EP0038552B1

Process for the production of wall bricks based on sand-lime and apparatus for manufacturing crude bricks

Abstract

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EP0038552B1, drawing sheet 1
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Expired 21 April 2001, 25.4 years ago.

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22 claims: 2 independent, 20 dependent

  1. 1
    Verfahren zum Herstellen von Wandbausteinen auf Kalksilikatbasis, bei dem eine Rohmischung im wesentlichen aus einem körnigen silikathaltigen Material, Kalk, Wasser, Zement und Schaum, der als solcher zugesetzt oder in der Rohmischung durch Zusetzen eines Schaumbildners erzeugt wird, hergestellt und die Rohmischung in Formen gegossen und bei erhöhter Temperatur im wesentlichen drucklos zu Steinrohlingen verarbeitet wird unter Ausnutzung der sich ergebenden Erhärtung während der Formstandzeit zur Erzielung einer ausreichenden Festigkeit der Steinrohlinge für die Entformung und nachfolgenden Transport in einen Autoklaven, wo die Steinrohlinge dampfgehärtet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die in die Form gegossene Rohmischung mittels Hochfrequenzerwärmung während 10 sec bis 5 min auf eine Temperatur zwischen 45 und 90° C bis zur Erzielung der gewünschten Rohlingsfestigkeit durchgewärmt wird, wobei der Zement, dem ein Abbindebeschleuniger und gegebenenfalls ein -verzögerer zugesetzt ist, mit diesen derart eingestellt wird, daß festigkeitsbildende Reaktionen erst durch die Wärmeeinwirkung in der Form ausgelöst werden.
  2. 2
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohmischung 10 bis 60 sec mittels Hochfrequenz durchgewärmt wird.
  3. 3
    Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch abgewandelt, daß anstelle des Zements mit Abbindebeschleuniger ein Schnellzement verwendet wird.
  4. 4
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohmischung volumetrisch dosiert in die Formen eingefüllt, die dosierte Menge gravimetrisch überprüft und bei den folgenden Chargen die Dichte der Rohmischung durch Änderung des Zusatzes von Wasser und/oder Schaum entsprechend der gravimetrischen Messung nachgeregelt wird.
  5. 5
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Formgebung der Steinrohlinge unter Ausformung von durch Stege getrennten Löchern erwärmte Dorne in die in der Form befindliche Rohmischung eingeführt werden.
  6. 6
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Rohmischung verwendet wird, der ein Schaum mit einer Schaumrohdichte von etwa 50 bis 100 g/I, vorzugsweise 70 bis 80 g/l, zugesetzt ist.
  7. 7
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schaum verwendet wird, dessen Poren C0 2 enthalten.
  8. 8
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Rohmischung verwendet wird, die eine Scherbenrohdichte des gehärteten Steins 1600 kg/m 3 , vorzugsweise 1200 kg/m 3 , für einen Lochstein und 900 kg/m 3 füreinen Vollstein liefert:
  9. 9
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß entsprechend der Ausgangstemperatur der Mischung aus silikathaltigem Material, Kalk und Wasser die Schaummenge dosiert wird.
  10. 10
    Verfahren nach'einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß entsprechend der Ausgangstemparatur der Mischung aus silikathaltigem Material, Kalk und Wasser die Menge an Verzögerer und/oder Beschleuniger für den Zement dosiert wird.
  11. 11
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur der Mischung aus silikathaltigem Material, Kalk und Wasser und damit die Zugabe an Zement, Beschleuniger und Verzögerer konstant gehalten wird.
  12. 12
    Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß gelöschter Kalk eingesetzt wird.
  13. 13
    Vorrichtung zum Herstellen von Steinrohlingen, insbesondere für die Herstellung von Wandbausteinen auf Kalksilikatbasis, mit wenigstens einer Form sowie einer Fülleinrichtung hierfür und mit Einrichtungen zum Entformen der Steinrohlinge und zum Überführen von diesen auf eine Transporteinrichtung, wobei gegebenenfalls in der Form Dorne zum Ausbilden von durch Stege getrennten Löchern in dem in der Form befindlichen Steinrohling vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß eine Heizeinrichtung zum Durchwärmen der Rohmischung in der Form (20) vorgesehen ist, von der zwei Elemente, entweder eine Bodenplatte (25) und eine Deckelplatte (24) der Form (20) oder mit wechselnder Polarität die Dorne (23) und zwei Außenwände der Form (20), Kondensatorplatten bilden, an die eine Hochfrequenzspannung anlegbar ist, und gegebenenfalls die Form (20) und die Dorne (23) beheizbar sind, wobei die Dorne (23) individuell unterschiedlich und in Axialrichtung mit einem einstellbaren Temperaturgefälle beheizbar sind.
  14. 14
    Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckel- und die Bodenplatte (24, 25) der Form-(20) zum Schließen hiervon relativ zueinander beweglich angeordnet und die in dem gewünschten Lochmuster angeordneten Dorne (23) zu einer gemeinsamen Einheit zusammengefaßt sind, wobei die Dorne (23) gemeinsam durch entsprechende Öffnungen in der Deckelplatte (24) von oben in die Form einfahrbar sind.
  15. 15
    Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenplatte durch ein umlaufendes Transportband (80) gebildet wird.
  16. 16
    Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwandungen (20') und die Deckelplatte (24) der Form (20) jeweils eine regelbare Heizeinrichtung aufweisen, während die Bodenplatte (25, 25') in einer vorgeschalteten Heizeinrichtung vorheizbar ist.
  17. 17
    Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß eine Benetzungseinrichtung (86, 87) zum Benetzen der Form (20) und/oder der Dorne (23) mit einem Trennmittel vorgesehen ist.
  18. 18
    Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Dorne (23) in ein mittels Ultraschall erregbares Trennmittelbad eintauchhar sind
  19. 19
    Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckelplatte (24) nachfolgend zu den Seitenwandungen (20') der Form (20) und nachfolgend zu den Dornen (23) zum Entformen vom Steinrohling entfernbar ist.
  20. 20
    Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Dorne (23) jeweils eine am freien Ende befindliche Belüftungsöffnung aufweisen.
  21. 21
    Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß eine volumetrisch arbeitende Dosiereinrichtung (60), eine Wiegeeinrichtung (51 a, 51 b) für die dosierte Rohmischung und ein Regelkreis zum Regeln der Rohdichte der Rohmischung durch Veränderung der Zugabe von Wasser und/oder Schaum entsprechend dem durch die Wiegeeinrichtung (51a, 51b) gemessenen Wert vorgesehen sind.
  22. 22
    Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Überführen der Steinrohlinge zu der Transporteinrichtung eine Nachheizeinrichtung (88) durchläuft.
Independent claims22