EP0407870A2

Process for preparing cycloolefin polymers.

Abstract

Polymers of polycyclic olefins of the formulas I to IV with a viscosity number greater than 20 cm³ / g and a glass transition temperature above 100 ° C are obtained without ring opening with a high polymerization rate at technically favorable polymerization temperatures using a catalyst which consists of a stereorigid, chiral metallocene compound of groups IVb to VIb of the Periodic Table of the Elements and an aluminoxane.

EP0407870A2, drawing sheet 1
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9 claims: 1 independent, 8 dependent

  1. 1
    Verfahren zur Herstellung eines Cycloolefinpolymers durch Polymerisation von 0,1 bis 100 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge der Monomeren, mindestens eines Monomers der Formeln I, II, III oder IV worin R¹, R², R³, R⁴, R⁵, R⁶, R⁷ und R⁸ gleich oder verschieden sind und ein Wasserstoffatom oder einen C₁-C₈-Alkylrest bedeuten, wobei gleiche Reste in den verschiedenen Formeln eine unterschiedliche Bedeutung haben können, 0 bis 99,9 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge der Monomeren, eines Cycloolefins der Formel V worin n eine Zahl von 2 bis 10 ist, und 0 bis 99,9 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge der Monomeren, mindestens eines acyclischen 1-Olefins der Formel VI worin R⁹, R¹⁰, R¹¹ und R¹² gleich oder verschieden sind und ein Wasserstoffatom oder einen C₁-C₈-Alkylrest bedeuten, in Lösung, in Suspension, in Monomerschmelze oder in der Gasphase, bei einer Temperatur von -78 bis 150°C, bei einem Druck von 0,5 bis 64 bar, in Gegenwart eines Katalysators, welcher aus einem Metallocen als Übergangsmetal lkomponente und einem Aluminoxan der Formel VII für den linearen Typ und/oder der Formel VIII für den cyclischen Typ besteht, wobei in den Formeln VII und VIII R¹³ eine C₁-C₆-Alkylgruppe oder Phenyl oder Benzyl bedeutet und n eine ganze Zahl von 2 bis 50 ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymerisation in Gegenwart eines Katalysators durchgeführt wird, dessen Übergangsmetallkomponente eine Verbindung der Formel IX ist, worin M¹ Titan, Zirkon, Hafnium, Vanadium, Niob oder Tantal ist, R¹⁴ und R¹⁵ gleich oder verschieden sind und ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine C₁-C₁₀-­Alkylgruppe, eine C₁-C₁₀-Alkoxygruppe, eine C₆-C₁₀-Arylgruppe, eine C₆-C₁₀-Aryloxygruppe, eine C₂-C₁₀-Alkenylgruppe, eine C₇-C₄₀-Arylalkylgruppe, eine C₇-C₄₀-Alkylarylgruppe oder eine C₈- C₄₀-Arylalkenylgruppe bedeuten, R¹⁶ und R¹⁷ gleich oder verschieden sind und einen ein- oder mehrkernigen Kohlenwasserstoffrest, welcher mit dem Zentralatom M¹ eine Sandwichstruktur bilden kann, bedeuten, R¹⁸ = BR¹⁹ = AlR¹⁹, -Ge-, -Sn-, -O-, -S-,= SO, = SO₂, = NR¹⁹, = CO, = PR¹⁹ oder = P(O)R¹⁹ist, wobei R¹⁹, R²⁰ und R²¹ gleich ,oder verschieden sind und ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine C₁-C₁₀-Alkylgruppe, eine C₁-C₁₀-Fluoralkylgruppe, eine C₆-C₁₀-Fluorarylgruppe, eine C₆-C₁₀-­Arylgruppe, eine C₁-C₁₀-Alkoxygruppe, eine C₂-C₁₀-Alkenylgruppe, eine C₇-C₄₀-Arylalkylgruppe, eine C₈-C₄₀-Arylalkenylgruppe oder eine C₇-C₄₀-Alkylarylgruppe bedeuten oder R¹⁹ und R²⁰ oder R¹⁹ und R²¹ jeweils mit den sie verbindenden Atomen einen Ring bilden, und M² Silizium, Germanium oder Zinn ist.
  2. 2
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Metallocen rac-Ethylen-bis-(1-indenyl)-zirkondichlorid, rac-Dimethylsilyl-bis-(1-indenyl)-zirkondichlorid, rac-Dimethylgermyl-bis-(1-indenyl)-zirkondichlorid, rac-Phenylmethylsilyl-bis-(1-indenyl)-zirkondichlorid, rac-Phenylvinylsilyl-bis-(1-indenyl)-zirkondichlorid, 1-Silacyclobutyl-bis-(1′-indenyl)-zirkondichlorid, rac-Diphenylsilyl-bis-(1-indenyl)-hafniumdichlorid, rac-Phenylmethylsilyl-bis-(1-indenyl)-hafniumdichlorid, rac-Dimethylsilyl-bis-(1-indenyl)-hafniumdichlorid, rac-Diphenylsilyl-bis-(1-indenyl)-zirkondichlorid Diphenylmethylen-(9-fluorenyl)-cyclopentadienyl-­zirkondichlorid oder Isopropylen-(9-fluorenyl)-­cyclopentadienyl-zirkondichlorid verwendet wird.
  3. 3
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das polycyclische Olefin DMON (Dimethano-octahydro-­naphthalin) und das 1-Olefin Ethylen ist.
  4. 4
    4 Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das polycyclische Olefin DMON (Dimethano-octahydro-­naphthalin) und das 1-Olefin Propylen ist.
  5. 5
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das polycyclische Olefin Norbornen und das 1-Olefin Ethylen ist.
  6. 6
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das polycyclische Olefin Norbornen und das 1-Olefin Propylen ist.
  7. 7
    Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallocenverbindung Ethylen-bis-(1-indenyl)-­zirkoniumdichlorid ist.
  8. 8
    Cycloolefinpolymer, hergestellt nach Anspruch 1.
  9. 9
    Cycloolefinpolymer, hergestellt nach Anspruch 1, mit einem Gehalt an Norbornen-Einheiten von mehr als 40 mol%.