EP2883769B2

Method and device for the lateral guidance of a motor vehicle, in particular for assisting evasive action

Abstract

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EP2883769B2, drawing sheet 1
Sheet 1 of 4

Term

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Expires 23 October 2034.

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9 claims: 2 independent, 7 dependent

  1. 1
    Verfahren zur Querführung eines Kraftfahrzeugs (4), insbesondere zur Ausweichunterstützung eines Kraftfahrzeugs (4) um eine Kollision zu vermeiden oder eine nichtvermeidbare Kollision zu mildern, wobei mittels eines Objektsdetektionssensors (5) Hindernisse (3, 7, 8, 9) erkannt und Informationen bezüglich deren Position zum Kraftfahrzeug (4) und bezüglich mindestens einer weiteren Eigenschaft ermittelt werden, die Hindernisse (3, 7, 8, 9) bezüglich Ihrer Eigenschaft "überfahrbar" oder "nicht überfahrbar" klassifiziert werden aufgrund dieser Klassifizierung eine Trajektorie (11) für das Kraftfahrzeug (4) ermittelt wird, die einen kollisionsfreien Fahrkorridor (12) abseits der detektierten Hindernisse (3, 7, 8, 9) beschreibt, wobei beim Ermitteln der Trajektorie auch erkannte Hindernisse (3, 7, 8, 9) überfahren werden dürfen, die als "überfahrbar" klassifiziert wurden, und Lenksignale gemäß der Trajektorie (11) bestimmt und an einen Querregler (23) zur Ausweichunterstützung oder zum selbsttätigen Ausweichen des Kraftfahrzeugs (4) ausgegeben werden, wobei die Klassifikation "überfahrbar" oder "nicht überfahrbar" aufgrund der mit dem Objektdetektionssensor (5) ermittelten Höhe des Hindernisses (3, 7, 8, 9) durchgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass wenn keine Trajektorie (11) mit kollisionsfreiem Fahrkorridor (12) ermittelbar ist, die nicht überfahrbaren Hindernisse (3, 7, 8, 9) mit einer Höhe unterhalb eines vorbestimmten Grenzwertes ausgeblendet werden, indem diese nicht überfahrbaren Hindernisse mit der Höhe unterhalb des vorbestimmten Grenzwertes von der Klassifikation "nicht überfahrbar" in "überfahrbar" geändert werden. ,
  2. 2
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nur die Hindernisse (3, 7, 8, 9) mit einer Höhe unterhalb eines vorbestimmten Grenzwertes ausgeblendet werden, die an eine befahrbare Fläche angrenzen.
  3. 3
    Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der vorbestimmte Grenzwert in Abhängigkeit der eigenen Fahrzeuggeschwindigkeit gewählt wird.
  4. 4
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der vorbestimmte Grenzwert in Abhängigkeit des Annäherungswinkels zwischen dem Kraftfahrzeug (4) und dem erkannten Hindernis (3, 7, 8, 9) gewählt wird.
  5. 5
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine weitere Eigenschaft der Hindernisse (3, 7, 8, 9), die durch den Objektdetektionssensor (5) ermittelt und bereitgestellt wird, die vertikale Ausdehnung des Hindernisses (3, 7, 8, 9) ist.
  6. 6
    Verfahren nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bestimmung der Lenksignale zusätzlich ein Maß für die Kritikalität ermittelt wird, das angibt, wie schnell und/oder mit welcher Intensität die Lenksignale (21) durch den Querregler (23) umzusetzen sind.
  7. 7
    Verfahren nach Anspruch 6,, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bestimmung der Kritikalität - der Abstand des Kraftfahrzeugs (4) zu den Hindernissen (3, 7, 8, 9) und/oder - die momentane Fahrzeuggeschwindigkeit herangezogen wird.
  8. 8
    Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Maß für die Kritikalität umso höher ist, - desto geringer der Abstand zwischen dem Kraftfahrzeug (4) und dem Hindernis (3, 7, 8, 9) und/oder - desto höher die Fahrzeuggeschwindigkeit ist.
  9. 9
    Vorrichtung zur Querführung eines Kraftfahrzeugs (4), insbesondere Vorrichtung zur Ausweichunterstützung eines Kraftfahrzeugs (4) um eine Kollision zu vermeiden, wobei ein Objektsdetektionssensor (5) vorgesehen ist, der Hindernisse (3, 7, 8, 9) erkennt und Informationen bezüglich deren Position zum Kraftfahrzeug (4) und mindestens einer weiteren Eigenschaft zur Verfügung stellt, ein Klassifikator vorgesehen ist, der die Hindernisse (3, 7, 8, 9) bezüglich Ihrer Eigenschaft "überfahrbar" oder "nicht überfahrbar" klassifiziert, eine Trajektorienplanungseinrichtung vorgesehen ist, die aufgrund dieser Klassifizierung eine Trajektorie (11) ermittelt, die einen kollisionsfreien Fahrkorridor (12) abseits der detektierten Hindernisse (3, 7, 8, 9) beschreibt, wobei beim Ermitteln der Trajektorie auch erkannte Hindernisse (3, 7, 8, 9) überfahren werden dürfen, die als "überfahrbar" klassifiziert wurden, und ein Querregler (23) vorgesehen ist, der Lenksignale (21) gemäß der Trajektorie (11) bestimmt und an eine Lenkvorrichtung (24) zur Ausweichunterstützung oder zum selbsttätigen Ausweichen des Kraftfahrzeugs (4) ausgibt, wobei im Klassifikator die Klassifikation "überfahrbar" oder "nicht überfahrbar" aufgrund der vom Objektdetektionssensor (5) ermittelten Höhe des Hindernisses (3, 7, 8, 9) durchgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass wenn keine Trajektorie (11) mit kollisionsfreiem Fahrkorridor (12) ermittelbar ist, die nicht überfahrbaren Hindernisse (3, 7, 8, 9) mit einer Höhe unterhalb eines vorbestimmten Grenzwertes ausgeblendet werden;indem diese nicht überfahrbaren Hindernisse mit der Höhe unterhalb des vorbestimmten Grenzwertes von der Klassifikation "nicht überfahrbar" in "überfahrbar" geändert werden.