DE19829352A1

Fabric-reinforced three-dimensional plastic component manufacturing process, in particular for production of vehicle interior cladding panels, instrument panels and rear sills

Abstract

The plastic part (1) is held at the edges by a frame allowing slip of the heated plastic during fold-free preforming with a punch. The preform edge is then sealed by a pressure housing and a chamber between the preform and the tool is evacuated. Film is applied to one side of the preform and compressed air fed into the pressure housing chamber. Film is applied to one side of the preform and compressed air fed into the pressure housing chamber to create differential pressure for forcing the preform onto the tool surface where it is cooled under pressure. The film used during final forming provides a quality finish on the eventual visible side of the plastic (1) and also prevents the compressed air entering the fibers of the fabric and forming pores.

DE19829352A1, drawing sheet 1
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5 claims: 2 independent, 3 dependent

  1. 1
    Verfahren zur Herstellung eines dreidimensionalen Formkörpers ( 26 ) aus flachem, gewebeverstärktem Kunststoff ( 1 ) in einem verschließbaren, mit einer zustellbaren Heizeinrichtung ( 3 , 4 ) versehenen Formwerkzeug ( 8 ) mit einem Formstempel ( 14 ), mindestens einem Fluidanschluss, einem Spannrahmen ( 11 ) für den Rand ( 12 ) des Kunststoffs ( 1 ) und einem zustellbaren Formtisch ( 7 ) mit einem eine Urform für den Formkörper ( 26 ) aufweisenden Formwerkzeug ( 8 ), bei dem (a) der gewebeverstärkte Kunststoff ( 1 ) im Formwerkzeug ( 8 ) erwärmt und dadurch flexibel gemacht wird, (b) der flexible Kunststoff durch Einwirken eines der Urform annähernd ausgebildeten Verformstupels vorgeformt und (c) durch Einwirken unterschiedlichen Drucks auf beiden Seiten des randseitig gehaltenen Kunststoffs ( 1 ) eine Verformung gegen das Formwerkzeug ( 8 ) hin erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet , dass (d) das Kunststoffteil ( 1 ) nach dem Erwärmen randseitig durch den Spannrahmen ( 11 ) derart festgehalten wird, dass der Randbereich ( 12 ) beim Vorformen weitgehend reibungsfrei durch die Einspannstelle gleiten kann, wobei (e) mittels einer etwa gleichbleibenden, der Verformung entgegenwirkenden Zugspannung weitgehend faltenfrei verformt wird, (f) wobei das Kunststoffteil ( 1 ) nach dem Erwärmen mechanisch mittels des Formstempels ( 14 ) vorgeformt wird, (g) dass nach dem Vorformen der Randbereich ( 12 ) des vorgeformten Kunststoffteils ( 1 ) mittels einer zustellbaren Druckglocke ( 16 ) abgedichtet wird, (h) dass anschließend der Hohlraum ( 19 ) zwischen dem vorgeformten Kunststoff ( 1 ) und dem Formwerkzeug ( 8 ) evakuiert und der auf der anderen Seite des Kunststoffs ( 1 ) gelegene Hohlraum ( 18 ) mittels eines Fluids, insbesondere Druckluft, unter Überdruck gesetzt wird, wodurch der vorgeformte Kunststoff ( 1 ) zur endgültigen Verformung an das Formwerkzeug ( 8 ) angedrückt und dadurch der Formkörper ( 26 ) geschaffen wird, wobei die Verformung insgesamt innerhalb der elastischen Grenzen des Materials vorgenommen wird, (i) und dass vor der fluidischen Verformung wenigstens eine Seite des Kunststoffs ( 1 ) mit einer das Fluid zumindest drosselnden Folie belegt wird, (j) und, dass der endgeformte Formkörper ( 26 ) bei anstehender Druckdifferenz abgekühlt wird.
  2. 2
    Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Folie oder eine der beiden Folien für das die Druckdifferenz bewirkende Medium zumindest weitgehend druckdicht ist.
  3. 3
    Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff ( 1 ) vor der fluidischen Verformung auf wenigstens einer Oberfläche mit einer Lackfolie versehen wird.
  4. 4
    Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lackfolie der späteren Sichtseite des Formkörpers ( 26 ) zugeordnet wird.
  5. 5
    Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei der fluidischen Verformung des Kunststoffs ( 1 ) die Lackfolie dem höheren Druck ausgesetzt wird.