EP0062684A1

Process for removing ammonia and hydrogen sulfide from gases, in particular coal distillation gases.

Abstract

1. A process for the separation of ammonia and hydrogen sulphide from gases, in particular coal distillation gases by the absorption of the ammonia with water and of the hydrogen sulphide in at least two desulphurisation steps in which it is desulphurised in one step with ammonia solutions and in another step with an alkali metal hydroxide solution, characterised in that the washings from the desulphurisation step with ammonia (1, 2, 3) and also from the desulphurisation step with alkali metal hydroxide (31) are separated together in at least one deacidification column (10, 11) from hydrogen sulphide and hydrogen cyanide, such that up to 60 to 70% acidified NH3 -water is drawn off from the deacidification column (10) and is returned as circulating water (5) into the absorber (1), while the NH3 -water removed from the deacidification column (11) is decomposed in a post-deacidification column (12) into pure ammonia and other components and the ammonia (6) is returned into the absorber (2).

EP0062684A1, drawing sheet 1
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8 claims: 4 independent, 4 dependent

  1. 1
    Verfahren zum Entfernen von Ammoniak und Schwefelwasserstoff aus Gasen, insbesondere Kohlendestillationsgasen durch Absorption des Ammoniaks mittels Wasser und des Schwefelwasserstoffs in mindestens zwei Entschwefelungsstufen, wobei in einer Stufe mit Ammoniaklösungen und in. einer anderen Stufe mit einer Alkalihydroxid-Lösung entschwefelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Waschlösungen aus der Entschwefelungsstufe mit Ammoniak (3) wie auch aus der Entschwefelungsstufe mit Alkalihydroxid (31) gemeinsam in mindestens einer Entsäuerungskolonne (10,11) von Schwefelwasserstoff und Cyanwasserstoff befreit werden.
  2. 2
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkalihydroxidwäsche (31) hinter der Ammoniakwäsche angeordnet ist.
  3. 3
    Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine an sich bekannte Vorentschwefelung (1,2) mit Ammoniak-Kreislauflösung.
  4. 4
    Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch a) eine Vorentschwefelung auf 30 bis 60% b) eine Entschwefelung in der Zwischenstufe mit schwefelwasserstofffreiem Ammoniak auf 30 bis 80% c) eine Restentschwefelung mit Alkalilauge
  5. 5
    Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im unteren Bereich der Entsäuerungskolonne (11) die sauren Bestandteile der Waschlösung freigesetzt werden und im oberen Teil der Kolonne (11) durch direkte Kühlung der aufsteigenden Dämpfe mit einer im Kreislauf geführten Ammoniumsulfidlösung das Kohlendyoxid durch Rektifikation in die untere Hälfte zurückgeführt wird.
  6. 6
    5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Waschlösung in der Entsäuerungskolonne (10,11) mit Ammoniumhydroxid durch Freisetzen des gebundenen Ammoniaks angereichert wird.
  7. 7
    Verfahren nach Anspruch 5 oder 6 dadurch gekennzeichnet, daß die aus dem Entsäurer (11) ablaufende Waschlösung in einer Ammoniakkolonne (12) derart weiterbehandelt wird, daß durch Erwärmung alle flüchtigen Bestandteile aus dem Wasser entfernt und durch direkte Kühlung aus dem Kopf der Kolonne weitgehend H 2 S-freie Ammoniakdämpfe entnommen werden.
  8. 8
    Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Restentsäuerung des Ammoniaks in der Ammoniakkolonne durch direkte Kühlung der Dämpfe mit einer im Kreislauf geführten sich bildenden Ammoniumcarbonatlösung bewirkt wird, aus der kontinuierlich oder in Abständen der sich bildende Überschuß abgezogen wird.