EP3710193A1

Method for producing an internal screw thread

Abstract

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Term

12.7 yearsto projected expiry

Projected expiry 14 June 2039, counted from filing; an application has no term until it is granted.

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11 claims: 5 independent, 6 dependent

  1. 1
    Claims of equivalent WO 2019238175 A1 Patentansprüche1. Verfahren zum Erzeugen eines Gewindes, insbesondere Innengewindes, mit einer vorgegebenen Gewindesteigung und mit einem vorgegebenen Gewindeprofil in einem Werkstück,a) bei dem ein Werkzeug verwendet wird, das um eine durch das Werk- zeug verlaufende Werkzeugachse drehbar und axial zur Werkzeugachse bewegbar ist und das einen Gewindeerzeugungsbereich aufweist, b) wobei der Gewindeerzeugungsbereich wenigstens einen Gewindezahn aufweist, der an die vorgegebene Gewindesteigung angepasst ausgebil- det und angeordnet ist, und ein Wirkprofil aufweist, das dem Gewinde- profil des Gewindes entspricht,c) und bei dem das Werkzeug in einer Arbeitsbewegung während einer ersten Arbeitsphase in das Werkstück oder zu dem Werkstück hin be- wegt wird,d) wobei die Arbeitsbewegung eine Drehbewegung mit einem vorgegebe- nen Drehsinn um die Werkzeugachse und eine gemäß der Gewindestei- gung mit der Drehbewegung synchronisierte axiale Vorschubbewegung in einer axialen Vorwärtsrichtung axial zur Werkzeugachse umfasst, derart, dass einer vollen Umdrehung des Werkzeugs um die Werkzeug- achse ein axialer Vorschub des Werkzeugs um die vorgegebene Gewin- desteigung entspricht,e) wobei während der Arbeitsbewegung der Gewindeerzeugungsbereich das Gewinde erzeugt,f) wobei das Werkzeug in einer an die Arbeitsbewegung anschließenden Abbremsbewegung während einer zweiten Arbeitsphase weiter in das Werkstück in derselben Vorwärtsrichtung wie bei der Arbeitsbewegung bis zu einem Umkehrpunkt bewegt wird,g) wobei die Abbremsbewegung eine Drehbewegung mit gleichbleibendem Drehsinn wie bei der Arbeitsbewegung umfasst,h) wobei während der Abbremsbewegung die axiale Vorschubbewegung abhängig vom Drehwinkel der Drehbewegung des Werkzeugs gemäß ei- ner vorab gespeicherten eindeutigen Beziehung, insbesondere einer Funktion oder einer Abfolge von Funktionen, zwischen dem axialen Vorschub des Werkzeugs und dem Drehwinkel gesteuert wird und i) wobei der axiale Vorschub des Werkzeugs bei einer vollen Umdrehung zumindest während eines Teils der Abbremsbewegung betragsmäßig kleiner als die Gewindesteigung ist und beim Umkehrpunkt Null ist.
  2. 2
    Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Drehgeschwindigkeit der Dreh- bewegung beim Umkehrpunkt Null ist und/oder bei dem der gesamte oder aufsummierte axiale Vorschub des Werkzeuges während der Ab- bremsbewegung zwischen dem 0,1-fachen bis 2-fachen der Gewinde-Steigung gewählt ist.
  3. 3
    Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem wäh- rend der Abbremsbewegung in mehreren aufeinanderfolgenden Ab- bremsschritten zueinander unterschiedliche Beziehungen, insbesondereFunktionen, zwischen dem axialen Vorschub des Werkzeugs und dem Drehwinkel gewählt oder eingestellt werden.
  4. 4
    Verfahren nach Anspruch 3, bei dem während mehreren Abbremsschrit- ten die axiale Eindringtiefe oder der axiale Vorschub eine lineare Funk- tion des Drehwinkels ist und/oder bei dem die Steigung, d.h. die Ablei- tung der axialen Eindringtiefe oder des axialen Vorschubs nach dem Drehwinkel, in jedem dieser Abbremsschritte konstant ist und betrags- mäßig von einem Abbremsschritt zu einem darauffolgenden Abbrems- schritt abnimmt.
  5. 5
    Verfahren nach Anspruch 4, bei dem für die Arbeitsbewegung eine NC- Steuerung für einen Gewindeprozess, beispielsweise eine G33 Wegbe- dingung, mit der Gewindesteigung des Gewindes verwendet wird und in den mehreren Abbremsschritten ebenfalls eine, vorzugsweise die gleiche, NC-Steuerung für einen Gewindeprozess, beispielsweise eine G33 Wegbedingung, mit der jeweiligen konstanten Steigung als Gewin- desteigungsparameter verwendet wird.
  6. 6
    Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, bei dem während mehre- ren Abbremsschritten die axiale Eindringtiefe oder der axiale Vorschub eine, insbesondere kubische, Spline-Funktion des Drehwinkels ist.
  7. 7
    Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 6, bei dem die unterschied- lichen Funktionen aufeinanderfolgender Abbremssschritte stetig und im Fall differenzierbarer Funktionen vorzugsweise stetig differenzierbar aneinander gesetzt sind.
  8. 8
    Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem, insbe- sondere während eines Egal isierungsschrittes, der axiale Vorschub während der Abbremsbewegung in einem Drehwinkel-Teilintervall Null ist und/oder in einem Drehwinkel-Teilintervall in zur Vorwärtsrichtung der Arbeitsbewegung entgegengesetzter Rückwärtsrichtu ng erfolgt.
  9. 9
    Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der nach Erreichen des Umkehrpunktes eine Reversierbeweg ung des Werk- zeuges eingeleitet wird, mit der das Werkzeug aus dem Werkstück be- wegt wird, wobei die Reversierbewegung zunächst eine erste Reversierphase, mit der der Gewindeerzeugu ngsbereich des Werkzeugs zurück in den Ge- windegang des erzeugten Gewindes geführt wird, und im Anschl uss eine zweite Reversierphase, während der der Gewindeerzeugungsbe- reich durch den Gewindegang aus dem Werkstück nach außen gefü hrt wird, umfasst.
  10. 10
    Verfahren nach Anspruch 9, bei der die Reversierbewegung in der ers- ten Reversierphase mit der betragsmäßig gleichen, nur in der Drehrich- tung und Vorschubrichtung invertierten vorab gespeicherten eindeuti- gen Beziehung, insbesondere einer Funktion oder einer Abfolge von Funktionen, zwischen dem axialen Vorschub des Werkzeugs und dem Drehwinkel gesteuert wird wie in der Abbremsbewegung während einer zweiten Arbeitsphase, ggf. unter Auslassung oder Verkürzung des Ega- lisisierungsschrittes, sofern vorhanden.
  11. 11
    11 Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,a) bei dem ein Werkzeug verwendet wird, das um eine durch das Werk- zeug verlaufende Werkzeugachse drehbar und axial zur Werkzeugachse bewegbar ist und das einen Bohrbereich an einem vorderen oder freien Ende und einen Gewindeerzeugungsbereich, der axial zur Werkzeug- achse relativ zum Bohrbereich versetzt angeordnet ist und radial zur Werkzeugachse weiter nach außen ragt als der Bohrbereich, aufweist, b) wobei während der Arbeitsbewegung der Bohrbereich des Werkzeugs ein Kernloch in dem Werkstück erzeugt und der Gewindeerzeugungsbe- reich einen unter der vorgegebenen Gewindesteigung verlaufenden Ge- windegang in der Innenwandung des von dem Bohrbereich erzeugten Kernloches erzeugt.