EP2803154B1

Method and masterclock for providing fail-silent synchronisation messages

Abstract

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EP2803154B1, drawing sheet 1
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Expires 9 April 2033.

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12 claims: 1 independent, 11 dependent

  1. 1
    Verfahren zur Erstellung von fail-silent Synchronisationsnachrichten in einem verteilten Echtzeitsystem, wobei das Verfahren folgenden Funktionseinheiten verwendet:einen Satellitenempfänger ( 1 10) zum Empfang eines Zeitsignals von einem Navigationssatellitensystem, eine präzise Referenzuhr (130), die ein im Folgenden als R-Signal bezeichnetes periodisches Zeitsignal generiert, einen zentralen Rechner (140), einen Monitor (120) mit einer periodischen Zeitquelle, und einen Datenblock (210) zur Speicherung von Konfigurationsparametern, wobei der Satellitenempfänger (110) periodisch ein S-Signal generiert, wobei die Frequenz und Phase des nominalen R-Signals identisch ist mit der Frequenz und Phase des S-Signals, und wobei die Differenz zwischen dem nominalen und tatsächlichen R-Signal verwendet wird, um diese Differenz in Zukunft zu minimieren, und wobei • im Normalfall des Satellitenempfängers (110) eine periodische Synchronisationsnachricht (220), die entsprechend den Konfigurationsparametern (210) von dem zentralen Rechner (140) zu generieren ist, auf der Grundlage des S-Signals generiert wird und die Differenz zwischen dem nominalen und tatsächlichen R-Signal verwendet wird, um den Stand und den Gang der Referenzuhr (130) an das S-Signal anzupassen, und wobei • im Anomaliefall des Satellitenempfängers (110) die Ganganpassung der Referenzuhr (120) ausgesetzt wird, und wobei • im Fehlerfall des Satellitenempfängers (110) die periodische Synchronisationsnachricht (220), welche entsprechend den Konfigurationsparametern (210) vom zentralen Rechner (140) zu generieren ist, auf der Grundlage des tatsächlichen R-Signals generiert wird;und wobei mit der periodischen Zeitquelle des Monitors (120) der zeitliche Abstand zweier aufeinander folgender Synchronisationsnachrichten (220) gemessen wird und der Monitor (120) überprüft, ob der in der Synchronisationsnachricht enthaltene Sendezeitpunkt mit dem tatsächlichen Sendezeitpunkt übereinstimmt und der Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Synchronisationsnachrichten (220) innerhalb eines a priori festgelegten Toleranzintervalls liegt, und, falls dies nicht der Fall ist, die Synchronisationsnachricht (220) derart modifiziert, dass jeder Empfänger die Synchronisationsnachricht (220) als fehlerhaft erkennt.
  2. 2
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Monitor (120) nach Start-up in eine Initialphase eintritt, während welcher der Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Synchronisationsnachrichten (220) vermessen wird und in der folgenden Betriebsphase den gemessen Abstand verwendet, um einen fehlerhaften Abstand von zwei aufeinanderfolgenden Synchronisationsnachrichten (220) zu erkennen.
  3. 3
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zentralen Rechner (140) periodisch eine Diagnosenachricht generiert, in welcher der Betriebszustand und eventuelle Anomalien oder Fehler des Gesamtsystems während der vorangegangen Periode enthalten sind.
  4. 4
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die in Konfigurationsdatenblock (210) gespeicherten Daten mit fehlererkennenden Codes gesichert sind.
  5. 5
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die im Konfigurationsdatenblock (210) gespeicherten Daten mit fehlerkorrigierenden Codes gesichert sind.
  6. 6
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die im Konfigurationsdatenblock (210) gespeicherten Parameter nur geändert werden können, wenn eine physikalische Verbindung zwischen einem externen Eingabegerät und dem zentralen Rechner (140) existiert.
  7. 7
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die im Konfigurationsdatenblock (210) gespeicherten Parameter über das Internet mit einem kryptographisch gesicherten Protokoll änderbar sind.
  8. 8
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Satellitenempfänger (110) die Feldstärke der Satellitensignale misst und dem zentralen Rechner (140) mitteilt, um Anomalien in den Satellitensignalen erkennen zu können.
  9. 9
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Synchronisationsnachricht (220) durch eine elektronische Unterschrift gesichert ist.
  10. 10
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der syntaktische Aufbau der Synchronisationsnachricht (220) dem SAE Standard AS6802 entspricht und/oder der syntaktische Aufbau der Synchronisationsnachricht (220) dem IEEE Standard 1588 entspricht.
  11. 11
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die S-Signale auf der Basis der Satellitensignale des GPS Systems und/oder des Galileo Systems und/oder des GLANOSS Systems generiert werden.
  12. 12
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Ende des Ausfalls des Satellitenempfängers (110) das von der Referenzuhr (130) generierte R-Signal mit einer maximalen vordefinierten Gangdifferenz an das wieder vorhandene S-Signal geführt wird, um die während des Ausfalls akkumulierte Uhrenstanddifferenz zwischen dem R-Signal und dem S-Signal abzubauen.