Agricultural working machine
6 claims: 1 independent, 5 dependent
- 1Landwirtschaftliche Arbeitsmaschine (10), mit:Mitteln (12, 14) zum Vortrieb der Arbeitsmaschine (10), einer Arbeitseinrichtung, die durch einen Aktor (42, 46) zur Arbeit auf einem Gelände in eine Betriebsposition bringbar ist und zur Fahrt auf einer Straße in eine Außerbetriebsposition bringbar ist, und einer mit einer Steuerung (52) verbundenen Bedienereingabeeinrichtung (54), mit der ein Bediener die Betriebsart der Arbeitsmaschine (10) auswählen kann, wobei ihm zumindest eine Straßenbetriebsart und eine Arbeitsbetriebsart zur Verfügung stehen und die Steuerung (52) derart programmiert ist, dass Einrichtungen der Arbeitsmaschine (10), wie Beleuchtungen (48), die nur bei einer Straßenfahrt benötigt werden, nur bei ausgewählter Straßenbetriebsart in einen Betriebsmodus verbringbar sind, während die Arbeitseinrichtung, die nur bei der Arbeit benötigt wird, nur bei ausgewählter Arbeitsbetriebsart in einen Betriebsmodus verbringbar ist, und die Steuerung (52) betreibbar ist, zu überprüfen, ob sich die Arbeitseinrichtung in der Außerbetriebsposition befindet, wenn mit der Bedienereingabeeinrichtung (54) ein Übergang von der Arbeitsbetriebsart in die Straßenbetriebsart ausgewählt wird, und in Abhängigkeit vom Ergebnis der Überprüfung einen Signalwert zu erzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung betreibbar ist, einem Bediener ein Signal zu geben, wenn mit der Bedienereingabeeinrichtung (54) ein Übergang von der Arbeitsbetriebsart in die Straßenbetriebsart ausgewählt wird und sich die Arbeitseinrichtung nicht in der Außerbetriebsposition befindet, und/oder den Aktor (42, 46) dann zu veranlassen, die Arbeitseinrichtung selbsttätig in die Außerbetriebsposition zu verbringen, dass ein Sensor (50) mit der Steuerung (52) verbunden ist, der eingerichtet ist, eine Bedingung zu erfassen, bei der ein Verbringen der Arbeitseinrichtung in die Außerbetriebsstellung nicht angebracht ist, und dass die Steuerung (52) bei Erhalt eines Signals des Sensors (50), das auf einen Eintritt der Bedingung hinweist, den Aktor (46) nicht veranlasst, die Arbeitseinrichtung in die Außerbetriebsstellung zu verbringen, wenn mit der Bedienereingabeeinrichtung (54) ein Übergang von der Arbeitsbetriebsart in die Straßenbetriebsart ausgewählt wird, sondern einen entsprechenden Hinweis an den Bediener gibt.
- 2Arbeitsmaschine (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine selbstfahrende Erntemaschine ist.
- 3Arbeitsmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitseinrichtung zum Handhaben von Erntegut vorgesehen ist.
- 4Arbeitsmaschine (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Mähdrescher ist und dass die Arbeitseinrichtung ein Korntankentleerrohr (20) und/oder eine Korntankabdeckung (44) und/oder eine zur Hangarbeit verstellbare Radanordnung und/oder einen Erntevorsatz mit verschwenkbaren Elementen umfasst.
- 5Arbeitsmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Feldhäcksler ist und dass die Arbeitseinrichtung eine Austrageinrichtung und/oder einen Erntevorsatz mit verschwenkbaren Elementen umfasst.
- 6Arbeitsmaschine (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitseinrichtung durch ein Bedienereingabeelement (56, 58) steuerbar ist, und dass das Bedienerelement (56, 58) selbsttätig in die Außerbetriebsstellung gebracht wird, wenn mit der Bedienereingabeeinrichtung (54) ein Übergang von der Arbeitsbetriebsart in die Straßenbetriebsart ausgewählt wird.
Independent claims6
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0001Die Erfindung betrifft eine landwirtschaftliche Arbeitsmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
0002Landwirtschaftliche Arbeitsmaschinen, wie Traktoren, Feldhäcksler, Mähdrescher, Baumwollpflükkerund dergleichen sind in der Regel zur Arbeit auf einem Feld und zum Transport auf einer Straße betreibbar. Viele dieser Arbeitsmaschinen (vgl. Betriebsanleitung Selbstfahrende Feldhäcksler 6650, 6750, 6850 und 6950, John Deere Werke Zweibrücken OMZ92565 Ausgabe K7 © 1997) weisen Bedienereingabeeinrichtungen auf, die in der Regel als so genannte Feld/Straßenbetriebsschalter oder Straßensicherheitsschalter ausgeführt sind. Diese Bedienereingabeeinrichtungen ermöglichen es, eine Arbeitsbetriebsart auszuwählen. Nur wenn die Arbeitsbetriebsart ausgewählt ist, können bestimmte, beim Arbeitsbetrieb auf dem Feld benötigte Einrichtungen der Arbeitsmaschine in Betrieb gesetzt werden, bei einem Mähdrescher beispielsweise der Entladeförderer in Drehung versetzt und das Entleerrohr ausgeschwenkt. Andererseits ermöglicht es die Bedienereingabeeinrichtung, eine Straßenbetriebsart auszuwählen. Nur in der Straßenbetriebsart können wiederum andere, nur im Straßenbetrieb benötigte Einrichtungen eingeschaltet werden, wie bestimmte Beleuchtungen. In der Straßenbetriebsart können die nur beim Arbeitsbetrieb benötigten Einrichtungen nicht eingeschaltet werden, während bei der Arbeitsbetriebsart die nur bei der Fahrt auf einer Straße benötigten Einrichtungen der Arbeitsmaschine nicht in Betrieb genommen werden können. Auf diese Weise werden Fehlbedienungen vermieden.
0003Will der Bediener nach der Beendigung der Arbeit auf einem Feld in die Straßenbetriebsart übergehen, muss er bei vielen Arten von Arbeitsmaschinen zuvor eine Arbeitseinrichtung aus der Betriebsposition in eine Außerbetriebsposition verbringen, indem er einen entsprechenden Schalter betätigt, woraufhin ein Aktor die Arbeitseinrichtung in die Außerbetriebsposition bewegt. So ist beispielsweise bei einem Mähdrescher das Entladerohr in die Stellung zu bringen, in der es sich entlang einer Seite des Mähdreschers erstreckt. Eine Fahrt auf einer Straße ist nunmehr gefahrlos möglich, während sie bei ausgeschwenktem Entladerohr nicht zulässig wäre.
0004Da bei den meisten Arbeitsmaschinen eine große Anzahl von Arbeitseinrichtungen in die Außerbetriebsposition zu verbringen ist, hat insbesondere ein unerfahrener Bediener oft Schwierigkeiten, alle Arbeitseinrichtungen ausfindig zu machen und in die richtige Stellung zu bringen, bevor er die Bedienereingabeeinrichtung veranlasst, in die Straßenbetriebsart überzugehen. Er muss möglicherweise eine Bedienungsanleitung zu Rate ziehen, was relativ zeitaufwändig ist. Außerdem besteht die Gefahr, dass er eine der Arbeitseinrichtungen vergisst und sie versehentlich in der Betriebsposition stehen lässt.
0005In der <patcit id="pcit0001" dnum="US5884204A"><text>US 5 884 204 A</text></patcit> wird eine landwirtschaftliche Maschine mit einem Arbeitsgerät beschrieben, das durch einen Aktor anhebbar ist. Der Aktor ist mit einer Steuerung verbunden, die wiederum mit einer Eingabeeinrichtung verbunden ist. Mit der Eingabeeinrichtung kann über die Steuerung und den Aktor die vertikale Position des Arbeitsgeräts verändert werden. Um bei einer Fahrt bei höherer Geschwindigkeit unerwünschte Schwingungen des Arbeitsgeräts zu vermeiden, kann die Steuerung prüfen, ob sich das Arbeitsgerät in einer für eine Straßenfahrt geeigneten, angehobenen Stellung befindet. Sind diese Bedingungen erfüllt und die Geschwindigkeit größer als ein Mindestwert, wird in einen so genannten Straßenmodus übergegangen, in dem geprüft wird, ob die unerwünschten Schwingungen des Arbeitsgeräts tatsächlich auftreten und ggf. der Aktor zum Absenken des Arbeitsgeräts angesteuert wird, um die Schwingungen zu unterbinden.
0006Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe wird darin gesehen, die genannten Nachteile zu vermeiden.
0007Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Lehre des Patentanspruchs 1 gelöst, wobei in den weiteren Patentansprüchen Merkmale aufgeführt sind, die die Lösung in vorteilhafter Weise weiterentwickeln.
0008Eine Steuerung ist mit der Bedienereingabeeinrichtung verbunden. Der Steuerung wird außerdem eine Information über die Position der Arbeitseinrichtung zugeführt. Veranlasst der Bediener durch Betätigung der Bedienereingabeeinrichtung einen Übergang von der Arbeitsbetriebsart in die Straßenbetriebsart, überprüft die Steuerung, ob sich die Arbeitseinrichtung in der Außerbetriebsposition befindet. Abhängig vom Ergebnis des Vergleichs wird ein Signalwert erzeugt.
0009Anhand des Signalwerts besteht die Möglichkeit, den zum Bewegen der Arbeitseinrichtung vorgesehenen Aktor selbsttätig anzusteuern und zu veranlassen, die Arbeitseinrichtung in die Außerbetriebsstellung zu verbringen, falls mit der Bedienereingabeeinrichtung ein Übergang von der Straßenbetriebsart in die Arbeitsbetriebsart ausgewählt wird und sich die Arbeitseinrichtung noch nicht in der Außerbetriebsposition befindet. Alternativ oder zusätzlich wird dem Bediener eine entsprechende Information gegeben, so dass er eine Rückstellung der Arbeitseinrichtung veranlassen kann.
0010Auf diese Weise gelangt die Arbeitseinrichtung automatisch oder durch Bedienereinwirkung in die bei der Straßenfahrt einzunehmende Außerbetriebsposition. Die Arbeit des Bedieners ist wesentlich erleichtert, die Fehlerwahrscheinlichkeit ist vermindert und die Sicherheit auf der Straße wird gewährleistet.
0011Die Erfindung kann insbesondere bei selbstfahrenden Erntemaschinen wie Mähdreschern, Feldhäckslern und Ballenpressen Anwendung finden. Bei diesen Maschinen ist das Arbeitselement vorzugsweise zur Handhabung von Erntegut, d. h. zum Aufnehmen, Transportieren oder Bearbeiten des Ernteguts eingerichtet, d. h. es handelt sich dann nicht um Mittel zum Vortrieb der Arbeitsmaschine.
0012Bei einem Mähdrescher kann mit der Bedienereingabeeinrichtung ein Aktor angesteuert werden, der das Entladerohr, die Korntankabdeckung, eine Radanordnung, die zur Arbeit an einem Hang verstellbar ist, und/oder die in eine Außerbetriebsposition bewegbaren Elemente eines Erntevorsatzes bewegt. Eine oder mehrere der genannten Arbeitseinrichtungen werden somit selbsttätig oder manuell in die Außerbetriebsposition verstellt, sobald der Bediener mit der Bedienereingabeeinrichtung die Straßenbetriebsart auswählt.
0013Analog können bei einem Feldhäcksler die um die Hochachse drehbare und in der Neigung verstellbare, stromab der Häckseleinrichtung angeordnete Austrageinrichtung und/oder die zum Straßentransport in eine Außerbetriebsposition bewegbaren Elemente eines Erntevorsatzes bewegt werden.
0014Die Erfindung kann auch an Traktoren mit daran angebrachten Bodenbearbeitungswerkzeugen oder Geräten zum Ausbringen von Material, wie Sämaschinen, Düngerstreuern oder Sprühgeräten Verwendung finden, die ggf. in die Außerbetriebsposition verbracht werden.
0015In manchen Fällen ist es nicht sinnvoll, die Arbeitseinrichtung in die Außerbetriebsstellung zu verbringen. So ist es bei einem vollständig gefüllten Korntank nicht möglich, die Korntankabdeckung zu schließen, da dann der Aktor, die Korntankabdeckung oder der Korntank selbst beschädigt wird. Es bietet sich daher an, einen entsprechenden Sensor vorzusehen, der geeignet ist, eine Bedingung zu erfassen, bei der eine Bewegung der Arbeitseinrichtung in die Außerbetriebsstellung nicht sinnvoll bzw. nicht möglich ist. Ein derartiger Sensor kann im Falle des Korntanks ein an sich hinreichend bekannter Füllstandssensor sein. Der Sensor ist mit einer Steuerung verbunden, die außerdem mit dem Aktor und der Bedienereingabeeinrichtung verbunden ist. Der Sensor übersendet ggf. ein entsprechendes Signal an die Steuerung, das darauf hinweist, dass eine Betätigung des Aktors nicht sinnvoll ist. Die Steuerung unterbindet, falls sie ein Signal von der Bedienereingabeeinrichtung erhält, das sie anweist, den Aktor in Richtung auf die Außerbetriebsposition zu bewegen, eine Betätigung des Aktors, falls der Sensor ein Signal abgibt, das auf den Eintritt der Bedingung hinweist. Anstelle einer Betätigung des Aktors gibt die Steuerung einen entsprechenden Hinweis an den Bediener, damit er zunächst das Hindernis beseitigen kann, z. B. den Korntank entleeren.
0016In dem Fall, dass ein Bedienereingabeelement zur Ansteuerung des Aktors sich in einer Position befindet, die einem in der Betriebsposition befindlichen Arbeitselement entspricht, und der Bediener mittels der Bedienereingabeeinrichtung veranlasst, dass der Aktor das Arbeitselement in die Außerbetriebsposition verbringt, ist es sinnvoll, auch das Bedienereingabeelement selbsttätig in eine Position zu verbringen, die einer Außerbetriebsposition des Arbeitselements entspricht. Dadurch verhindert man, dass das Arbeitselement selbsttätig und ungewollt in die Betriebsposition gelangt, sobald der Bediener mit der Bedienereingabeeinrichtung wieder die Arbeitsbetriebsart auswählt.
0017In den Zeichnungen ist ein nachfolgend näher beschriebenes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt:<dl id="dl0001"><dt>Fig. 1</dt><dd>eine erfindungsgemäße landwirtschaftliche Arbeitsmaschine,</dd><dt>Fig. 2</dt><dd>ein Schema der Steuerelektronik einiger Arbeitselemente der Arbeitsmaschine aus <figref idrefs="f0001">Figur 1</figref>.</dd></dl>
0018Eine in <figref idrefs="f0001">Figur 1</figref> gezeigte selbstfahrende Arbeitsmaschine 10 in der Form eines Mähdreschers ist auf vorderen angetriebenen und rückwärtigen lenkbaren Mitteln 12 bzw. 14 zum Vortrieb in Form von Rädern getragen und weist eine Fahrerkabine 16 auf, von der aus sie von einem Fahrer bedient werden kann. An die Fahrerkabine 16 schließt sich rückwärtig ein Korntank 18 an, der in ihn abgegebenes Gut über ein Korntankentleerrohr 20 nach außen abgeben kann. Der Korntank 18 lagert auf einem Rahmen 22, in dem zugeführtes Gut auf dem Weg über eine Dreschtrommel 24, einen Dreschkorb 26 und eine Wendetrommel 28 in seine großen und kleinen Bestandteile zerlegt wird. Auf daran anschließenden Schüttlern 30, sowie auf einem Vorbereitungsboden 32 und Sieben 34 wird eine weitere Trennung des geernteten Guts durchgeführt, wobei schließlich der ausgedroschene Gutanteil in den Korntank 18 gefördert wird, die großen Erntegutteile über die Schüttler 30 auf den Boden abgelegt werden und leichte Bestandteile mittels eines Gebläses 36 von den Sieben 34 ebenfalls auf den Boden geblasen werden. Auf dem Boden liegendes oder stehendes Gut wird über einen Schrägförderer 38 und eine Steinfangmulde 40 der Dreschtrommel 24 zugeführt, nachdem es von einer nicht gezeigten Erntegutbergungsvorrichtung vom Boden aufgenommen worden ist.
0019Das Korntankentleerrohr 20 ist durch einen ersten Aktor 42 in Form eines Hydraulikmotors um die Hochachse drehbar, so dass es zwischen der in der <figref idrefs="f0001">Figur 1</figref> dargestellten Außerbetriebsposition, in der es sich entlang der Seite der Arbeitsmaschine 10 erstreckt, und einer Betriebsposition, in der es sich bezüglich der <figref idrefs="f0001">Figur 1</figref> senkrecht zur Zeichenebene erstreckt, beweglich ist. In der Betriebsposition kann das Korntankentleerrohr 20 verwendet werden, das im Korntank 18 gespeicherte Korn auf einen Anhänger oder in einen anderen Behälter abzugeben. Dazu befindet sich ein Schneckenförderer innerhalb des Korntankentleerrohrs 20.
0020An der Oberseite des Korntanks 18 befindet sich eine Korntankabdeckung 44 in Form schwenkbarer Deckelelemente. Die Korntankabdeckung 44 kann durch einen ihr zugeordneten, zweiten Aktor 46 in Form eines Hydraulikzylinders, der durch eine geeignete Mechanik mit der Korntankabdeckung 44 verbunden ist, zwischen einer Betriebsstellung, wie sie in der <figref idrefs="f0001">Figur 1</figref> gezeigt ist und in der die Korntankabdeckung 44 geöffnet ist, um das Fassungsvermögen des Korntanks 18 zu vergrößern, und einer Außerbetriebsstellung bewegt werden, in der die Korntankabdeckung 44 geschlossen und das Innere des Korntanks 18 vor Umwelteinflüssen geschützt ist. Außerdem ist dann die Höhe der Arbeitsmaschine 10 auf die zur Teilnahme am Straßenverkehr zulässige Höhe reduziert. Innerhalb des Korntanks befindet sich ein Sensor 50 für den Füllstand.
0021Das Korntankentleerrohr 20 und die Korntankabdeckung 44 bilden somit Arbeitseinrichtungen, die durch die zugeordneten Aktoren 42, 46 zwischen einer Betriebsposition zur Arbeit auf einem Feld und einer Außerbetriebsposition zur Fahrt auf einer Straße bewegbar sind.
0022An der Vorderseite der Fahrerkabine 16 befindet sich eine Beleuchtung 48, die nur bei einer Straßenfahrt in Betrieb zu nehmen ist.
0023Die <figref idrefs="f0002">Figur 2</figref> zeigt schematisch einen Teil der Steuerelektronik der Arbeitsmaschine 10. Sie umfasst eine Steuerung 52 in Form eines Mikroprozessors o. ä., die über nicht eingezeichnete, elektromagnetische Steuerventile mit den Aktoren 42, 46 verbunden ist. Außerdem ist die Steuerung 52 mit dem Sensor 50 für den Füllstand des Korntanks 18 und der Beleuchtung 48 verbunden. Eine Bedienereingabeeinrichtung 54, ein Schalter 56 zum Verschwenken des Korntankentleerrohrs 20, ein Schalter 58 zum Öffnen und Schließen der Korntankabdeckung 44 sowie ein Schalter 60 für die Beleuchtung 48 sind ebenfalls mit der Steuerung 52 verbunden. Die genannten Verbindungen erfolgen vorzugsweise über ein nicht eingezeichnetes Bussystem.
0024Die Bedienereingabeeinrichtung 54 ist ein Schalter, der wie die anderen Schalter 56 - 60 in der Fahrerkabine 16 im Griffbereich eines Bedieners angeordnet ist. Die Bedienereingabeeinrichtung ist durch den Bediener manuell in eine Straßenbetriebsartposition und alternativ dazu in eine Arbeitsbetriebsartposition verbringbar. Anstelle eines manuell betätigten Schalters kann jede beliebige andere Form einer Bedienereingabeeinrichtung gewählt werden, wie eine Tastatur, ein berührungssensitiver Bildschirm oder eine Spracheingabeeinrichtung.
0025Die Steuerung 52 ist derart programmiert, dass die Beleuchtung 48 durch den Schalter 60 nur dann eingeschaltet werden kann, wenn die Bedienereingabeeinrichtung 54 sich in der Straßenbetriebsartposition befindet. Es können noch verschiedene andere Einrichtungen der Arbeitsmaschine 10 vorhanden sein, die durch entsprechende Schalter nur dann in einen Betriebsmodus verbringbar sind, wenn sich die Bedienereingabeeinrichtung 54 sich in der Straßenbetriebsartposition befindet, wie Blinker und dergleichen. Befindet sich die Bedienereingabeeinrichtung 54 in der Arbeitsbetriebsartposition ist die Beleuchtung 48 unabhängig von der Stellung des Schalters 60 ausgeschaltet.
0026Analog veranlasst die Steuerung 52 nur dann auf eine Betätigung des Schalters 56 ein Verschwenken des Korntankentleerrohrs 20 durch den Aktor 42, wenn sich die Bedienereingabeeinrichtung 54 in der Arbeitsbetriebsartposition befindet. Befindet sich die Bedienereingabeeinrichtung 54 in der Straßenbetriebsartposition ist der Aktor 42 unabhängig von der Stellung des Schalters 60 ausgeschaltet.
0027Die Steuerung 52 veranlasst weiterhin nur dann auf eine Betätigung des Schalters 58 ein Verschwenken der Korntankabdeckung 44 durch den Aktor 46, wenn sich die Bedienereingabeeinrichtung 54 in der Arbeitsbetriebsartposition befindet. Befindet sich die Bedienereingabeeinrichtung 54 in der Straßenbetriebsartposition ist der Aktor 46 unabhängig von der Stellung des Schalters 58 ausgeschaltet. In der Regel sind noch eine Anzahl anderer Arbeitseinrichtungen vorhanden, die nur dann in Betrieb setzbar sind, wenn sich die Bedienereingabeeinrichtung 54 in der Arbeitsbetriebsartposition befindet, wie beispielsweise die Dreschtrommel 24 und die Schüttler 30.
0028Die Steuerung 52 ist derart konfiguriert, dass sie nach einem Umschalten der Bedienereingabeeinrichtung 54 aus der Arbeitsbetriebsartposition in die Straßenbetriebsartposition prüft, ob sich das Korntankentleerrohr 20 in seiner Außerbetriebsposition befindet. Ist das nicht der Fall, wird der Aktor 42 selbsttätig aktivert, bis er das Korntankentleerrohr 20 in die Außerbetriebsposition verbracht hat. Dazu ist ein entsprechender Sensor 66 für die Position des Korntankentleerrohrs 20 mit der Steuerung 52 verbunden. Außerdem ist ein elektromechanischer Aktor 62 vorgesehen, der den Schalter 56 dann in die Position verbringt, die der Ruheposition des Korntankentleerrohrs 20 entspricht. Die Stellung des Korntankentleerrohrs 20 kann alternativ oder zusätzlich auch auf einem Bildschirm angezeigt werden, wobei einem Bediener die mit Eingabeelementen zum jeweiligen Zeitpunkt zur Auswahl stehenden Verstellmöglichkeiten angezeigt werden.
0029Außerdem überprüft die Steuerung 52 nach einem Umschalten der Bedienereingabeeinrichtung 54 aus der Arbeitsbetriebsartposition in die Straßenbetriebsartposition, ob sich die Korntankabdeckung 44 in ihrer Außerbetriebsposition befindet. Ist das nicht der Fall, wird der Sensor 50 abgefragt. Weist dessen Signal darauf hin, dass der Korntank 18 zu weit gefüllt ist, um die Korntankabdeckung 44 problemlos schließen zu können, wird dem Bediener eine entsprechende Information gegeben, beispielsweise durch eine Kontrolllampe oder eine schriftliche oder mündliche Textinformation. Der Bediener kann gegebenenfalls zunächst eine Entleerung des Korntanks 18 durchführen. Weist das Signal des Sensors 50 hingegen darauf hin, dass der Korntank 18 nicht in einem das Schließen der Korntankabdeckung 44 behindernden Maß gefüllt ist, veranlasst die Steuerung 52 den Aktor 46, die Korntankabdeckung 44 zu schließen. Ein Aktor 64 verbringt außerdem den Schalter 58 in die Stellung, die der Außerbetriebsstellung der Korntankabdeckung 44 entspricht. Auch hier ist ein geeigneter Sensor 68 zur Erfassung der Position der Korntankabdeckung 44 vorgesehen und mit der Steuerung 52 verbunden. Die Stellung der Korntankabdeckung 44 kann alternativ oder zusätzlich auch auf einem Bildschirm angezeigt werden, wobei einem Bediener die mit Eingabeelementen derzeit zur Auswahl stehenden Verstellmöglichkeiten angezeigt werden
0030Die Erfindung ermöglicht im Ergebnis eine selbsttätige Rückstellung der Arbeitseinrichtungen in Form des Korntankentleerrohrs 20 und der Korntankabdeckung 44 in die Außerbetriebsposition, wenn von der Arbeitsbetriebsart in die Straßenbetriebsart übergegangen wird. Dadurch wird die Bedienung der Arbeitsmaschine 10 vereinfacht und die Sicherheit in der Straßenbetriebsart erhöht, da keine Arbeitseinrichtungen versehentlich in der Betriebsposition verbleiben können.
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- Landwirtschaftliche Arbeitsmaschine
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- Agricultural working machine
- French
- Machine de travail agricole
Classification
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- A01B73 00
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Designated states1
- Contracting states, 1
- Italy
