EP2017494A2

Shock absorber and method for calibrating same

Abstract

Ein Stoßdämpfer (1,1',1",1'",1"",1V) besitzt ein Gehäuserohr (2), ein koaxial darin angeordnetes Druckrohr (4) und ein Kolben (5) der radial abgedichtet in axiale Richtung in den Druckrohr (4) verschiebbar ist. Eine Kolbenstange (6) des Kolbens (5) ist abgedichtet durch eine Stirnseite des Gehäuserohrs (2) herausgeführt und der Kolben begrenzt zusammen zumindest mit dem Druckrohr (4), einen Arbcitsraum (11), aus dem ein Fluid in Folge einer Bewegung des Kolbens (5) in axiale Richtung durch mindestens eine einen Drosselquerschnitt (36) definierende Drosselöffnung (17) und der Drosselwirkung in einen zweiten Arbeitsraum (14) und/oder einen Speicherraum verdrängbar ist. Um sehr rasch und ohne großen Aufwand eine wiederholte Verstellung der Dämpfungscharakteristik zu ermöglichen, wird vorgeschlagen, dass der wirksame Drosselquerschnitt (36) mittels einer fernsteuerbaren Antriebseinrichtung (18) veränderbar ist. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Einstellen eines Stoßdämpfers.

EP2017494A2, drawing sheet 1
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Term

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15 claims: 3 independent, 12 dependent

  1. 1
    Stoßdämpfer (1,1',1",1"',1"",1 V ) mit einem Gehäuserohr (2,2',2"), einem koaxial darin angeordneten Druckrohr (4,4") und einem Kolben (5), der radial abgedichtet in axiale Richtung in dem Druckrohr (4,4") verschiebbar ist, wobei eine Kolbenstange (6) des Kolbens (5) abgedichtet durch eine Stirnseite des Gehäuserohres (2,2',2") herausgeführt ist und der Kolben (5) zusammen mit zumindest dem Druckrohr (4,4") einen Arbeitsraum (11) begrenzt, aus dem ein Fluid in Folge einer Bewegung des Kolbens (5) in axiale Richtung durch mindestens eine einen Drosselquerschnitt (36) definierende Drosselöffnung (17) unter Drosselwirkung in einen zweiten Arbeitsraum (14) und/oder einen Speicherraum verdrängbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der wirksame Drosselquerschnitt (36) mittels einer fernsteuerbaren Antriebseinrichtung (18) veränderbar ist.
  2. 2
    Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung (18) an dem Gehäuserohr (2,2',2"), vorzugsweise an einer Stirnseite (7) des Gehäuserohres (2, 2,□2)□befestigt ist, wobei die Antriebseinrichtung (18) weiter vorzugsweise auf der der Kolbenstange (6) gegenüber liegenden Seite des Gehäuserohres (2,2',2") angeordnet ist und weiter vorzugsweise eine Längsachse des Stoßdämpfers (1,1',1",1"', 1 V ) oder des Gehäuserohres (2,2',2") mit einer Mittelachse der Antriebseinrichtung (18) fluchtet.
  3. 3
    Stoßdämpfer nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Überströmkanal (12), der das Überströmen von Fluid an dem Kolben (5) vorbei aus dem ersten Arbeitsraum (11) in den zweiten Arbeitsraum (14) oder den Speicherraum erlaubt, als insbesondere wendelförmige Nut in dem Gehäuserohr (2,2') und/oder als Abflachung an der äußeren Mantelfläche des Druckrohres (4,4") ausgebildet ist oder dass das Druckrohr (4) in einer mit einem in axiale Richtung des Druckrohres (4) verlaufenden Schlitz (26) versehenen und koaxial zu dem Druckrohr (4) angeordneten Überwurfhülse (27) gelagert ist, die koaxial in dem Gehäuserohr (2) angeordnet ist, wobei der Schlitz (26) einen Überströmkanal bildet, der ein Überströmen von Fluid an dem Kolben (5) vorbei aus dem ersten Arbeitsraum (11) in den zweiten Arbeitsraum (14) oder den Speicherraum erlaubt.
  4. 4
    Stoßdämpfer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Antriebseinrichtung (18) das Druckrohr (4) und die Überwurfhülse (27) relativ zueinander verdrehbar sind und/oder das Druckrohr (4) relativ zu dem Gehäuserohr verdrehbar und/oder verschiebbar ist, wobei sich in dem Druckrohr (4) eine Mehrzahl von in axiale Richtung verlaufenden Reihen mit Drosselbohrungen (17) befindet, die mittels der Antriebseinrichtung in Überdeckung mit dem Schlitz (26) in der Überwurfhülse (27) bringbar sind.
  5. 5
    Stoßdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Drosselquerschnitt (36) einer an einer Stirnseite des Arbeitsraumes befindlichen Drosselöffnung mittels eines kugel-, kegel- oder pyramidenförmigen Drosselkörpers durch dessen Verlagerung in axiale Richtung des Duckrohres (4") veränderbar ist, wobei der Drosselkörper mittels der Antriebseinrichtung (18) axial verlagerbar ist.
  6. 6
    Stoßdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung (18) eine Drehbewegung erzeugt, die mittels zweier gewindeartig zusammenwirkender Bauteile in eine Bewegung in axiale Richtung des Druckrohres (4") umsetzbar ist, wobei die Antriebseinrichtung (18) vorzugsweise einen elektrischen, weiter vorzugsweise elektromotorischen, oder pneumatischen oder hydraulischen Antrieb besitzt.
  7. 7
    Stoßdämpfer nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Drosselkörper ein stirnseitig in das Gehäuserohr (2") eingesetzter Stopfen (8",8''') mit einer Drosselspitze (30) ist, wobei der Stopfen (8",8''') in einen mit einem Innengewinde versehenen Abschnitt des Gehäuserohres (2") eingeschraubt und abgedichtet und drehbar mit einem Außengewinde in dem Gehäuserohr (2") gelagert und mittels der Antriebseinrichtung (18) relativ zu dem Gehäuserohr (2") verdrehbar ist.
  8. 8
    Stoßdämpfer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Drosselspitze (30) unterschiedlich tief in eine Drosselöffnung eindringt, die sich in einer den Arbeitsraum (11) in axiale Richtung begrenzenden Drosselblende (28) befindet, welche vorzugsweise mindestens einen radial verlaufenden Abströmkanal besitzt, der eine Verbindung zwischen dem Drosselquerschnitt und dem Überströmkanal bildet.
  9. 9
    Stoßdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung (18) auf der Stirnseite des Gehäuserohres (2,2',2") angeordnet ist, an der die Kolbenstange (6) aus dem Gehäuserohr (2,2',2") austritt, wobei ein hülsenförmiges Übertragungselement der Antriebseinrichtung die Stirnseite des Gehäuserohres (2,2',2") abgedichtet durchdringt.
  10. 10
    Stoßdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch mindestens eine Messeinrichtung, mittels derer eine Betriebstemperatur des Fluids und/oder ein Druck des Fluids in dem Arbeitsraum (11) messbar, und mindestens eine Steuereinrichtung (47), mittels derer die Antriebseinrichtung (18) abhängig von der Betriebstemperatur und/oder dem Druck in dem Arbeitsraum (11) steuerbar ist, wobei diese vorzugsweise programmgesteuert ist.
  11. 11
    Stoßdämpfer nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung mindestens ein Thermoelement (45) und/oder einen piezo-elektrischen Drucksensor (50) aufweist.
  12. 12
    Stoßdämpfer nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung und die Antriebseinrichtung in einer baulichen Einheit integriert sind, wobei die Antriebseinrichtung vorzugsweise in einem Gehäuse des Stoßdämpfers integriert ist.
  13. 13
    Verfahren zum Einstellen eines Stoßdämpfers (1,1',1",1"',1"", 1 V ) mit einem Druckrohr (4) und mit einem Kolben (5), der durch einen Stoß auf eine aus dem Stoßdämpfer (1,1',1",1"',1"", 1 V ) geführte Kolbenstange (6) in dem Druckrohr (4) axial verschiebbar ist, wobei das Druckrohr (4) einen ersten Arbeitsraum (11) umschließt, aus dem ein Fluid mittels des Kolben (5) durch mindestens eine einen Drosselquerschnitt (36) definierende Drosselöffnung (17) unter Drosselwirkung in einen zweiten Arbeitsraum (14) und/oder einen Speicherraum verdrängbar ist, und wobei eine Kennlinie des Stoßdämpfers (1)□über den Drosselquerschnitt (36) eingestellt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Drosselquerschnitt (36) von Außerhalb des Stoßdämpfers (1,1',1",1"',1"",1 V ) mittels einer fernsteuerbaren Antriebseinrichtung (18) verändert wird.
  14. 14
    Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Betriebstemperatur des Fluids und/oder ein Druck des Fluids in dem Arbeitsraum (11) gemessen und der Drosselquerschnitt abhängig von der Betriebstemperatur und/oder ein Druck des Fluids in dem Arbeitsraum (11) ermittelt und eingestellt wird.
  15. 15
    Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine Änderung der Betriebstemperatur und/oder eine Änderung des während eines Dämpfungszyklus auftretenden Maximaldrucks gemessen und der Drosselquerschnitt (36) abhängig von der Änderung angepasst wird, wobei der Drosselquerschnitt (36) automatisch eingestellt wird.
Independent claims15