EP0489705A2

Method and device for injecting gases containing oxygen.

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Injizieren sauerstoffhaltiger Gase, insbes. Luft, zu kontaminiertem, körnigem oder stückigem Material (36), z.B. in Mülldeponien, wobei das sauerstoffhaltige Gas intermittierend, insbes. mit einer Frequenz von 1/30 bis 1/10 Hz, unter hohem Druck, z.B. im Bereich zwischen 2 bis 10 bar, schlagartig in das kontaminierte Material (36) eingeblasen (eingeschossen) wird, wobei die Dauer eines Einblasevorganges bevorzugt im Millisekundenbereich liegt, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.

EP0489705A2, drawing sheet 1
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11 claims: 1 independent, 10 dependent

  1. 1
    Verfahren zum Injizieren sauerstoffhaltiger Gase, insbes. Luft, zu kontaminiertem, körnigem oder stückigem Material, z.B. in Mülldeponien, dadurch gekennzeichnet, daß das sauerstoffhaltige Gase intermittierend, insbes. mit einer Frequenz von 1/30 bis 1/10 Hz, unter hohem Druck, z.B. im Bereich zwischen 2 bis 10 bar, schlagartig in das kontaminierte Material eingeblasen (eingeschossen) wird, wobei die Dauer eines Einblasevorganges bevorzugt im Millisekundenbereich liegt.
  2. 2
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als sauerstoffhaltiges Gas mit Sauerstoff angereicherte Luft eingeblasen wird.
  3. 3
    Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die durch das schlagartige Zuführen des sauerstoffhaltigen Gases aus dem kontaminierten Material verdrängten Gase lokal abgesaugt werden, wobei gegebenenfalls das in der Zeiteinheit abgesaugte Volumen größer ist als das in der gleichen Zeiteinheit zugeführte sauerstoffhaltige Gas.
  4. 4
    Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, unter Verwendung von Lanzen zum Einblasen der sauerstoffhaltigen Gase, dadurch gekennzeichnet, daß die Lanze (3) an einem Ende durch die Stirnfläche eines Kolbens (6) verschließbar ist, der entgegen dem Druck einer Feder (9) in einem Zylinder(10) hin- und herbewegbar, gegebenenfalls gleitbar gelagert ist, der über eine, bevorzugt den Kolben (6) durchsetzende Öffnung (16) mit dem Innenraum eines Windkessels (1) in Verbindung steht, wobei der Kolbenboden in dem der Öffnung der Lanze (3) gegenüberliegenden Bereich mit Bohrungen (18) versehen ist, die in einen im Inneren des Kolbens befindlichen Raum (33) führen, der über eine, durch eine Feder (21) belastete Ventilplatte (14) verschließbare Öffnung (17) mit dem Hubraum (34) des Zylinders (10) des Kolbens (6) verbindbar ist.
  5. 5
    Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lanze (3) in den Windkessel (1) dicht eingesetzt ist, wobei das die Ausblaseperforationen aufweisende Endstück (4) der Lanze (3) außerhalb des Windkessels (1) angeordnet ist.
  6. 6
    Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Ventilplatte (14) verschließbare Öffnung (17) in einem, in den Kolben (6) eingesetzten, bevorzugt in axialer Richtung des Kolbens (6) verstellbaren Dichtring (13) angeordnet ist.
  7. 7
    Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtring (13) in den Kolben (6) eingeschraubt ist.
  8. 8
    Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (6) die Lanze (3) seitlich überragt.
  9. 9
    Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Gesamtquerschnitt der im Boden des Kolbens (6) angeordneten Bohrungen (18), die den Innenraum der Lanze (3) mit dem Raum (33) im Kolben (6) verbinden, größer ist als der Querschnitt der Öffnung (16), über welche der Hubraum (34) im Zylinder (10) mit dem Windkessel (1) verbunden ist.
  10. 10
    Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben über eine Rollmembran (41) mit dem Zylinder (10) verbunden ist (Fig. 5).
  11. 11
    Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß für die Abfuhr der verdrängten Gase, an eine Saugpumpe (29) angeschlossene Lanzen (27) vorgesehen sind, wobei gegebenenfalls die Saugpumpe (29) auslaßseitig an ein Filter (31) angeschlossen ist, wobei gegebenenfalls eine auslaßseitig an ein Filter (Biofilter) (31) angeschlossene Saugpumpe (29) so dimensioniert ist, daß dauernd ein Druckgefälle von den Lanzen (3) für die schlagartige Zufuhr des sauerstoffhaltigen Gases zu den Lanzen (27) für die Abfuhr der verdrängten Gase aufrecht erhalten wird (Fig. 4).