 64, 164, 264, 364) des Ventilsitzes (3, 63, 163, 263, 363) durch die Drehung des Ventilkörpers (6, 18, 78, 178, 266, 366) gegen den Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363);E) Aushärten des Knochenzementteigs (50, 51) in der Gießform;und F) Entnehmen der so geformten und ausgehärteten Kniespacer-Komponente (110, 210, 410) aus der Gießform.
  14. 14
    Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Schritten B) und C) ein Schritt B1) erfolgt:Verschließen der Gießform bis auf das Ventil, und/oder die Gießform eine trogförmige Form (1, 61, 161, 361) und einen Stempel (2, 62, 162, 362) aufweist, wobei in Schritt C) der Stempel (2, 62, 162, 362) in die trogförmige Form (1, 61, 161, 361) gepresst wird und dadurch die Kniespacer-Komponente (110, 210, 410) aus dem Knochenzementteig (50, 51) in der Gießform geformt wird, wobei vorzugsweise beim Einpressen des Stempels (2, 62, 162, 362) in die trogförmige Form (1, 61, 161, 361) ein Teil des Knochenzementteigs (50, 51) durch das Ventil in der geöffneten Stellung aus der Gießform herausgedrückt wird.
  15. 15
    Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass vor Schritt B) der Knochenzementteig (50, 51) in der Knochenzementkartusche (10) aus einer Monomerflüssigkeit und aus einem Zementpulver gemischt wird, wobei bevorzugt gegebenenfalls vor Schritt D3), vorzugsweise vor Schritt D2), der Knochenzementteig (50, 51) in der neuen Knochenzementkartusche (10) aus einer Monomerflüssigkeit und aus einem Zementpulver gemischt wird, und/oder das Drehen des Ventilkörpers (6, 18, 78, 178, 266, 366) gegen den Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363) durch ein Schrauben des Ventilkörpers (6, 18, 78, 178, 266, 366) in dem Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363) erfolgt oder durch ein manuelles Drehen des Ventilkörpers (6, 18, 78, 178, 266, 366) gegen Ventilsitz (3, 63, 163, 263, 363) erfolgt, wobei bevorzugt das manuelle Drehen durch Bedienen eines Griff (16, 38, 76, 176, 298) am Ventilkörper (6, 18, 78, 178, 266, 366) erfolgt.
Independent claims15