EP2736558B1

Method and devices for testing at least one function of a medical functional device

Abstract

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EP2736558B1, drawing sheet 1
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Expires 27 July 2032.

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13 claims: 5 independent, 8 dependent

  1. 1
    Verfahren zum Überprüfen wenigstens einer Funktion einer medizinischen Funktionseinrichtung, welche in eine medizinischen Behandlungsvorrichtung (4) eingelegt und mit dieser verbunden und verpresst ist, und/oder einer Funktion dieser Behandlungsvorrichtung (4), wobei zwischen einer Hydraulikeinrichtung oder einer Pneumatikeinheit (200) der Behandlungsvorrichtung (4) und der Funktionseinrichtung wenigstens eine Fluidkommunikation hergestellt ist, wobei das Verfahren die Schritte aufweist:- Aufbauen eines Drucks mittels der Hydraulikeinrichtung oder einer Pneumatikeinheit (200) innerhalb der Fluidkommunikation;- Messen eines innerhalb der Fluidkommunikation herrschenden Drucks oder einer Druckveränderung;- Treffen einer Aussage über die überprüfte Funktion der Funktionseinrichtung aufgrund eines Vergleichs des herrschenden Drucks oder der gemessenen Druckveränderung mit zuvor gespeicherten Werten, Schwellenwerten, Bereichen oder Verläufen;- Sperren von Behandlungsmodalitäten und/oder Einschränken von Behandlungsparametern des Behandlungsverfahrens unter Einbezug eines Ergebnisses der Überprüfung wenigstens einer Funktion der medizinischen Funktionseinrichtung und/oder der Behandlungsvorrichtung (4), wobei das Ergebnis mittels des vorliegenden Verfahrens erzielt wurde;- Fördern eines vorbestimmten Fördervolumens (MAXFOERDERVOLUMEN) innerhalb der Fluidkommunikation bei rückwärts laufender Substituatpumpe (17) gegen ein Rückschlagventil (23), welches innerhalb eines Substituatkanals vorgesehen ist, und - Feststellen einer Druckveränderung innerhalb der Fluidkommunikation, wobei das Verfahren mindestens einen der beiden folgenden Schritte aufweist: - Feststellen, dass die Substituatpumpe (17) vorwärts fördert oder gefördert hat, falls ein festgestellter Druckanstieg höher als ein maximaler Druckanstieg (MAXDRUCKANSTIEG) oder höher als ein vorbestimmter Betrag einer Druckveränderung (MAXIMALE DRUCKAENDERUNG) ist und/oder - Feststellen einer Rückschlagfunktion des Rückschlagventils (23), falls ein festgestellter Druckabfall nicht gleich oder höher als ein maximaler Druckabfall (MAXDRUCKABFALL) oder nicht höher als ein vorbestimmter Betrag einer Druckveränderung (MAXIMALE DRUCKAENDERUNG) ist, wobei die medizinische Funktionseinrichtung eine Blutkassette (2) ist, und wobei die Behandlungsvorrichtung (4) eine Blutbehandlungsvorrichtung ist, und wobei das Verfahren automatisch abläuft.
  2. 2
    Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Schritt:- Aufbauen eines Drucks mittels der Hydraulikeinrichtung oder einer Pneumatikeinheit (200) innerhalb der Fluidkommunikation nur ausgeführt wird, wenn bei einem vorausgehenden Anlegen eines Vordrucks, welcher niedriger als der aufzubauende Druck ist, keine Funktionsabweichung festgestellt wurde.
  3. 3
    Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, mit wenigstens einem der weiteren Schritte:- Befüllen eines Blutfilters (19), mit welchem die Funktionseinrichtung verbunden ist,- Aufbauen des Drucks mittels einer Substituatpumpe (17) der Behandlungsvorrichtung (4), - Aufbauen des Drucks gegen die stehende Substituatpumpe (17), und/oder - Befüllen eines mit der Funktionseinrichtung verbundenen extrakorporalen Blutkreislaufs (1) vor Aufbauen des Drucks.
  4. 4
    Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, mit den Schritten:- Feststellen eines Druckabfalls oder eines Druckanstiegs innerhalb der Fluidkommunikation;- Feststellen einer Durchgängigkeit der Fluidkommunikation oder der Funktionseinrichtung aufgrund eines Vergleichs des festgestellten Druckabfalls oder Druckanstiegs mit zuvor gespeicherten Werten, Schwellenwerten, Bereichen oder Verläufen.
  5. 5
    Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, mit den Schritten:- Feststellen eines Druckabfalls oder Druckanstiegs innerhalb der Fluidkommunikation;- Feststellen einer Dichtigkeit der Fluidkommunikation oder der Funktionseinrichtung aufgrund eines Vergleichs des festgestellten Druckabfalls oder Druckanstiegs mit zuvor gespeicherten Werten, Schwellenwerten, Bereichen oder Verläufen.
  6. 6
    Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, mit dem Schritt:- Ermitteln eines aktuellen Druckwertes (WERT_neu) ausgehend von einem bereits vorliegenden Druckwert (WERT_alt), von einem Messwert (MESSWERT) und von einem vorbestimmten Glättungsfaktor (GF) nach der Formel: WERT_neu = WERT_alt * GF + MESSWERT * 1 − GF wobei gilt: WERT_neu ist ein aktueller Druckwert;WERT_alt ist der bereits vorliegende Druckwert;GF ist ein Glättungsfaktor;und MESSWERT ist ein aktueller Messwert des Drucks.
  7. 7
    Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei wenigstens eine Funktion, insbesondere das Öffnen, das Schließen oder das Dichten, wenigstens einer der folgenden Komponenten getestet wird:- Ventil für eine Zugabestelle (13) für Substituat in Prädilution;- Ventil für eine Zugabestelle (14) für Substituat in Postdilution;- Single-Needle-Ventil (35);- Rückschlagventil (23) im Substituatkanal;und/oder - automatischer Substituatkonnektor (18b).
  8. 8
    Erfassungseinrichtung, programmiert und/oder konfiguriert zum Durchführen oder Veranlassen eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7.
  9. 9
    Erfassungseinrichtung nach Anspruch 8, aufweisend wenigstens eine Anzeigeeinrichtung zum Anzeigen eines Ergebnisses der Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7 und/oder aufweisend wenigstens eine Alarmeinrichtung zum Ausgeben eines Alarms, wobei die Alarmeinrichtung vorgesehen ist zum Ausgeben eines Alarms für den Fall, dass das Ergebnis der Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7 nicht in einem vorbestimmten Bereich oder Wertebereich liegt.
  10. 10
    Erfassungseinrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 9, welche programmiert und/oder konfiguriert ist, um derart auf die Behandlungsvorrichtung (4) einzuwirken, dass wenigstens eine Behandlungsoption, zu welcher die überprüfte Funktionseinrichtung konstruktionsbedingt einsetzbar ist, und/oder das Behandeln unter vorbestimmten Behandlungsparametern mittels der konkreten, überprüften Funktionseinrichtung nicht durchführbar ist, falls eine mangelnde Funktionsfähigkeit der Funktionseinrichtung und/oder der Behandlungsvorrichtung (4) oder jeweils einer Komponente hiervon erkannt wurde.
  11. 11
    Erfassungseinrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, welche eine Steuerungsvorrichtung und/oder ein Funktionstestmonitor ist oder jeweils aufweist.
  12. 12
    Medizinische Behandlungsvorrichtung, welche wenigstens eine Erfassungseinrichtung gemäß einem der Ansprüche 8 bis 11 aufweist und/oder mit dieser in Signalübertragung steht oder zur Signalübertragung verbunden ist.
  13. 13
    Medizinische Behandlungsvorrichtung nach Anspruch 12, welche als Vorrichtung zur Apherese oder Dialyse, wiederum insbesondere zur Hämodialyse, Hämofiltration oder Hämodiafiltration, ausgestaltet ist.
Independent claims13