EP0959092B1

Process of production of polyaminoacidesters through esterification of polyaminoacids or of transesterification of polyaminoacidesters

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Expired 7 May 2019, 7.4 years ago.

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17 claims: 2 independent, 15 dependent

  1. 1
    Verfahren zur Herstellung von homogenen Polyaminosäureestern durch Umsetzung von Polyaminosäuren, die in den Seitenketten Carbonsäure- und/oder Carboxylatgruppen enthalten mit hydroxygruppenhaltigen Verbindungen durch teilweise oder vollständige Veresterung oder Umesterung unter Reaktionsbedingungen hoher Scherkräfte, gegebenenfalls unter Einsatz von Katalysatoren, Lösungsvermittlern und/oder vermindertem Druck.
  2. 2
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Polyaminosäure Polyasparaginsäure oder Polyasparaginsäure-co-glutaminsäure eingesetzt wird.
  3. 3
    Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man Carbonsäureestergruppen der eingesetzten Polyaminosäure, gegebenenfalls unter gleichzeitiger Veresterung von Carbonsäure- und/oder Carboxylatgruppen, umestert.
  4. 4
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die hydroxygruppenhaltige Verbindung einen oder mehrere Alkohole mit 1 bis 24 C-Atomen, gegebenenfalls alkoxyliert, umfaßt.
  5. 5
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Katalysatoren saure, basische, lewissaure oder lewisbasische Verbindungen oder deren Gemische umfassen.
  6. 6
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren bei einer Temperatur von 0 bis 250 °C sowie einem Druck von 0,0001 bis 5 bar durchgeführt wird.
  7. 7
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß während der Reaktion das entstehende Wasser und/oder andere niedrigsiedende Reaktionsprodukte abdestilliert werden.
  8. 8
    Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Rührkessel mit mehrstufigen Mig- oder Intermigrührern oder ein Hochviskosreaktor mit mindestens einer horizontalliegenden Rührwelle, die gegebenenfalls beheizt werden kann, verwendet wird.
  9. 9
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Reaktionsmischung ein Lösungsvermittler in einer Menge von 0 bis 95 Gew.-%, bezogen auf die Reaktionsmischung, insbesondere 0 bis 40 Gew.-%, bezogen auf die Reaktionsmischung, zugesetzt wird.
  10. 10
    Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsvermittler Lösungsmittel mit einem Siedepunkt von weniger als 200 °C bei Normaldruck, welches vorzugsweise mit Wasser ein Azeotrop bildet, und/oder teilveresterte Polyasparaginsäure und/oder teilveresterte Polyasparaginsäure-co-glutaminsäure und/oder tensidische Verbindungen aus der Gruppe der anionischen, kationischen, nichtionischen, amphoteren oder zwitterionischen Tenside eingesetzt werden.
  11. 11
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Veresterung 1 bis 40 Gew.-%, insbesondere 15 bis 30 Gew.-%, des Produkts als Lösungsvermittler für Folgereaktionen im Reaktor verbleibt, wobei die Teilung der abreagierten Reaktionsmischung in Produkt und Lösungsvermittler für eine Folgereaktion beliebig häufig wiederholt werden kann.
  12. 12
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß man Asparaginsäure- und/oder Maleinsäurederivate gegebenenfalls in Gegenwart von proteinogenen Aminosäuren, insbesondere Glutaminsäuren, gegebenenfalls in Gegenwart von Ammoniak in situ umsetzt und das Umsetzungsprodukt als Polyaminosäure einsetzt.
  13. 13
    Verwendung der nach einem der Ansprüche 1 bis 12 erhältlichen Produkte in kosmetischen W/O- oder O/W-Emulsionen.
  14. 14
    Verwendung der Emulsionen nach Anspruch 13 als Hautpflegemittel, Tagescremes, Nachtcremes, Pflegecremes, Nährcremes, Bodylotions, pharmazeutische Salben und Lotionen, Aftershavelotionen sowie Sonnenschutzmittel.
  15. 15
    Verwendung der nach einem der Ansprüche 1 bis 12 erhältlichen Produkte in tensidischen Zubereitungen für Reinigungsmittel und/oder kosmetische Mittel, gegebenenfalls enthaltend ein oder mehrere weitere Tenside aus der Gruppe der anionischen, kationischen, nichtionischen, amphoteren und zwitterionischen Tenside sowie deren Mischungen daraus neben üblichen Hilfs- und Zusatzstoffen.
  16. 16
    Verwendung der Tensidzubereitungen nach Anspruch 15 für Shampoos, Waschlotionen und Reinigungsmittel für Gesicht, Haar, Haut und Intimbereich, Rasiercreme und -lotionen, Flüssigseifen, Geschirrspülmittel, Reinigungsmittel für glatte Oberflächen, Seifenstücke, Schaumbäder, Duschgele sowie in Zahncremes und/oder Mundspülungen.
  17. 17
    Verwendung der nach einem der Ansprüche 1 bis 12 erhältlichen Produkte als Waschmittelhilfsstoff, Komplexagens für mehrwertige Kationen, Dispergierhilfsmittel für Lacke und Farben, Inkrustationsinhibitor, Builder oder Co-builder für Waschmittel, Absorbermaterialien, Metalldes-aktivatoren in Kunststoffen, als Hilfsstoffe in der Leder und Textilindustrie oder als wirkungsverstärkende Zusatzstoffe zu Pestiziden oder Insektiziden.
Independent claims17