EP0332930A2

Process for the synthesis of 1-cyclopropyl-quinolone-carboxylic acids and their derivatives.

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Chinoloncarbonsäurederivaten der Formel (I) unter Verwendung neuer Zwischenprodukte der Formel (IV) wobei die Reste R², X¹, X², X³, A, Y, Z und R¹ die in der Beschreibung angegebene Bedeutung haben.

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8 claims: 6 independent, 2 dependent

  1. 1
    Verfahren zur Herstellung von Chinoloncarbonsäure­derivaten der Formel (I) in der R² für Wasserstoff, C₁-C₃-Alkyl oder Halogen steht, X¹ Wasserstoff, C₁-C₃-Alkyl, Halogen oder NR⁸R⁹ bedeutet, wobei R⁸ und R⁹ gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen 5- oder 6-gliedrigen Ring bilden, der als Ringglieder zusätzlich die Atome bzw. die Gruppen NR¹⁰ oder O enthalten kann und der gegebenenfalls ein- bis zweifach durch C₁-C₃-Alkyl, Hydroxy, Methoxy oder NR¹¹R¹² substituiert sein kann, wobei R¹⁰ für Wasserstoff, C₁-C₃-Alkyl, C₁-C₃-Acyl, insbesondere Acetyl oder t-Butoxycarbonyl steht, R¹¹ für Wasserstoff oder C₁-C₃-Alkyl steht, R¹² Wasserstoff, Acetyl, C₁-C₃-­Alkyl oder t-Butoxycarbonyl bedeutet, X² und X³ gleich oder verschieden sein können und für Wasserstoff, Nitro oder Halogen stehen, A für Stickstoff oder einen Rest C-X⁴ steht, wobei X⁴ für Wasserstoff, C₁-C₃-Alkyl, Alkoxy mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, Alkylmercapto mit 1 bis 3 Kohlen­stoffatomen, Halogen, Nitro, Cyano oder Alkoxycarbonyl mit bis zu 3 Kohlenstoffatomen im Alkoholteil steht und Y eine Nitrilgruppe, eine Estergruppe COOR⁵ oder eine Säureamidgruppe CONR⁶R⁷ darstellt, wobei R⁵ für C₁-C₃-Alkyl steht und R⁶ und R⁷ gleich oder verschieden sein können und für Wasserstoff oder C₁-­C³-Alkyl stehen und R⁶ gegebenenfalls substituiertes Phenyl sein kann, dadurch gekennzeichnet, daß man in einem ersten Schritt Chinoloncarbonsäurederivate der Formel (II) in der X¹, X², X³, A und Y die oben angegebene Bedeutung haben mit Cyclopropanderivaten der Formel (III) in der X⁵ für Halogen steht, R¹ C₁-C₃-Alkyl bedeutet und R² die oben angegebene Bedeutung hat und Z für Sauerstoff oder Schwefel steht, unter HX⁵-Abspaltung zu 1-Cyclopropylchinoloncar­bonsäurederivaten der Formel (IV) nach folgendem Schema umsetzt in der X¹, X², X³, A, R², R¹ und Y die oben angegebene Bedeutung haben, die daraufhin durch reduktive Entfernung des Restes ZR¹ in die 1-Cyclopropylchinoloncarbonsäurederivate der Formel (I) überführt werden.
  2. 2
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktion der Verbindungen der Formel II mit den Verbindungen der Formel III bei Tempera­turen von 20 bis 120°C, gegebenenfalls in einem Verdünnungsmittel durchführt.
  3. 3
    Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekenn­zeichnet, daß man die Reaktion von Verbindung II mit Verbindung III bei Drucken von 1 bis 100 bar durchführt.
  4. 4
    Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn­zeichnet, daß man die Reduktion der Verbindung IV im Falle Z = O mit Natriumcyanoborhydrid, Natrium­borhydrid oder Lithiumaluminiumhydrid durchführt.
  5. 5
    Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reduktion mit einem 1:1-Gemisch aus Na­triumborhydrid und Bortrifluorid-Diethylether-Kom­plex durchführt.
  6. 6
    Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch ge­kennzeichnet, daß man für die Reduktion der Verbin­dung IV im Fall Z = S Raney-Nickel verwendet.
  7. 7
    Verbindungen der Formel IV in der X¹, X², X³, A, R¹, R², Z und Y die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung haben.
  8. 8
    Verwendung von Verbindungen der Formel IV zur Her­stellung von Arzneimitteln.