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EP0166321A2

Hydrophobic polyamides.

Abstract

Thermoplastic polyamides are made hydrophobic by adding special aromatic amines, optionally in combination with selected phenolic compounds.

EP0166321A2, drawing sheet 1
Sheet 1 of 9

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10 claims: 8 independent, 2 dependent

  1. 1
    Thermoplastische, gegebenenfalls verstärkte und/oder mit elastifizierenden Polymeren abgemischte Polyamidformmassen, die 1) 1,5 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Polyamid, wenigstens eines aromatischen Amins der allgemeinen Formel I oder II in denen R 1 und R 2 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, ein C l -C 24 -Alkyl-, ein C 6 -C 18 -Aryl- oder ein C 7 -C 20 -Aralkylradikal bedeuten, wobei jedes der Radikale mit wenigstens einer C 1 -C 12 -Alkylgruppe oder einem Halogenatom substituiert sein kann und die Arylradikale über -O-, C l -C 3 -Alkylen oder -SO 2 -Brückenglieder verbunden sein kön- nen , oder R 1 und R 2 gemeinsam Glieder eines aromatischen oder cycloaliphatischen Ringes mit C 5 -C 12 sein können, und R 3 ein Wasserstoffatom oder C 1 -C 24 -Alkyl-, C 6 -C 10 -Aryl-, C 7 -C 15 -Aralkyl- oder C 7 -C 15 -Alkaryl- radikal bedeuten, und A r einen mit R 4 und R 5 substituierten Phenylen-oder Naphthylenrest oder ein direkt oder über -O-, C 2 -C 3 -Alkylen- oder -S0 2 -Brückenglieder verbundenes, gegebenenfalls ein- oder mehrfach mit einer C l -C 4 -Alkylgruppe substituiertes C 12 -C 36 -Diarylenradikal und R 4 und R 5 , gleich oder verschieden, ein Wasserstoffatom oder ein C 1 -C 24 -Alkylradikal bedeuten, und gegebenenfalls 2) bis zu 8 Gew.-%, bezogen auf das Polyamid, einer sterisch nicht gehinderten monophenolischen Verbindung mit mindestens 10 C-Atomen, die höchstens eine Substitution in o-Stellung zur phenolischen OH-Gruppe aufweisen dürfen und der allgemeinen Formel III entsprechen in der R 6 und R 7 , unabhängig voneinander, ein Wasserstoffatom, eine C 1 -C 16 Alkyl-, ein C 6 -C 18 -Aryl- oder ein C 7 -C 20 -Aralkylradikal bedeuten, wobei jedes der Radikale mit wenigstens einer C 1 -C 12 Alkylgruppe oder einem Halogenatom substituiert sein kann und die Arylradikale über -O-, C 1 -C 3 -Alkylen oder -SO 2 -Brückengliedern verbunden sein können, oder R 6 und R 7 Glieder eines aromatischen oder cycloaliphatischen Ringes mit C 5 -C 12 sein können, enthalten und wobei die Summe der Komponenten 1) und 2) immer höchstens 10 Gew.-%, bezogen auf Polyamid, betragen darf.
  2. 2
    Polyamidformmassen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aromatischen Amine der allgemeinen Formel I mindestens 10 C-Atome und die Polyamine der allgemeinen Formel II höchstens 40 C-Atome aufweisen.
  3. 3
    Polyamidformmassen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente 1, in Mengen von 2-8 Gew.-%, bezogen auf das Polyamid, eingesetzt wird und die Summe aus 1) und 2) höchstens 8 Gew.-%, bezogen auf Polyamid, beträgt.
  4. 4
    Polyamidformmassen nach Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß in der allgemeinen Formel I R 1 und R 2 , unabhängig voneinander, ein Wasserstoffatom, ein C 4 -C 18 -Alkyl-, ein C 6 -C 12 -Aryl oder ein C 7 -C 15 -Aralkylradikal, wobei jedes der Radikale mit wenigstens einer C 1- C 8 -Alkylgruppe oder einem Halogenatom substituiert sein kann und die Arylradikale über -O-, C 1 -C 3 -Alkylen oder -S0 2 -Brückenglieder verbunden sein können, oder R 1 und R 2 gemeinsam Glieder eines aromatischen oder cycloaliphatischen Ringes mit C 5 -C 12 sein können und R 3 ein Wasserstoffatom oder ein C 1 -C 18 -Alkyl-, ein Phenyl-, ein C 7 -C 12 -Aralkyl- oder C 7 -C 12 -Alkarylradikal sein kann;in der allgemeinen Formel II Ar einen mit R 4 und R 5 substituierten Phenylen-oder Naphthylenrest oder ein direkt oder über -O-, C 1 -C 3 -Alkylen- oder -SO 2 -Brückenglieder verbundenes, gegebenenfalls ein- oder mehrfach mit einer C 1 -C 4 -Alkylgruppe substituiertes C 12 -C 20 -Diarylenradikal und R 4 und R 5 gleich oder verschieden, ein Wasserstoffatom oder ein C l -C 18 -Alkyl radikal bedeuten, und in der allgemeinen Formel III R 6 und R 7 , unabhängig voneinander, ein Wasserstoffatom, ein C 4 -C 12 -Alkyl-, C 6 -C 12 -Aryl- oder ein C 7 -C 15 -Aralkylradikal bedeuten, wobei jedes der Radikale mit wenigstens einer Cl-C12-Alkylgruppe oder einem Halogenatom substituiert sein kann und die Arylradikale über -0-, -C 1 -C 3 -Alkylen oder -S0 2 Brückenglieder verbunden sein können, oder R 6 und R 7 Glieder eines aromatischen oder cycloaliphatischen Rings mit C 5 -C 12 sein können.
  5. 5
    Polyamidformmassen nach Ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß als Amine höhermolekulare oder langkettige primäre oder sekundäre, aromatische Amine mit C 10 -C 24 , insbesondere ein- oder mehrfach mit einem C l -C 12 -Alkyl- und/oder C 7 -C 15 -Aralkylrest substituierte aromatische Amine oder gegebenenfalls mit mindestens einer C 1 -C 6 -Alkyl-Gruppe substituierte Amino-Di- oder Triphenyle, deren Ringe gegebenenfalls über -O-, C 1 -C 3 -Alkylen, oder -S0 2 -Brückenglieder verbunden sein können, verwendet werden.
  6. 6
    Polyamidformmassen nach Ansprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß als monophenolische Verbindungen ein- oder mehrfach C 1 -C 12 -Alkyl- und/oder C 7 -C 15 -Aralkyl substituierte monophenolische Verbindungen mit C 10 -C 22 , die maximal in einer o-Stellung zur OH-Gruppe substituiert sein dürfen, oder gegebenenfalls mit mindestens einer C 1 -C 6 -Alkyl-Gruppe substituierte Monohydroxy-di- oder triphenyle, deren Ringe gegebenenfalls über -O-, C 1 -C 3 -Alkylen oder -S0 2 --Brückenglieder verbunden sein können und die höchstens in einer o-Stellung zur OH-Gruppe substituiert sein dürfen, verwendet werden.
  7. 7
    Polyamidformmassen nach Ansprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß als Amine Tetrahydronaphthylamine, 2-Butyl-anilin (sekundär und tertiär), 4-tert.-Butyl-anilin, 4-tert.-Pentylanilin, Octylanilin (Gemische), Nonylanilin (Gemische), Dodecylanilin (Gemische), 4-Aminodiphenyl, 2-Aminodiphenyl, mit Alkylgruppen substituierte Aminodiphenyle, 1-Aminonaphthalin, 2-Aminonaphthalin, Benzylanilin(e), Benzyl-Toluidin(e), 2-Phenyl-2-(4-aminophenyl)propan, 4-Aminodiphenylsulfon, 4-Amino-diphenylether, 2- oder 4-Cyclohexylaniline, N,N-Diphenylamin, N-Benzylanilin oder Gemische der genannten Verbindungen, oder Bis-(4-amino-phenyl)-methan, 3-Methylbenzidin, 2,2- bis-(4-aminophenyl)-propan, 1,1-Bis-(4-aminophenyl)-cyclohexan, 1,2-Diaminobenzol, 1,4-Diaminobenzol, 1,4-Diaminonaphthalin, 1,5-Diaminonaphthalin, 1,3-Diaminotoluol(e), N,N'-Dimethyl-4,4'-biphenyl- diamin, Bis-(4-methyl-aminophenyl)-methan, 2,2-Bis-(4-methylaminophenyl)-propan oder Gemische der genannten Verbindungen und gegebenenfalls als monophenolische Verbindungen Tetrahydronaphthol, 2-Butyl-phenol (sekundär und tertiär), 4-t-Butylphenol, Thymol, 4-tert.-Pentyl- phenol, Octylphenol (Gemische), Nonylphenol (Gemische), Dodecyl-phenol (Gemische), 4-Hydroxydiphenyl, 2-Hydroxydiphenyl, mit Alkylgruppen substituierte Hydroxydiphenyle, wie sie z.B. in der DOS 19 43230 beschrieben sind, 1-Naphthol, 2-Naphthol, Benzylphenol(e), Benzyl-Kresol(e), 2-Phenyl-2-(4-hydroxyphenyl)-propan, 4-Hydroxydiphenylsulfon, 4-Hydroxydiphenylether, 2- oder 4-Cyclohexylphenole oder Gemische der genannten Verbindungen verwendet werden.
  8. 8
    Polyamidformmassen nach Ansprüchen 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß als Amine Nonylanilin, Dodecylanilin, 2-Amino-biphenyl, 4-Amino-diphenylether, 2- und 4-Cyclohexylanilin, N,N-Diphenylamin und N-Benzylanilin, gegebenenfalls in Kombination mit Alkylgruppen-substituierten Hydroxydiphenylen, Nonyl-phenol, Dodecylphenol, 2-Hydroxybiphenyl und 2-Phenyl-2-(4-hydroxyphenyl)-propan verwendet werden.
  9. 9
    Polyamidformmassen nach Ansprüchen 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß teilkristalline Polyamide eingesetzt werden.
  10. 10
    Formkörper aus Polyamidformmassen nach Ansprüchen 1-9.
Independent claims10