EP1525802A1

Ethylene adsorption for the control of ripening of fruit and vegetables

Abstract

Um insbesondere den Reifeprozess von Obst zu hemmen, wird die Verwendung eines Adsorbens wie insbesondere eines Zeoliths in der Umgebung des Obstes vorgeschlagen, welches in der Lage ist, Ethen zu adsorbieren. Vorzugsweise wird das Adsorbens in einer folienartigen oder einer papierartigen Anordnung in der Nähe des Obstes angeordnet und/oder mit dem Obst in Kontakt gebracht, um vom Obst abgegebenes Ethen ständig aus der Umgebungsathmosphäre zu adsorbieren (Fig. 1).

EP1525802A1, drawing sheet 1
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18 claims: 5 independent, 13 dependent

  1. 1
    Verfahren zur Hemmung des Reifeprozesses, insbesondere von Obst, dadurch gekennzeichnet, dass ein Adsorbens, insbesondere ein Zeolith, in der Umgebung des Obstes angeordnet wird, welches in der Lage ist Ethen zu adsorbieren.
  2. 2
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine folienartige bzw. eine papierartige Anordnung, enthaltend ein Adsorbens, in der Nähe des Obstes angeordnet wird, und/oder mit dem Obst in Kontakt gebracht wird, um vom Obst abgegebenes Ethen ständig aus der Umgebungsatmosphäre zu adsorbieren.
  3. 3
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das verwendete Absorbens zusätzlich ein Additiv mit bakteriziden Eigenschaften enthält, um zusätzlich zur Hemmung des Reifeprozesses auch Fäulnisprozesse zu hemmen.
  4. 4
    Anordnung zur Hemmung des Reifeprozesses, insbesondere von Obst mindestens bestehend aus einer Folie bzw. einem Papier, mindestens aufweisend einen Zeolith, welcher befähigt ist Ethen aus der Umgebungsatmosphäre zu adsorbieren.
  5. 5
    Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei Zeolith um ein poröses Aluminiumsilikat mit einem Netzwerk von genau definierten Poren handelt.
  6. 6
    Anordnung nach einer der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Zeolitz zusätzlich mit Silberionen imprägniert ist.
  7. 7
    Anordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Aluminiumsilikat ein SiO 2 /Al 2 O 3 -Verhältnis von > 10 aufweist.
  8. 8
    Anordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis SiO 2 /Al 2 O 3 im Zeolith von ca. 10 - 1000, vorzugsweise zwischen 20 und 400 beträgt, mit einem dreidimensionalen Porensystem mit Porenöffnungen von ca. 0,3 x 0,3 - 0,8 x 0,8 nm.
  9. 9
    Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der hydrophobe Zeolith in einer Polymerfolie eingearbeitet angeordnet ist, in der Grössenordnung von ca. 5 bis 50 Gew.%, vorzugsweise 10 bis 30 Gew.%.
  10. 10
    Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass es sich beim Polymeren um Polyethylen, um einen Polyester, Polypropylen, Polyamid, PVC oder dgl. handelt.
  11. 11
    Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der hydrophobe Zeolith integral in einem Papier angeordnet ist, in der Grössenordnung von ca. 5 bis 50 Gew.%, vorzugsweise 10 bis 30 Gew.%.
  12. 12
    Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der hydrophobe Zeolith als Beschichtung auf einer Polymerfolie bzw. einem Papier angeordnet ist, wobei es sich beim Polymer, beispielsweise um Polyethylen, Polyester, Polyamid, Polypropylen, PVC oder dgl. handelt.
  13. 13
    Verfahren zur Herstellung einer Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der hydrophobe Zeolith zusammen mit einer Polymerschmelze oder einem Papierbrei in der Grössenordnung von 5 bis 50 Gew.%, vorzugsweise 10 bis 30 Gew.% im Sinne eines Füllstoffes oder eines Additives verarbeitet wird gemäss üblich in der Kunststoffindustrie verwendeten Folienherstellungsprozessen bzw. in der Papierindustrie üblicherweise verwendete Methode zur Papierherstellung.
  14. 14
    Verfahren zur Herstellung einer Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 8 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Polymerfolie oder ein Papier mittels einer wässrigen Dispersion, enthaltend den hydrophoben Zeolithen, beschichtet wird, und anschliessend das Wasser aus der Beschichtung entfernt wird.
  15. 15
    Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass als Bindemittel in der wässrigen Dispersion Silane oder Siloxane verwendet werden.
  16. 16
    Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Verarbeiten der Zeolith mit Silberionen imprägniert wird durch Ionenaustausch in einer wässrigen Suspension, wobei der Ionenaustauschgrad im Bereich von ca. 5 bis 100% liegt.
  17. 17
    Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie oder das Papier auf einer Seite mit einem Kleber beschichtet ist, welcher Kleber vorzugsweise von einer wieder entfernbaren, silikonisierten Abdeckfolie überdeckt ist.
  18. 18
    Verwendung der Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12 oder 17 zur Hemmung des Reifeprozesses, insbesondere von Obst durch Auslegung der Folie oder des Papiers als Tapete, als Auslegematerial in Transportcontainern, in oder an Behältnissen, als Auslegematerial auf Lagergestellen, etc. für die Adsorption von Ethen in der das Obst umgebenden Atmosphäre.
Independent claims18