EP3709166B1

Method and system for secure signal manipulation for testing integrated security functionalities

Abstract

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EP3709166B1, drawing sheet 1
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Expires 31 January 2040.

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5 claims: 1 independent, 4 dependent

  1. 1
    Verfahren zur sicheren Signalmanipulation für den Test integrierter Sicherheitsfunktionalitäten einer software-basierten Kraftfahrzeugkomponente (12) in einem Kraftfahrzeug (11), gekennzeichnet durch die Schritte:Auswählen (100) wenigstens eines ersten, an einem Eingang (121) einer mit einer Gefährdungsstufe ASIL A bis ASIL D nach der ISO-Norm 26262 bewerteten software-basierten Kraftfahrzeugkomponente (12) anliegenden Eingangssignals (V') für eine sicherheitstechnische Analyse einer Sicherheitsfunktion der Kraftfahrzeugkomponente (12), wobei das an dem Eingang (121) anliegende erste Eingangssignal (V') einem, von dem Kraftfahrzeug (11) erzeugten, ersten Steuersignal (V) entspricht;Bestimmen (200) wenigstens eines ersten Testsignals (W1) durch Ändern des ausgewählten wenigstens einen ersten Eingangssignals (V');Bereitstellen (300) einer externen Signalmanipulationseinheit (21) für Verifikations- und Validierungstests der Sicherheitsfunktion der Kraftfahrzeugkomponente (12) mittels des bestimmten, wenigstens einen ersten Testsignals (W1) in einem QM-Kontext (2);Unterbrechen (400) der Verbindung der Kraftfahrzeugkomponente (12) mit dem Kraftfahrzeug (11) und Herstellen einer Verbindung mit der Signalmanipulationseinheit (21), sodass an dem Eingang (121) der Kraftfahrzeugkomponente (12) anstelle des ersten Eingangssignals (V') das erste Testsignal (W1) anliegt;Durchführen (500) der Verifikations- und Validierungstests der Sicherheitsfunktion der Kraftfahrzeugkomponente (12) mittels des wenigstens einen ersten Testsignals (W1) unter Nutzung von standardisierten XCP-Diensten, wobei das an einem Ausgang (122) der Kraftfahrzeugkomponente (12) jeweils anliegende Ausgangssignal (F') von der Signalmanipulationseinheit (21) erfasst wird;Überprüfen (600) der mit der Signalmanipulationseinheit (21) außerhalb der Kraftfahrzeugkomponente (12) durchgeführten Verifikations- und Validierungstests mittels eines, von der Signalmanipulationseinheit (21) bereitgestellten, dritten Testsignals (W3) und einem Sollausgangssignal (F) der Kraftfahrzeugkomponente (12);Anpassen (700) des wenigstens einen ersten und dritten Testsignals (W1, W3) durch eine weitere externe Signalmanipulation des jeweils ausgewählten Signals (V, F) und Wiederholen der Schritte (500) und (600) mit den manipulierten Testsignalen (W1, W3), falls erforderlich solange, bis das jeweilige Ausgangssignal (F') dem Sollausgangssignal (F) entspricht;Freischalten (800) der geprüften Sicherheitsfunktion durch Unterbrechen der Verbindung der Signalmanipulationseinheit (21) mit der Kraftfahrzeugkomponente (12) und Wiederherstellen der Verbindung der Kraftfahrzeugkomponente (12) mit dem Kraftfahrzeug (11) über den zumindest einen Eingang (121) und den Ausgang (122) der Kraftfahrzeugkomponente (12).
  2. 2
    Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Durchführen (500) der Verifikations- und Validierungstests unter Nutzung von XCP-STIM Diensten anhand einer zeitsynchronen Manipulation über den Fahrzeugbus oder einen Adapter zur Debug-Schnittstelle (POD, Plug-On-Device) erfolgt.
  3. 3
    Verfahren nach Anspruch 2, wobei die zeitsynchrone Manipulation für Rapid Prototyping einer Sicherheitsfunktion der Kraftfahrzeugkomponente (12) verwendet wird.
  4. 4
    System zum Durchführen eines Verfahrens gemäß Anspruch 1, aufweisend in einem Kraftfahrzeug (11), eine mit einer Gefährdungsstufe ASIL A bis ASIL D nach der ISO-Norm 26262 bewertete software-basierte Kraftfahrzeugkomponente (12) mit wenigstens einem Eingang (121) und einem Ausgang (122), dadurch gekennzeichnet, dass das System zudem aufweist:eine externe Signalmanipulationseinheit (21) für Verifikations- und Validierungstests der Sicherheitsfunktion der Kraftfahrzeugkomponente (12) in einem QM-Kontext (2) nach der ISO-Norm 26262 mittels Manipulation eines an dem Eingang (121) anliegenden, einem ersten, von dem Kraftfahrzeug (11) erzeugten Steuersignal (V) entsprechenden, ersten Eingangssignals (V'), wobei die Signalmanipulationseinheit (21) wenigstens einen ersten und einen zweiten Statuswechselschalter (211, 212) zum Steuern eines wechselweisen Hin- und Herschaltens zwischen einer ersten und einer zweiten Stellung mittels jeweils eines Statussteuersignals (S1, S2, S3) umfasst, wobei der wenigstens eine erste Statuswechselschalter (211) in seiner ersten Stellung zum Herstellen einer elektrischen Verbindung mit dem Eingang (121) und der zweite Statuswechselschalter (212) in seiner ersten Stellung zum Herstellen einer elektrischen Verbindung mit dem Ausgang (122) der Kraftfahrzeugkomponente (12) mit der Signalmanipulationseinheit (21), und jeder erste Statuswechselschalter (211) in seiner zweiten Stellung zum Herstellen einer elektrischen Verbindung des wenigstens einen ersten Eingangs (121), und der zweite Statuswechselschalter (212) in seiner zweiten Stellung zum Herstellen einer elektrischen Verbindung des Ausgangs (122) der Kraftfahrzeugkomponente (12) mit dem Kraftfahrzeug (11) ausgebildet ist, wobei die Signalmanipulationseinheit (21) zum Erzeugen von Testsignalen (W1, W2) und deren Bereitstellung an dem wenigstens einen Eingang (121) der Kraftfahrzeugkomponente (12) über den wenigstens einen ersten Statuswechselschalter (211) und zum Erzeugen eines Testsignals (W3) und dessen Bereitstellung an dem an dem zweiten Statuswechselschalter (212) ausgebildet ist, und wobei die Signalmanipulationseinheit (21) einen Speicher zum Speichern und einen Controller zum Auswerten von, mit der Signalmanipulationseinheit (21) durchgeführten Verifikations- und Validierungstest außerhalb der Kraftfahrzeugkomponente (12) entstehenden, Daten umfasst.
  5. 5
    System nach Anspruch 4, wobei die externe Signalmanipulationseinheit 21 einen Computer mit einer Signalmanipulationssoftware umfasst.