EP0343398A2

7-Substituted quinolone- and naphthyridinecarboxylic acid derivatives.

Abstract

The invention relates to 7-aryl- and 7-hetaryl-substituted quinolone- and naphthyridonecarboxylic acid derivatives of the general formula I <IMAGE> in which R<1>, R<2>, X<2>, X<3>, A and Y have the meaning indicated in the description, process for their preparation and antibacterial agents containing them.

EP0343398A2, drawing sheet 1
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10 claims: 4 independent, 6 dependent

  1. 1
    Verfahren zur Herstellung von Chinoloncarbonsäure-Derivaten der allgemeinen Formel (I), in der R' für Wasserstoff, gegebenenfalls ein- bis dreifach durch Halogen substituiertes C 1 -C 6 -Alkyl bzw. Cycloalkyl, Vinyl, Allyl, Benzyl oder für gegebenenfalls ein- bis dreifach durch Ci-C 3 -Alkyl oder Halogen, insbesondere Fluor substituiertes C 6 -C 10 -Aryl steht, R 2 für Aryl mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen bzw. Heteroaryl mit 3 bis 9 Kohlenstoffatomen, ein-oder mehrfach substituiert durch C 1 -C 4 -Alkyl, Alkoxy mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Alkylthio mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Halogenalkyl mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Halogenatomen, Halogenalkoxy mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Halogenatomen, Halogenalkylthio mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Halogenatomen, gegebenenfalls durch Ci-C 3 -Alkyl und/oder Fluor substi tuiertes Phenyl, für gegebenenfalls durch C 1 -C 3 -Alkyl und/oder Fluor substituiertes Phenoxy, Dialkylamino, Diarylamino, Carboxyalkyl, Alkylsulfinyl, Arylsulfinyl, Alkylsulfonyl, Arylsulfonyl, Formyl, Cyano, Acetoxy, oder eine Gruppe X 2 für Wasserstoff, C 1 -C 3 -Alkyl oder Halogen steht, X 3 für Wasserstoff, C 1 -C 3 -Alkyl, Alkoxy mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen oder Halogen steht, A für Stickstoff oder einen Rest C-X 4 steht, worin X 4 Wasserstoff, Halogen oder Cyano sein kann, oder auch gemeinsam mit R' eine Brücke der Struktur bilden kann, und Y eine Nitrilgruppe, eine Estergruppe -COOR 3 oder eine Säureamidgruppe -CONR 4 R 5 darstellt, wobei R 3 für C 1 -C 4 -Alkyl steht und R 4 und R 5 gleich oder verschieden sein können und für C 1 -C 3 -Alkyl stehen und R 4 gegebenenfalls substituiertes Phenyl sein kann, dadurch gekennzeichnet, daß man 7-Halogenchinoloncarbonsäure-Derivate der Formel II in der R', X 2 , X 3 , A und Y die oben angegebene Bedeutung haben und X' für Halogen, bevorzugt Chlor, Brom und Jod, besonders bevorzugt Chlor steht, in Gegenwart eines Nickelkatalysators mit Arylhalogeniden bzw. Hetarylhalogeniden der Formel III in der R 2 die oben angegebene Bedeutung hat und X 5 für Halogen außer Fluor, bevorzugt Chlor und Brom steht, umsetzt.
  2. 2
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator eine wasserfreie Nickelverbindung ist.
  3. 3
    Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator eine wasserfreie Nickelverbindung und einen Liganden aus der Gruppe der Triarylphosphine mit 6 bis 10 C-Atomen in jeder Aryleinheit enthält.
  4. 4
    Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator einen Promotor aus der Gruppe der Alkali-, Erdalkali-, Mangan- und Zinkhalogenide, -sulfate oder -phosphate, ein Metall wie Zink, Mangan oder Magnesium und gegebenenfalls eine polycyclische aromatische Verbin dung mit mindestens 2 Stickstoffatomen in verschiedenen aromatischen Ringen mit 10 bis 18 C-Atomen enthält.
  5. 5
    Verbindungen der Formel IV in der R 2 für C 6 -C 10 -Aryl bzw. C 3 -C 9 -Heteroaryl ein-oder mehrfach substituiert durch C 1 -C 4 -Alkyl, Alkoxy mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Alkylthio mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Halogen, C 1 -C 2 -Halogenalkyl mit 1 bis 5 Halogenatomen, gegebenenfalls ein- bis zweifach durch Halogen oder C 1 -C 3 -Alkyl substituiertes Phenyl, gegebenenfalls ein- bis zweifach durch Halogen oder C 1 -C 3 -Alkyl substituiertes Phenoxy, Nitro, Amino, Alkylamino mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, Dialkylamino mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen, Aminomethyl, Methylamino, Dimethylaminomethyl, Formylamino, Acetylamino, Acetyloxy, Formyl, Acetyl, Carboxyalkyl mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen im Säurerest, Alkoxycarbamoyl mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen in Alkoxyteil, Cyano, Alkylsulfinyl mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, Alkylsulfonyl mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, Arylsulfinyl, Arylsulfonyl, Sulfamoyl, Alkylsulfamoyl mit 1-3 Kohlenstoffatomen oder Dialkylsulfamoyl mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen stehen, X 2 für Wasserstoff, C 1 -C 3 -Alkyl, Nitro oder Halogen steht, X 3 Wasserstoff, C 1 -C 3 -Alkyl, Nitro, C 1 -C 3 -Alkoxy oder Halogen bedeutet, A für Stickstoff oder einen Rest C-X 4 steht, worin X 4 für Wasserstoff, C,-C 3 -Alkyl, Halogen, Nitro oder Cyano steht und Y eine Nitrilgruppe, eine Gruppe COOR 3 oder eine Säureamidgruppe CONR 4 R 5 darstellt, wobei R 3 für Wasserstoff oder für C 1 -C 4 -Alkyl steht und R 4 und R 5 gleich oder verschieden sein können und für C l -C 3 -Alkyl stehen und R 4 gegebenenfalls substituiertes Phenyl sein kann.
  6. 6
    Verbindungen der Formel IV nach Anspruch 5, in der R 2 für folgende Aryl- bzw. Hetarylreste ein oder mehrfach substituiert durch C 1 -C 3 -Alkyl, Alkoxy mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, Akylmercapto mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, Halogen, gegebenenfalls ein- bis zweifach durch Halogen, bevorzugt Fluor, oder C 1 -C 3 -Alkyl substituiertes Phenyl, Nitro, Amino, Alkylamino mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, Dialkylamino mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen, Aminomethyl, Methylaminomethyl, Dimethylaminomethyl, Formylamino, Acetylamino, Acetyloxy, Alkoxycarbonyl mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen im Alkoxyteil, Cyano, Sulfamoyl, Alkylsulfamoyl mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen oder Dialkylsulfamoyl mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen steht, X 2 für Wasserstoff oder Halogen steht, X 3 Wasserstoff oder Halogen bedeutet, A Stickstoff oder einen Rest C-X 4 darstellt, worin X 4 für Wasserstoff, Halogen oder Cyano steht und Y Wasserstoff, eine Nitrilgruppe oder eine Estergruppe COOR 3 bedeutet, wobei R 3 für Ci bis C 4 -Alkyl steht.
  7. 7
    Verbindungen der Formel IV nach Anspruch 5, in der R 2 für die Aryl- bzw. Hetarylreste ein oder mehrfach substituiert durch Ci-C 3 -Alkyl, Alkoxy mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, Methylmercapto, Halogen, gegebenenfalls ein bis zweifach durch Halogen, insbesondere Fluor, oder Methyl substituiertes Phenyl, Nitro, Amino, Alkylamino mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, Dialkylamino mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen, Aminomethyl, Methylaminomethyl, Dimethylaminomethyl, Sulfamoyl, Alkylsulfamoyl mit 1-3 Kohlenstoffatomen oder Dialkylsulfamoyl mit 2-4 Kohlenstoffatomen steht, X 2 für Fluor steht, X 3 Wasserstoff bedeutet, A Stickstoff oder einen Rest C-X 4 darstellt, worin X 4 für Wasserstoff, Fluor oder Chlor steht und Y eine Gruppe COOR 3 bedeutet, wobei R 3 für Wasserstoff, Methyl oder Ethyl steht.
  8. 8
    Arzneimittel, enthaltend Verbindungen der Formel IV gemäß Anspruch 5.
  9. 9
    Verbindungen der Formel IV gemäß Anspruch 5 zur Anwendung in einem Verfahren zur therapeutischen Behandlung des menschlichen oder tierischen Körpers.
  10. 10
    Verwendung von Verbindungen der Formel IV gemäß Anspruch 5 zur Herstellung von Arzneimitteln.