EP1069142A1

Water soluble polymers and their use in cosmetic and pharmaceutic products

Abstract

Gegenstand der Erfindung sind wasserlösliche Polymere, herstellbar durch radikalische Copolymerisation von A) einem oder mehreren Makromonomeren, enthaltend eine zur Polymerisation befähigte Endgruppe, einen hydrophilen Teil, der auf Polyalkylenoxiden basiert, und einen hydrophoben Teil, der Wasserstoff oder einen gesättigten oder ungesättigten, linearen oder verzweigten, aliphatischen, cycloaliphatischen oder aromatischen (C1-C30)-Kohlenwasserstoffrest umfasst, undB) einem oder mehreren olefinisch ungesättigten Comonomeren, die Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel, Phosphor, Chlor und/oder Fluor enthalten. Die Polymere eignen sich als Verdicker, Dispergiermittel, Emulgatoren, Suspendiermittel, Stabilisatoren und/oder Konsistenzgeber für wässrige Zubereitungen, Emulsionen und Suspensionen, insbesondere für kosmetische und pharmazeutische Mittel.

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16 claims: 12 independent, 4 dependent

  1. 1
    Wasserlösliche Polymere, herstellbar durch radikalische Copolymerisation von A) einem oder mehreren Makromonomeren, enthaltend eine zur Polymerisation befähigte Endgruppe, einen hydrophilen Teil, der auf Polyalkylenoxiden basiert, und einen hydrophoben Teil, der Wasserstoff oder einen gesättigten oder ungesättigten, linearen oder verzweigten, aliphatischen, cycloaliphatischen oder aromatischen (C 1 -C 30 )-Kohlenwasserstoffrest umfasst, und B) einem oder mehreren olefinisch ungesättigten Comonomeren, die Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel, Phosphor, Chlor und/oder Fluor enthalten.
  2. 2
    Polymere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den Makromonomeren A) um solche der Formel (1)         R 1 -Y-(R 2 -O) x -R 3      (1) handelt, worin R 1 einen Vinyl-, Allyl-, Acryl- oder Methacrylrest;R 2 ( C 2 -C 4 )-Alkylen;x eine ganze Zahl zwischen 1 und 500;Y =O, S, PH oder NH;und R 3 Wasserstoff oder einen gesättigten oder ungesättigten linearen oder verzweigten aliphatischen, cycloaliphatischen oder aromatischen (C 1 -C 30 )-Kohlenwasserstoffrest bedeuten.
  3. 3
    Polymere nach Anspruch 1 und/oder2, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den Comonomeren B) um olefinisch ungesättigte Säuren und/oder deren Salze mit ein- und zweiwertigen Gegenionen, besonders bevorzugt Acrylamidopropylmethylensulfonsäure (AMPS);Ester der Acryl- und der (Meth)acrylsäure mit aliphatischen, aromatischen oder cycloaliphatischen Alkoholen mit einer Kohlenstoffzahl von 1 bis 22;Ester der Acryl- und der (Meth)acrylsäure mit Alkylethoxylaten, offenkettige und cyclische N-Vinylamide mit einer Ringgröße von 4 bis 9 Atomen;Amide der Acryl- und der Methacrylsäure;2-Vinylpyridin;4-Vinylpyridin;Vinylacetat;Methacrylsäureglycidylester;Acrylnitril;Vinylchlorid;Vinylidenchiond;Tetrafluorethylen und/oder DADMAC handelt.
  4. 4
    Polymere nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, herstellbar durch radikalische Copolymerisation von A) einem oder mehreren Makromonomeren, ausgewählt aus der Gruppe der Ester der (Meth)acrylsäure mit Alkylethoxylaten, die 5 bis 80 EO-Einheiten und (C 10 -C 22 )-Alkylreste umfassen, und B) einem oder mehreren olefinisch ungesättigten Comonomeren, ausgewählt aus der Gruppe Acrylamidopropylmethylensulfonsäure (AMPS), Natrium- und Ammoniumsalze der Acrylamidopropylmethylensulfonsäure (AMPS), Acrylamid, N-Vinylformamid, N-Vinylmethylacetamid und Natriummethallylsulfonat.
  5. 5
    Polymere nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil an Makromonomeren 50,1-99,9 mol-% beträgt.
  6. 6
    Polymere nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil an Makromonomeren 0,1-50 mol-% beträgt.
  7. 7
    Polymere nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie durch Copolymerisation von mindestens einem Vernetzer mit mindestens zwei ungesättigten Doppelbindungen vernetzt sind.
  8. 8
    Polymere nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem wasserlöslichen Polymerskelett und Makromonomeren A) mit wärmeempfindlichen Seitenketten, die in Wasser ein LCST-Verhalten aufweisen, bestehen, und deren wässrige Lösung eine Viskosität hat, die oberhalb einer bestimmten Schwellentemperatur mit steigender Temperatur zunimmt oder ungefähr konstant bleibt.
  9. 9
    Polymere nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass deren wässrige Lösung eine Viskosität hat, die unterhalb einer ersten Schwellentemperatur niedrig ist, oberhalb dieser ersten Schwellentemperatur mit steigender Temperatur zu einem Maximum ansteigt und oberhalb einer zweiten Schwellentemperatur mit steigender Temperatur wieder abfällt.
  10. 10
    Polymere nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ihre 1% igen wässrigen Lösungen bei Raumtemperatur eine Viskosität von 20 000 mPas bis 100 000 mPas zeigen und die Lösungen kein thermoassozierendes Verhalten zeigen.
  11. 11
    Polymere nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass sie durch Fällungspolymerisation in tert.-Butanol hergestellt werden.
  12. 12
    Wässrige Zubereitungen, wässrig-alkoholische Zubereitungen, wässrigtensidische Zubereitungen, Emulsionen und Suspensionen, enthaltend Polymere nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 11.
  13. 13
    Zubereitungen, Emulsionen und Suspensionen nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass es sich dabei um kosmetische und phamiazeutische Mittel handelt.
  14. 14
    Zubereitungen, Emulsionen und Suspensionen nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass sie sie, bezogen auf die fertige Formulierung, 0,05 bis 10 Gew.-% an Polymeren enthalten.
  15. 15
    Verwendung von Polymeren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 11 als Verdicker, Dispergiermittel, Suspendiermittel, Emulgator, Stabilisator und/oder Konsistenzgeber.
  16. 16
    Verwendung von Polymeren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 11 als Adjuvants in Pflanzenschutztormulierungen
Independent claims16